Berlinale Talk | Perspektive Deutsches Kino

Jesus Egon Christus von David und Saša Vajda

Das Regieduo David und Saša Vajda zeigt durch Egons Augen eine Gemeinschaft von gezeichneten Schicksalsgenossen, deren Geschichten eine abgründige Realität hinter der filmischen Erzählung spürbar werden lassen. Ein intimes, beobachtendes Drama über eine Gruppe Heroinabhängiger auf Entzug und über die Einsamkeit einer Psychose.

Paul Arámbula in Jesus Egon Christus © vajda film UG
Paul Arámbula in Jesus Egon Christus | © vajda film UG

Irgendwo in der Peripherie Berlins predigt ein selbst ernannter Priester in einem heruntergekommenen Haus der Lebenshilfe vor einer Gruppe aus Menschen mit Suchtproblemen und geistigen Behinderungen. Egon, der mit einer psychotischen Störung kämpft, ist erst seit Kurzem in der Einrichtung, die für ihre Bewohner gleichermaßen Heim und Glaubensgemeinschaft sein will. Er findet keinen Schlaf, hilft nicht bei der Arbeit auf dem Hof, will sich nicht waschen und hat Probleme, den Anweisungen des Priesters zu folgen. Dieser überschreitet mehr als einmal die Grenze zur Erniedrigung seiner Schützlinge.

Das Regieduo David und Saša Vajda zeigt ein Drama über eine Gruppe Heroinabhängiger auf Entzug und über die Einsamkeit einer Psychose - und spricht darüber im Berlinale Talk mit Knut Elstermann.

Zusatzinformationen: Berlinale