Berlinale | Panorama

The Miracle of the Sargasso Sea

Originaltitel: To thávma tis thálassas ton Sargassón

Elisabeth ist Polizeichefin im griechischen Küstenstädtchen Mesolongi. Wenn sie spricht, klingt es wie wütendes Bellen. Sie trinkt zu viel, flucht permanent und schläft mit einem verheirateten Arzt. Die Versetzung aus Athen in das kleine Fischerdorf vor zehn Jahren macht ihr immer noch zu schaffen. Ihr halbwüchsiger Sohn Dimitris kennt die Launen seiner Mutter. Wenn sie sich nach einem gemeinsamen Abendessen in einer Bar den Rest gibt, geht er nach Hause.

The Miracle of the Sargasso Sea - Angeliki Papoulia und Syllas Tzoumerkas © snapshot-photography/Seeliger
The Miracle of the Sargasso Sea - Angeliki Papoulia und Syllas Tzoumerkas | © snapshot-photography/Seeliger

Die Fabrikarbeiterin Rita stammt aus Mesolongi, ihr Bruder ist eine lokale Szenegröße. Bei seinen Club-Auftritten holt er sie manchmal auf die Bühne. Doch auch Rita ist zutiefst unzufrieden. Als ein Tod das ohnehin brüchige Beziehungsnetz der Dorfbewohner*innen zerreißt, zeigt sich, dass die darunterliegende Struktur noch kaputter ist.

Syllas Tzoumerkas’ dritter Film bietet mit Elisabeth eine ungewöhnliche Polizistinnenfigur. Seine Protagonistin ist sperrig, frustriert und ungnädig. Das fulminante Spiel von Angeliki Papoulia und die überraschende, schockierende Story generieren in To Thávma tis thálassas ton Sargassón (The Miracle of the Sargasso Sea) einen mit Aalen garnierten Provinzalbtraum mit mehreren Interpretationsebenen.

Knut Elstermann begrüßte im Berlinale Nighttalk den Regisseur Syllas Tzoumerkas und Hauptdarstellerin Angeliki Papoulia und sprach mit den beiden über "The Miracle of the Sargasso Sea".

The Miracle of the Sargasso Sea - Angeliki Papoulia und Syllas Tzoumerkas © snapshot-photography/Seeliger
snapshot-photography/Seeliger
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Quelle: Berlinale