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Leakage

Originaltitel: Nasht

Foziye ist eine Frau in ihren Fünfzigern, deren Mann verschwunden ist. Aus ihrem Körper tritt Öl aus. Soll sie ihre besondere Gabe verheimlichen? Oder daraus Kapital schlagen?

Regisseurin Suzan Iravanian © snapshot-photography/T.Seeliger
Regisseurin Suzan Iravanian | © snapshot-photography/T.Seeliger

Aus der Öl-Metapher entwickelt sich eine surreale Versuchsanordnung und das Tableau eines Landes, in dem alles aus dem Lot geraten ist – Menschen, Tiere, Häuser. Während eines Frühstücks beginnen Stühle und Tische in Foziyes Wohnung heftig zu wackeln. Nach dem Beben, dessen Ursache unklar bleibt, ist ein Teil des Daches eingestürzt. Die Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses gehen zur Tagesordnung über, doch die Erschütterung scheint sich fortzusetzen.

Alle wollen das Land verlassen. Auch der Afghane, der im Haushalt hilft, ist nur auf der Durchreise. Foziye wendet sich an die deutsche Botschaft, ihre Tochter besorgt illegale Pässe für sich und ihren Sohn. Ein Grundgefühl der Paranoia legt sich über die Bilder, mithilfe des Afghanen verstecken sich Foziye und ihre Angehörigen auf dem Land. Angst und Ungewissheit vermischen sich mit rätselhaften Phänomenen und mysteriösen Ereignissen, die zu Misstrauen innerhalb der Schicksalsgemeinschaft führen. Das Chaos nimmt seinen Lauf.

Knut Elstermann begrüßte die Regisseurin Suzan Iravanian im Berlinale Nighttalk und spricht mit ihr über ihren Film "Nasht".

Regisseurin Suzan Iravanian © snapshot-photography/T.Seeliger
snapshot-photography/T.Seeliger
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Quelle: Berlinale