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Wie weiter nach der Kohle?

Kohlekraftwerk in Jänschwalde
Kohlekraftwerk in Jänschwalde | © imago/Rainer Weisflog

In knapp 20 Jahren soll die Verstromung der klimaschädlichen Braunkohle in Deutschland Geschichte sein. Wie das funktionieren kann und was danach kommt, hat die sogenannte Kohlekommission im Auftrag der Bundesregierung auf 336 Seiten Papier gebracht. Ein Kompromiss, der nur wenige voll und ganz zufrieden stellt, der aber dennoch als Masterplan für die Zukunft von Regionen wie der Lausitz gilt.

Die wesentlichen Punkte: Bis 2038 soll der Ausstieg aus der Kohle abgeschlossen sein. 40 Milliarden Euro will der Bund den betroffenen Regionen für den Strukturwandel zur Verfügung stellen. Die Strompreise sollen weitgehend stabil bleiben. Für die Abschaltung ihrer Kapazitäten sollen die Energiekonzerne entschädigt werden.
Die Diskussion um den Abschlussbericht der Kohlekommission ist entbrannt. Die einen fordern, das mühsam ausgehandelte Paket wieder aufzuschnüren, andere wollen es so schnell wie möglich in Gesetze gießen und mit der Umsetzung beginnen.

Wir wollen die Frage "Wie weiter nach der Kohle?" in Welzow diskutieren - einer Stadt am Rande des Tagebaus, die seit Jahrzehnten mit und von der Braunkohle lebt und deren Ortsteil Proschim weiterhin von Abbaggerung bedroht ist. Eingeladen sind Lausitzer Mitglieder der Kommission "Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung", Umweltexperten, Kohleaktivisten und Kommunalpolitiker.
 
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