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Die Welt wird eine andere sein von Anne Zohra Berrached

In Anne Zohra Berracheds Film stehen mehrere Ebenen gleichwertig nebeneinander: Es ist die Geschichte einer Liebe, aber auch eine Untersuchung zu kulturellen Unterschieden, Wahrheit und Glaube, Vertrauen und Wahn. Nach Zwei Mütter und 24 Wochen beweist die Regisseurin einmal mehr ihren besonderen Blick für das Private im Politischen und eine große Sensibilität im Umgang mit ihren Darsteller*innen.

Canan Kir und Roger Azar in Die Welt wird eine andere sein © Christopher Aoun/Razor Film
Canan Kir und Roger Azar in Die Welt wird eine andere sein | © Christopher Aoun/Razor Film

Auf einem Rummel, Mitte der 1990er-Jahre, fällt Aslis Blick zum ersten Mal auf Saeed, als der aus einem Karussell aussteigt, kurz bevor die Fahrt beginnt. Beim Flaschendrehen auf einer Wohnheimparty kommen sie sich näher. Asli ist fasziniert von Saeeds Charisma und seinem Selbstbewusstsein. Obwohl ihre Mutter gegen die Beziehung ist, heiraten die beiden Studierenden heimlich. In einer Hamburger Moschee versprechen sie einander, zusammenzubleiben und die Geheimnisse des anderen zu wahren.

Asli versucht zwischen Selbstbestimmung, ihrem traditionellen Elternhaus und ihrer aufopfernden Liebe ihren Weg zu finden. Dann verschwindet Saeed.

Nach "Zwei Mütter" und "24 Wochen" ist dies ein weiter Film von Anna Zohra Berrached mit dem besonderen Blick für das Private im Politischen.

Canan Kir und Roger Azar in Die Welt wird eine andere sein © Christopher Aoun/Razor Film
Christopher Aoun/Razor Film
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Quelle: Berlinale