Berlinale

Silberner Bär Alfred-Bauer-Preis

"Systemsprenger" von Nora Fingscheidt

"Systemsprenger" von Nora Fingscheidt wurde mit dem Alfred-Bauer-Preis ausgezeichnet. Nach ihrem mehrfach preisgekrönten Drehbuch inszeniert Nora Fingscheidt ein intensives Drama über die unbändige Sehnsucht eines Kindes nach Liebe und Geborgenheit und das darin liegende Gewaltpotenzial. Zugleich beschreibt der Film die unermüdlichen Versuche von Erzieher*innen und Psycholog*innen, mit Respekt, Vertrauen und Zuversicht eine Perspektive für solche Kinder zu schaffen, die durch ihre unvorhersehbaren Ausbrüche andere und sich selbst zu zerstören drohen.

Regisseurin Nora Fingscheidt - Silberner Bär Alfred-Bauer-Preis für den Film "Systemsprenger" © snapshot-photography/T.Seeliger
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Bernadette oder Benni, wie sie genannt werden will, ein zartes Mädchen mit ungestümer Energie, ist ein „Systemsprenger“. So nennt man Kinder, die radikal jede Regel brechen, Strukturen konsequent verweigern und nach und nach durch alle Raster der deutschen Kinder- und Jugendhilfe fallen.

Wo immer die Neunjährige aufgenommen wird, fliegt sie schon nach kurzer Zeit wieder raus. Und genau darauf hat sie es abgesehen, denn sie sehnt sich danach, wieder bei ihrer Mutter zu leben. Einer Frau, die maßlos überfordert ist von der Unberechenbarkeit ihrer eigenen Tochter.

Knut Elstermann begrüßte die Regisseurin Nora Fingscheidt von "Systemsprenger" im Berlinale Nighttalk.