Berlinale

Agá

Interview mit Regisseur Milko Lazarov mit den Darstellern Mikhail Aprosimov und Feodosia Ivanova.

Milko Lazarov (m.) mit Mikhail Aprosimov (r.) und Feodosia Ivanova (l.) © snapshot-photography/Seeliger
Milko Lazarov (m.) mit Mikhail Aprosimov (r.) und Feodosia Ivanova (l.) | © snapshot/Seeliger

Zum Film: Irgendwo in den Eiswüsten des Nordens leben der Rentierjäger Nanook und seine Frau Sedna. Ihr Alltag ist mühselig, aber über ihre Lippen kommt keine Klage. Stattdessen erzählen sie sich immer wieder die alten Legenden. Und ihre Träume. Von imaginären Begegnungen mit Tieren und Menschen, Lebenden und Toten. Alles hat seine Bedeutung, alles hat seinen Sinn. Sedna ist krank, schwer krank. Mit einer selbst hergestellten Salbe behandelt sie die Stelle an ihrem Bauch, die ihr so viel Schmerzen bereitet. Sie weiß, dass sie sterben wird, und würde so gern über Ága reden, die Tochter, die schon vor Jahren ihr Elternhaus verließ, um weit weg in einer Diamantenmine zu arbeiten. Doch Nanook will davon nichts wissen. Über alles kann er sich mit seiner Frau unterhalten, über Geister und Götter, aber nicht über das eigene Kind. Was wird aus dem Alten werden, wenn sich Sedna auf den Weg in die Ewigkeit macht? Ein besonderer Liebesfilm vor der eindrucksvollen Kulisse des ewigen Eises und zugleich eine Studie über Sprachlosigkeit und seelische Verhärtungen, die erst im Angesicht des Todes gelöst werden können.
Quelle: Berlinale

Milko Lazarov (m.) mit Mikhail Aprosimov (r.) und Feodosia Ivanova (l.) © snapshot-photography/Seeliger
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