Berlinale Wettbewerb

Schwein

Originaltitel: Khook

Hasan schäumt vor Wut. Er steht auf der schwarzen Liste und darf seit Jahren keine Filme mehr machen. Die Schauspielerin, die er zum Star gemacht hat und die er liebt, möchte nun mit einem anderen Regisseur drehen.

Regisseur Mani Haghighi (l) und Schauspieler Hasan Kasmai im Berlinale Nighttalk
Regisseur Mani Haghighi (l) und Schauspieler Hasan Kasmai im Berlinale Nighttalk | © snapshot/Seeliger

Seine Frau und er haben sich aus den Augen verloren, die Tochter ist dabei, sich abzunabeln. Und seine alte Mutter, die mit ihnen zusammenlebt, scheint langsam den Verstand zu verlieren. Am schlimmsten jedoch ist, dass in Teheran und Umgebung Filmschaffende ermordet werden, der Serienkiller aber ausgerechnet ihn ignoriert. Hasans Gefühle sind verletzt: Ist er nicht der beste Filmemacher der Stadt? Warum wird er nicht geköpft? Die Frustration spitzt sich zu, als er durch eine Reihe bizarrer Missverständnisse zum Hauptverdächtigen wird. Die sozialen Medien laufen auf Hochtouren, seine Popularität sinkt minütlich. Hasan braucht einen teuflischen Plan, um seinen Ruf wiederherzustellen.

In Khook toben sich Narzissmus und Eitelkeit in allen Form aus und die Quittung folgt unmittelbar. Das alles ohne Schadenfreude, vielmehr entwickelt sich die knallige Komödie zur abgründigen Psychostudie über eine zutiefst gekränkte Künstlerseele und das ewige Kind im Manne.

Regisseur Mani Haghighi und Schauspieler Hasan Kasmai waren zu Gast im Berlinale Nighttalk...

Regisseur Mani Haghighi (l) und Schauspieler Hasan Kasmai im Berlinale Nighttalk
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