Berlinale

The Chaotic Life of Nada Kadić

Interview mit der Regisseurin Marta Hernaiz.

Regisseurin Marta Hernaiz © snapshot-photography/Seeliger
Regisseurin Marta Hernaiz | © snapshot/Seeliger

Zum Film: Während der Wellensittich durch die Wohnung flattert und die Mutter sich beim Haare färben ein Musikvideo anschaut, balanciert die kleine Tochter gefährlich auf einem Küchenhocker und macht Experimente mit Flüssigkeiten im unabgespülten Geschirr. Und dann geht auch noch der Kühlschrank kaputt. Zum Glück tut der Fernseher als Hypnotiseur noch seinen Dienst. Auf den ersten Blick der chaotische Alltag einer alleinerziehenden jungen Mutter. Doch bei Nadas Tochter Hava wurde eine Form von Autismus diagnostiziert. Eine zusätzliche Herausforderung, die Nada in absurde Situationen mit der Bürokratie und einer Zweiklassenmedizin führt. Kein Wunder, dass sie mal raus aus Sarajevo will, und so machen die beiden im klapprigen Zastava Yugo einen Ausflug ins ländliche Bosnien. Ein Mutter-Tochter-Abenteuer in nebelverhangener, verregneter Landschaft, in der die Kamera zur Ruhe kommt. Sie nimmt in diesem Film die Rolle einer Verbündeten des mutterseelenallein auf sich selbst gestellten Paares ein. Sie lädt den Film mit Havas Intensität auf, um dann wieder zur Besinnung zur kommen und in der kleinen Wohnung die Übersicht über das chaotische und dennoch unverzagte Leben der Nada Kadic zu behalten.
Quelle: Berlinale

Regisseurin Marta Hernaiz © snapshot-photography/Seeliger
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