Berlinale | Panorama

Hellhole

Der belgische Regisseur Bas Devos spricht mit Knut Elstermann über seinen Film „Hellhole“, der in der Sektion Panorama läuft.

Regisseur Bas Devos - "Hellhole" (Panorama) © snapshot-photography/T.Seeliger
snapshot-photography/T.Seeliger

Brüssel ist in dem episodischen Drama des belgischen Regisseur Bas Devos eine einsame Stadt. Die Geister der Politik spuken durch das Zentrum einer immer brüchiger werdenden Europäischen Union. Zwischen Krieg und Frieden, Lagern für Geflüchtete und Parlamentsdebatten treibt eine Gruppe verlorener Seelen durch die Schärfen und Unschärfen des Lebens. Da ist der junge Araber Medhi, der unter den Umständen der Zeit leidet und von seinem Bruder um einen folgenreichen Gefallen gebeten wird. Da ist der flämische Arzt Wannes, dessen Sohn unterwegs zu einem Kampfeinsatz in den Nahen Osten ist. Und da ist die italienische Übersetzerin Alba, deren Leben ihr langsam, aber sicher zu entgleiten droht.

Verbunden sind diese Menschen durch die Bewegungen einer Kamera, die immer öfter selbst zum Protagonisten wird. Ihre Suchbewegungen ertasten die Risse und Brüche der Stadt, ihre Häuser und ihre BewohnerInnen. Manchmal umkreisen die Bilder das Geschehen, dann wieder ist es konzentrierter Stillstand, durch den der Film seine Geister einzufangen sucht.

Quelle: Berlinale