Berlinale | Panorama

Eynayim Sheli

Seit 16 Jahren ist Rashi im Polizeidienst. Ein Verfechter von Gesetz und Ordnung, strikt und unerbittlich. Das bekommen auch ein paar Jugendliche zu spüren, die nachmittags im Park mit Drogen zu dealen scheinen. Zwei von ihnen müssen sich auf Rashis Befehl hin aller Kleidungsstücke entledigen. Einen Tag später stellt sich heraus, dass der Vater eines der Jungen ein hoher Beamter beim Secret Service ist. 

Yaron Shani © snapshot/Seeliger
Yaron Shani | © snapshot/Seeliger

Rashi wird der sexuellen Belästigung beschuldigt und vom Dienst suspendiert. Seine Welt gerät ins Wanken, und nicht nur die eigene Zukunft, sondern auch die seiner kleinen Familie wird infrage gestellt. Mit seiner Lebensgefährtin Avigail wünscht sich Rashi schon lange ein gemeinsames Kind. Avigails 13-jährige Tochter Yasmin macht die Situation nicht leichter. Sie steckt mitten in der Pubertät, träumt von einer Karriere als Model und versucht stets, stur ihren Willen durchzusetzen. Rashis Krise spitzt sich immer mehr zu.
Mit Laiendarstellern inszeniert Yaron Shani das Psychogramm eines nach außen hin starken Mannes, dessen fragwürdiger Idealismus in die Katastrophe führt. Ein Drama um Liebe und Machtanspruch mit intensiven Dialogen von großer Authentizität.
Quelle: Berlinale

Knut Elstermann sprach im Berlinale Nighttalk mit Regisseur Yaron Shani über den Film.

Yaron Shani © snapshot/Seeliger
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Eynayim Sheli | Chained © Berlinale
Eynayim Sheli | Chained | © Berlinale