Berlinale Talk | Panorama

One in a Thousand

Regisseurin Clarisa Navas erzählt von einer Zeit zwischen Coming-out und Cybermobbing, Gemeinschaftsleben und Armut, Liebe und Gewalt und beschreibt den Übergang zwischen süßer Kindheit und bitterer Realität der Erwachsenenwelt in schwebenden, oft dokumentarisch anmutenden Bildern.

Lucia Chavarri und Clarisa Navas (One in a Thousand)
snapshot-photgraphy/T. Seeliger

Iris ist 17, trägt Sportklamotten und dribbelt ihren Basketball durch die weiten Innenhöfe ihrer Sozialwohnungssiedlung irgendwo in Argentinien. Sie ist von der Schule geflogen und verbringt die warmen Tage und Nächte mit ihren zwei besten Freunden, ihren Cousins, in engen Zimmern am Handy oder auf den leeren Straßen des Ortes. Jungs verschwinden beim Versteckspielen mit anderen Jungs, ziehen sich vor der Webcam aus und schreiben leidenschaftliche Texte gegen eine heteronormative Gesellschaft.

Eine trügerische Leichtigkeit liegt in der Luft und das Versprechen, dass in der Liebe und beim Sex alles möglich ist. Als die coole und selbstbewusste Renata die Bildfläche betritt, ist Iris fasziniert. Ein erster Flirt lässt nicht lange auf sich warten. Doch in der Siedlung werden Gerüchte über Renatas Vergangenheit immer lauter.

Knut Elstermann begrüßte die Regisseurin Clarisa Navas sowie die Produzentin Lucia Chavarri im Berlinale Talk.

Quelle: Berlinale