Berlinale

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Interview mit Regisseur Reem Saleh.

Reem Saleh © snapshot-photography/Seeliger
Reem Saleh | © snapshot/Seeliger

Zum Film: Als „one big family“ bezeichnet Protagonistin Um Ghareeb die sogenannten „al Gami’yas“ in Rod El Farag, einem der ärmsten Stadtteile Kairos. In diesen Zusammenschlüssen mehrerer Bewohner eines Viertels zahlt jeder regelmäßig einen kleinen Geldbetrag in einen Topf. Auf wöchentlich stattfindenden Treffen wird gemeinsam entschieden, wer gerade besonders bedürftig ist oder wer bei notwendigen Anschaffungen finanziell unterstützt wird. Über sechs Jahre begleitete Reem Saleh die Mitglieder einer solchen Gemeinschaft. Sie zeigt deren täglichen Überlebenskampf und lässt sie zu ihrem Umgang mit Tradition, Krankheit und Sterben zu Wort kommen. Während Aussagen wie die des Mädchens Dunia zur Genitalbeschneidung verstören und Fragen offen lassen, sind auf der anderen Seite auch Frauen zu sehen, die das Regime innerhalb der Familien führen. Durch den unaufdringlichen Einsatz von Musik und die stets nahe, teilnehmende Kamera zeichnet Saleh ein intimes Bild von gegenseitiger Unterstützung und Zusammenhalt in einer unwirtlichen, buchstäblich zwischen Bahngleisen angesiedelten Realität.
Quelle: Berlinale

Reem Saleh © snapshot-photography/Seeliger
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