Berlinale | Wettbewerb

A Tale Of Three Sisters

Originaltitel: Kız Kardeşler

In eindringlichen Bildern erzählt Emin Alper, der selbst in den anatolischen Bergen aufgewachsen ist, ein Märchen. Er thematisiert eine Gesellschaft, in der weder Frauen noch Männer eine Chance haben, den vorbestimmten Kreislauf zu durchbrechen, und lässt dennoch Raum für Hoffnung.

Die Schauspielerinnen Cemre Ebüzziya, Ece Yüksel und Helin Kandemir beim Berlinale Nighttalk
snapshot-photography/T.Seeliger

Die drei Schwestern Reyhan (20), Nurhan (16) und Havva (13) leben mit ihrem Vater in einem abgelegenen Dorf in Zentralanatolien. Eine nach der anderen wurde als Dienstmagd in die Stadt geschickt, doch alle kehren wieder zurück, zuletzt Nurhan. Sie hat den Sohn des Arztes der Region geschlagen, weil er jede Nacht sein Bett nässt.

Reyhan war bei ihrer Rückkehr schwanger und wurde vom Vater eilig mit dem Schafhirten Veysel verheiratet. Dieser begehrt in volltrunkenem Zustand gegen die Dorfältesten auf, was dramatische Folgen hat.

Auch wenn sich für keine der jungen Frauen der Traum von einer besseren Zukunft erfüllt und sie untereinander immer wieder in Streit geraten, halten sie doch unverbrüchlich zusammen. Während sie darauf warten, dass die verschneiten Straßen wieder passierbar werden, vertreiben sich Vater und Töchter die Zeit mit Geschichten.

Im Berlinale Nighttalk begrüßt Knut Elstermann den Regisseur Emin Alper mit seinen drei Hauptdarstellerinnen Cemre Ebüzziya (Reyhan), Ece Yüksel (Nurhan) und Helin Kandemir (Havva) und spricht mit ihnen über den Film "A Tale of Three Sisters".

Kız Kardeşler | A Tale of Three Sisters © Liman Film, Komplizen Film, Circe Films, Horsefly Productions
Kız Kardeşler | A Tale of Three Sisters | © Liman Film

Quelle: Berlinale