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Holger Klein

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18:20

Harald Martenstein über

Das Aussterben bedrohter Arten

Der Kult-Kolumnist Harald Martenstein macht sich in seiner Kolumne Gedanken um Nebensachen und Alltäglichkeiten...

Der beste Einstieg in eine Kolumne, den Harald Martenstein je gelesen hat, stammt von Will Cuppy und geht so: "Die beiden letzten Riesenalke wurden am 4. Juni 1844 auf der Insel Eldey vor der Küste von Island getötet. Die letzte Wandertaube, ein altes Weibchen namens Martha, starb am 1. September 1914 friedlich im Zoo von Cincinnati. Ich selbst bin am 23. August 1934 ausgestorben." Das macht zweifellos neugierig.

Harald Martenstein
dpa

Will Cuppy lebte in einer Hütte als Einsiedler, bis seine einsame Insel zum Naturschutzgebiet erklärt und durch eine vierspurige Schnellstraße für die immer zahlreicheren Naturfreunde erschlossen wurde. Er floh in das seiner Ansicht nach ruhigere New York. Dort wurde er Kolumnist des New Yorker. 1949 nahm er eine Überdosis Schlaftabletten.

Wie stirbt man aus? Das Ende der letzten Riesenalke ist eine denkwürdige Geschichte. Weil befürchtet wurde, sie könnten bald ausgerottet sein, beschloss ein Ornithologe, zur Sicherheit wenigstens ein paar dieser flugunfähigen, übertrieben zutraulichen Vögel ausstopfen zu lassen, für die Museen. Es waren leider die beiden letzten. Was das Ende der Menschheit betrifft, tendiere ich zu dem optimistischen Zukunftsmodell des Historikers Yuval Noah Harari. Er glaubt, dass wir in ein paar Jahrzehnten als Weltherrscher von der künstlichen Intelligenz überflügelt werden, die uns geistig etwa so überlegen ist wie einst der Mensch dem Riesenalk. Harari vermutet, dass sie uns nicht ausstopfen, sondern als Spielzeug verwenden, immerhin. [mehr]

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