Berlinale

Madeline’s Madeline

Interview mit Regisseurin Josephine Decker und Schauspielerin Helena Howard.

Regisseurin Josephine Decker mit Schauspielerin Helena Howard (l.) © snapshot-photography/Seeliger
Regisseurin Josephine Decker mit Schauspielerin Helena Howard (l.) | © © snapshot/Seeliger

Zum Film: Madeline ist manchmal Katze, manchmal Schildkröte. Aber auch wenn sie Madeline ist, weiß man nicht, ob sie Madeline gerade nur spielt. In den Augen ihrer besorgten Mutter (Miranda July) ist sie ein verletzliches Wesen, dessen psychische Störung nach Fürsorge verlangt und nach medizinischer Behandlung. Auf der Bühne aber, im Theaterworkshop der bis ins Extrem fordernden, manchmal leichtsinnigen Evangeline (Molly Parker), ist Madeline stark, beeindruckend, eine Naturgewalt. Auch Josephine Decker verlangt ihrer fantastischen Darstellerin Helena Howard alles ab. Ihr dritter Spielfilm lotet die ebenso heilsamen wie potenziell destruktiven Kräfte der Performance, des Spiels mit Identitäten und Rollen aus. Wie Madeline selbst bleibt auch Madeline's Madeline stets zweideutig. Muss man wirklich festlegen, was psychische Krankheit ist und was einfach das Aufbegehren eines Teenagers? Die Grenze zwischen Liebe und übertriebener Obhut definieren? Wo liegt in einem legitimen künstlerischen Prozess, in dem jeder gibt und nimmt, die Schwelle zur Ausbeutung? Gibt es überhaupt Kreativität ohne Zerstörung?
Quelle: Berlinale

Regisseurin Josephine Decker mit Schauspielerin Helena Howard (l.) © snapshot-photography/Seeliger
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