Die "Gemäßigten" wehren sich

"Flügelkämpfe" bei der AfD weiten sich aus

Beim Kyffhäuser-Treffen hat Thüringens AfD-Landes-Chef Björn Höcke den Anspruch angemeldet, dass sein rechts-nationaler „Flügel“ künftig im Vorstand das Sagen haben soll. Jetzt kursiert ein „"Appell der 100"“, in dem 100 AfD-Mitglieder Höcke vorwerfen, er habe die innerparteiliche Solidarität verletzt und den Wahlkämpfern geschadet. Zugleich stellen sie sich hinter die Bundesvorsitzenden Meuthen und Gauland.

Björn Höcke, Fraktionsvorsitzender der AfD im Thüringer Landtag © dpa/Bodo Schackow
"Ich kann Euch garantieren, dass dieser Bundesvorstand in dieser Zusammensetzung nicht wiedergewählt wird", erklärte Björn Höcke auf dem Kyffhäusertreffen | © dpa/Bodo Schackow

In der AfD gibt es offene Kritik am Thüringer Landes- und Fraktionschef Höcke. Das geht aus einem Appell hervor, der in der Partei kursiert. 110 AfD-Funktionäre sprechen sich darin gegen einen Personenkult um Höcke aus, wie er beim Kyffhäuser-Treffen am vergangenen Samstag zelebriert worden sei. Höcke hatte dort den AfD-Bundesvorstand beschimpft und von "Spaltern" in der Partei gesprochen.

Tom Böttcher und Marco Seiffert sprechen darüber mit der Publizistin und Juristin Liane Bednarz.

Björn Höcke, Fraktionsvorsitzender der AfD im Thüringer Landtag © dpa/Bodo Schackow
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