Berlinale Talk | Encounters

Das Mädchen und die Spinne von Ramon und Silvan Zürcher

Kadrierung, Perspektive und Tiefenschärfe sind wesentliche Bestandteile der Filmsprache der Brüder Zürcher. Motive und Figuren werden in rasantem Tempo montiert. Zwischen Bewegungen, Blicken, Geräuschen, Farben und Details herrscht ständige Spannung: Alle diese Elemente stützen sich gegenseitig wie die Karten in einem schwindelerregend hohen Kartenhaus.

Lisa zieht aus der WG mit Mara aus, um künftig allein zu wohnen. An den beiden Umzugstagen und in der Nacht dazwischen geht vieles zu Bruch, anderes renkt sich ein, in diesem Film, der fast ausschließlich in Innenräumen spielt und damit unwillkürlich wie ein Resümee der Pandemiezeit wirkt.

Der Wechsel von einer Bleibe in die andere und die Energie, die freigesetzt wird, wenn eine Geschichte endet und eine neue beginnt, versetzen das Figurenensemble in einen besonderen Aggregatzustand.

Das Resultat ist eine Art Jam Session, die Knut Elstermann mit den Regisseuren Ramon und Silvan Zürcher fortsetzt.

Zusatzinformationen: Berlinale