Berlinale

La Omisíon

Interview mit dem Regisseur Sebastián Schjaer und der Darstellerin Sofía Brito.

La Omisíon (Panorama): Regisseur Sebastián Schjaer und Darstellerin Sofía Brito © snapshot-photography/Seeliger
Regisseur Sebastián Schjaer und Darstellerin Sofía Brito | © © snapshot/Seeliger

Die Schneedecke ist dicht. Gehen kann man auf ihr nicht, nur angestrengt stapfen. Die aus Buenos Aires stammende Paula ist Mitte 20 und als Gelegenheitsarbeiterin für die Wintersaison in den kalten Süden von Argentinien gekommen. Das Geld, das sie als Hotelangestellte oder Fremdenführerin für ein kleines Busunternehmen mühsam verdient, spart sie für Visa, in der Hoffnung, woanders eine bessere Zukunft zu finden. Nur reicht es noch lange nicht. Weder für das angemietete Zimmer noch für das Leben mit der dreijährigen Tochter Malena, auf die eine Tante in einem Nachbarort aufpasst. Dort wohnt auch der Kindsvater Diego. Als Paula an einem dunklen Morgen den Fotografen Manuel kennenlernt, beginnt sie, ihre Pläne zu überdenken. Sofern sie überhaupt welche hat.
In seinem ersten Langspielfilm erzählt Sebastián Schjaer in intimen Bildern von einer jungen Frau, die sich in dicke Winterkleidung hüllt – nicht nur zum Schutz vor der Kälte, sondern auch vor Erwartungen, denen sie sich nicht unterordnen will. Er packt das Innere seiner Protagonistin und aller anderen Figuren sehr behutsam aus. Ihre Verletzbarkeit sieht man erst, wenn man sich durch die Schutzschichten pellt. Dabei kommen auch ihre Stärken zutage.
Quelle: Berlinale

La Omisíon (Panorama): Regisseur Sebastián Schjaer und Darstellerin Sofía Brito © snapshot-photography/Seeliger
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