Mi03.10.
12:00 - 15:00

Radioday

Babylon Berlin

mit Steen Lorenzen

Eine faszinierende Zeitreise zurück in das Berlin der Goldenen Zwanziger!

Radioday "Babylon"

Unser Radioday fängt das Spezifische der „roaring twenties“ ein, das Lebensgefühl zwischen Aufstieg und Niedergang. Es geht um die Faszination, die bis heute von der Epoche ausgeht, aber auch um die dunklen Schatten, die am Ende der 1920er Jahre immer stärker den Horizont der Weimarer Republik verdunkeln.

In Interviews, Reportagen und Programmaktionen spüren wir dieser bedeutenden, schillernden und zugleich krisengebeutelten Zeit in Berlin nach.

Es moderieren Nancy Fischer, Katja Weber und Steen Lorenzen. Zum Abschluss unseres Radiodays „Babylon Berlin“ ist Tom Tykwer, einer der drei Regisseure von „Babylon Berlin“, exklusiv bei Knut Elstermann zu Gast.

14:10

Radioday "Babylon Berlin"

Das Moka Efti Orchestra - die Band hinter "Babylon Berlin"

Beide sind keine Unbekannten im Musikgeschäft, doch der Auftrag, für Babylon Berlin – der ambitioniertesten Fernsehserie der deutschen Filmgeschichte – alle Musiken im Bild zu betreuen, bedeutete für Nikko Weidemann und Mario Kamien Neuland.

Moka Efti Orchestra © Steven Haberland
Steven Haberland

Nikko Weidemann und Mario Kamien bekamen das Vertrauen der Regisseure Tom Tykwer, Henk Handloetgen und Achim von Borries, vom Blues und Klavier-Ragtime über Chansons bis zur opulenten Big Band Charleston- Nummer alle Arten von Stücken zu komponieren. Besonders im Titelsong "Zu Asche, Zu Staub" sollte es eher um ein lebendiges, auf heute übertragbares Gefühl gehen als um historische Genauigkeit.

1929 ist die Welt eine andere. Die Musik spielt live, im Ballhaus, im Café, in der Eckkneipe. Sie kommt nicht als Tonkonserve aus Lautsprechern, sondern wird von Menschen gespielt. Weidemann, seit den 80ern verwurzelt in der interntionalen musikalischen Subkultur, bekommt den Auftrag, nicht nur die Musik zu produzieren sondern auch Musiker sowohl für den Filmdreh als auch für die Soundtrack-Aufnahmen zu casten. Zusammen mit dem Saxophonisten und Arrangeur Sebastian Borkowski stellte er das Moka Efti Orchestra zusammen. Ein 14köpfiges Ensemble aus internationalen Musikern der überaus lebendigen Berliner Jazzszene. Benannt ist das Orchester nach einem der grossen Unterhaltungspaläste des Berlins der 1920er Jahre.

Über Moka Efti, der Band hinter "Babylon Berlin", spricht Steen Lorenzen mit Nikko Weidemann und Mario Kamien.
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Moka Efti Orchestra © Steven Haberland
Steven Haberland
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13:10

Radioday "Babylon Berlin"

"Es wird Nacht im Berlin der Wilden Zwanziger" von Robert Nippoldt und Boris Pofalla

Das Berlin der 1920er, die feiernde, rasante Metropole voll exzessiver Lebenslust, während im Hintergrund schon die Gewitterwolken von Weltwirtschaftskrise und Naziherrschaft aufziehen, ist einer der großen Mythen des 20. Jahrhunderts. Illustrator Robert Nippoldt hat den Geist dieser Jahre gemeinsam mit Autor Boris Pofalla in einem atmosphärisch dichten Stadtporträt eingefangen. Eine Musik-CD mit 26 raren Originalaufnahmen macht das Buch zu einem Gesamtkunstwerk.

Steen Lorenzen zusammen mit dem Illustrator Robert Nippoldt (r.) im Studio © radioeins
radioeins

Das Berlin der Goldenen 1920er ist eine Erfolgsstory, die das 20. Jahrhundert seinen Kindern und jetzt auch Kindeskindern immer wieder gerne erzählt: so viel Rasanz, Theatralik, Drama, Lichter der Großstadt, Verkehrschaos, Leben, das laut auf sich aufmerksam macht, will es nicht in Hinterhöfen und Mietskasernen verkümmern, Cabaret, Theater, Funk, Film, Reklame, Bubikopf und Monokel, queere Kieze, Charleston und der „Onkel Bumba aus Kalumba“; alles rennt, rast und schwoft, jeden Tag breaking news, Sensationen und Spektakel. An dieser Geschichte, deren Strahlkraft heller leuchtet als fünf Millionen Osram-Birnen (Werk Berlin-Friedrichshain), haben viele mitgestrickt, Kunstschaffende, City Girls, Gigolos, Bohemiens, Intellektuelle, Koksbarone, Ringvereine und Politgangster, Wissenschaftler, Sportskanonen und Spekulanten, Dr. Mabuse, Mackie Messer, Maria, der schöne Maschinenmensch und eine endlose Parade von tanzwütigen Nachtschwärmern.

Nach den Bestsellern Hollywood in the 30s und Jazz: New York in the Roaring Twenties hat sich Illustrator Robert Nippoldt diesmal mit dem Schriftsteller Boris Pofalla zusammengetan, um den Geist dieses Jahrzehnts in einem atmosphärisch dichten Album einzufangen.

Steen Lorenzen sprach über sein Buch "Es wird Nacht im Berlin der Wilden Zwanziger" mit Robert Nippoldt.   [mehr]

12:10

Radioday "Babylon Berlin"

Achim von Borries - einer der drei Regisseure von Babylon Berlin

Auch in Bezug auf Drehbuch und Regie ist Babylon Berlin ein einmaliges Projekt. Die Serie ist das Gemeinschaftswerk der drei Regisseure Tom Tykwer, Henk Handloegten und Achim von Borries.

Babylon Berlin: Die Regisseure Achim von Borries, Henk Handloegten und Tom Tykwer (v.l.n.r.) © ARD/Ralf Succo
ARD/Ralf Succo

Achim von Borries wurde 2004 mit dem Kinofilm „Was nützt die Liebe in Gedanken“ bekannt. Außerdem stammt das Anti-Kriegsdrama „4 Tage im Mai“ von ihm und er schrieb das Drehbuch für die Romanverfilmung von Hans Falladas „Jeder stirbt für sich allein“. Für „Babylon Berlin“ arbeitet Achim von Borries nun also im Trio.

Mehr über diese besondere Zusammenarbeit hat Steen Lorenzen im Gespräch mit Achim von Borries erfahren.

Babylon Berlin: Die Regisseure Achim von Borries, Henk Handloegten und Tom Tykwer (v.l.n.r.) © ARD/Ralf Succo
ARD/Ralf Succo
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Radioday

Babylon Berlin

Radioday "Babylon"
radioeins/Warnow

Anlässlich der Ausstrahlung der vielfach ausgezeichneten TV-Serie „Babylon Berlin“ im Ersten reiste auch radioeins am 3. Oktober zurück in die Goldenen Zwanziger! Einen ganzen Tag lang, von 9.00 ... [mehr]