Berlinale | Perspektive Deutsches Kino

Die Einzelteile der Liebe

Sophie und Georg lernen sich kennen und lieben, kurz nachdem Sophie hochschwanger von ihrem Freund sitzengelassen wurde. Georg wird für den neu geborenen Jakob wie selbstverständlich zum Vater.

Miriam Bliese und Ole Lagerpusch © snapshot/Seeliger
snapshot/Seeliger

Die zusammengesetzte Familie hat mit den üblichen Problemen moderner Eltern zu kämpfen: Wer darf arbeiten, wer kümmert sich ums Kind? Wie viel Freiheit ist noch erlaubt, wie viel Selbstaufgabe muss sein? Und wo bleibt bei alledem die Leidenschaft? Ein paar Jahre später sind Georg und Sophie getrennt. Jakob ist sechs Jahre alt, die Eltern kämpfen verbissen um das Sorgerecht. Ausgerechnet Sophies neuer Partner fängt an, zwischen den Fronten zu vermitteln. In einzelnen Szenen, die alle vor derselben Haustür in Berlin spielen, lässt der Film auf elliptische Weise das Porträt einer Familie entstehen, für die Patchwork Alltag ist. Die Beteiligten verhandeln ihre Sorgen und Sehnsüchte vor Hauswänden, zwischen Pfeilern und auf Parkplätzen. Zuhause ist hier kein sicherer Hafen, sondern ein Durchgangsort, an dem es zieht. Ein lakonischer Blick auf die ganz alltäglichen Unzumutbarkeiten der Liebe.
Quelle: Berlinale

Knut Elstermann sprach im Berlinale Nighttalk mit Regisseurin Miriam Bliese und mit Schauspieler Ole Lagerpusch über den Film.

Die Einzelteile der Liebe © Markus Koob / dffb
Die Einzelteile der Liebe | © Markus Koob/dffb