Berlinale

Genezis

Interview mit dem Regisseur Árpad Bogdan zu seinem Film "Genezis" (Panorama).

Regisseur Árpad Bogdan
Regisseur Árpad Bogdan | © snapshot/Seeliger

Betrunkene Rassisten überfallen nachts eine Roma-Siedlung, werfen Brandsätze, schießen auf fliehende Familien. Dabei wird die Mutter des neunjährigen Ricsi getötet. Weil sein Vater wegen einer Bagatelle für zwei Jahre im Gefängnis sitzt, kommt der völlig verstörte Junge zu den Großeltern. Die harmonische Welt seiner Kindheit ist zerstört und er sucht verzweifelt nach Halt in der neuen Situation. Die Gymnasiastin und leidenschaftliche Bogenschützin Virág ahnt, dass ihr Freund Misi in die Attacke auf das Roma-Dorf verwickelt sein könnte. Als ihre Ahnung zur Gewissheit wird, gerät sie in einen tiefen Gefühlskonflikt und trifft eine folgenreiche Entscheidung. Die erfolgsverwöhnte Anwältin Hanna wird als Misis Verteidigerin bestellt. Moralische Fragen und ihre eigene Vergangenheit zwingen sie, Weichen für die Zukunft zu stellen. Hintergrund der drei miteinander verbundenen, bildgewaltig erzählten Geschichten sind Angriffe ungarischer Neonazis auf Roma-Dörfer in den Jahren 2008 und 2009, bei denen sechs Menschen getötet wurden.
(Quelle: Berlinale)

Regisseur Árpad Bogdan
snapshot/Seeliger
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