Die Berlinale-Kritik

Wettbewerbsfilm "Museo"

Die ewigen Studenten Juan und Wilson planen einen waghalsigen Coup. Sie wollen ins Nationalmuseum für Anthropologie in Mexiko-Stadt einsteigen und Heiligtümer der Maya, Mixteken und Zapoteken entwenden. Besonders interessiert sind sie an der Totenmaske König Pakals.

Museo | Museum | © Alejandra Carvajal

Während ihre Familien Weihnachten feiern, machen sie sich, routiniert wie Meisterdiebe, an die Arbeit. Alles läuft glatt. Mit Sporttaschen voller Schätze kehren sie zurück und verfolgen die Nachrichten, die den Raub als Angriff auf die gesamte Nation werten. Nun erst wird ihnen die Dimension ihrer Tat bewusst, mit einem mulmigen Gefühl machen sie sich auf, ihre Beute zu versetzen, und es beginnt ein Roadmovie zwischen den eindrucksvollen Maya-Ruinen von Palenque und dem mondänen Badeort Acapulco. Auch wenn Juan und Wilson hinterm Steuer sitzen – ihre Unternehmung ist längst aus dem Ruder gelaufen.

Die Geschichte basiert auf einer wahren Begebenheit im Jahr 1985. Man ging damals zunächst davon aus, dass Profis am Werk gewesen sein mussten. So überraschend wie der ganze Fall ist auch der Film. Wie seine Helden geht er trickreich zur Sache, erfindet sich mit jeder Wendung neu und spielt mit den unterschiedlichsten Filmgenres.

Berlinale-Kritiker Stephan Karkowsky gibt seine persönliche Kritik zum Wettbewerbsfilm "Museo" ("Museum") ab.

Alejandra Carvajal
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Quelle: Berlinale