Berlinale

Jibril

Interview mit Regisseurin Henrika Kull und Darsteller Malik Adan.

Regisseurin Henrika Kull und Darsteller Malik Adan © snapshot-photography/Seeliger
Regisseurin Henrika Kull und Darsteller Malik Adan | © © snapshot/Seeliger

Zum Film: Auf einer Party tauschen Maryam und Jibril Blicke. Jahre später trifft Maryam den jungen Mann zufällig wieder, als sie ein Paket im Gefängnis abgeben soll. Der Empfänger ist Jibril, der dort eine mehrjährige Strafe verbüßt. Die Anziehung zwischen der alleinerziehenden Dreifach-Mutter und dem Häftling ist noch genauso stark wie damals. Mit Feuereifer stürzt sich Maryam in die vorerst weitgehend platonische Romanze, die auf beiden Seiten einerseits Sehnsüchte stillt, andererseits aber auch Verlangen weckt. Doch eine Beziehung mit jemandem zu führen, der nicht anwesend ist, der an ihrem Leben nicht partizipieren, den sie nicht einmal richtig kennenlernen kann, ist eine Herausforderung für Maryam. Und auch für Jibril ist seine Situation als Gefangener zunehmend schwer zu ertragen.
Henrika Kull inszeniert in ihrem ersten Spielfilm die intimen Szenen in nahen Bildern und mit einer beeindruckenden Natürlichkeit und wirft anhand der besonderen Situation ihrer beiden Protagonisten eine große Frage auf: Wann genau kennt man jemanden wirklich – oder verliebt man sich ohnehin nur in die eigene Traumvorstellung vom Verliebtsein?
Quelle: Berlinale

Regisseurin Henrika Kull und Darsteller Malik Adan © snapshot-photography/Seeliger
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