Silberner Bär

Großer Preis der Jury für "Never Rarely Sometimes Always"

Die Regisseurin Eliza Hittman bekam für ihren Film "Never Rarely Sometimes Always" den Silbernen Bären - Großer Preis der Jury.

Silberner Bär - Großer Preis der Jury: Eliza Hittman für Never Rarely Sometimes Always © snapshot-photography/T. Seeliger
snapshot-photography/T. Seeliger

Autumn ist 17. Aufgewachsen im Arbeitermilieu des ländlichen Pennsylvania, verläuft ihr Leben ohne Höhen und Tiefen. Angesichts einer ungewollten Schwangerschaft ist sie jedoch sicher, nicht auf die Unterstützung ihrer Familie zählen zu können. In ihrer Cousine Skylar, mit der sie auch die Zumutungen eines schmierigen Vorgesetzten in ihrem öden Teilzeitjob erträgt, findet sie die Verbündete, die sie in dieser Situation braucht. Gemeinsam brechen sie nach New York City auf. Die herausragenden Newcomerinnen Sidney Flanigan und Talia Ryder verkörpern die jungen Frauen mit einem natürlichen Talent, das unter der Regie von Eliza Hittman meisterhafte emotionale Präzision erreicht. Die entscheidende Szene, die Never Rarely Sometimes Always den Namen gibt, wird aus dem feministischen Kino künftig nicht mehr wegzudenken sein. Sich der eigenen Entfremdung bewusst zu werden und sie zu durchbrechen, geht Hand in Hand. Ein Prozess, der – wie ein Glaskäfig, der in Millionen kleine Teile zerspringt – einen gleichzeitig schmerzhaften und spektakulären Anblick liefert.
Quelle: Berlinale