Berlinale Talk | Wettbewerb

Ich bin Dein Mensch von Maria Schrader

Bekannte Filmemacher*innen wie der Südkoreaner Hong Sang-soo mit dem in Berlin spielenden Film "Introduction", Dominik Graf mit der Erich-Kästner-Verfilmung "Fabian oder Der Gang vor die Hunde" (mit den Stars Albrecht Schuch und Saskia Rosendahl) sowie die Französin Céline Sciamma mit ihrem fünften Spielfilm "Petite maman" sind im Wettbewerb vertreten. Maria Schrader präsentiert dort mit "Ich bin dein Mensch" eine romantische Komödie mit Sandra Hüller und Maren Eggert.

Die Wissenschaftlerin Alma arbeitet am berühmten Pergamonmuseum in Berlin. Um an Fördermittel für ihre Studien zu kommen, erklärt sie sich zur Teilnahme an einem außergewöhnlichen Experiment bereit. Drei Wochen lang lebt sie mit einem humanoiden Roboter, Tom, zusammen, der sich dank künstlicher Intelligenz in den für sie perfekten Lebenspartner verwandeln soll. Die Maschine in (attraktiver) Menschengestalt ist dazu geschaffen, Alma glücklich zu machen. Es entfaltet sich eine Tragikomödie, die Vorstellungen von Liebe und Sehnsucht auslotet und fragt, was den Menschen ausmacht.

Multitalent Maria Schrader, mit dem Silbernen Bären ausgezeichnete Schauspielerin und erfolgreiche Regisseurin, lädt die gleichnamige Erzählung von Emma Braslavsky mit der Suggestivkraft des Kinos auf. Mit feinem Gespür für die richtige Besetzung und die Chemie zwischen zwei Schauspieler*innen setzt sie das ungleiche Protagonist*innenpaar unterhaltsam ins Szene. Ein äußerst ergiebiges Forschungsfeld zur Untersuchung des wohligen wie gruseligen Schauderns zwischen Analyse und Gefühl. Am Ende zeigt sich: Die Poesie weiß sich auch der überwiegend für Logik zuständigen linken Gehirnhälfte zu bedienen.

Knut Elstermann spricht darüber mit der Drehbuchautorin und Regisseurin Maria Schrader, die als Schauspielerin für ihre Rolle in "Aimée & Jaguar" 1999 den Silbernen Bären bekam.

Quelle: Berlinale