Mi02.05.
13:00 - 16:00

mo-do, 13:00 - 16:00

radioeins

mit Christiane Falk

Christiane Falk

Neue Songs und große Alben, junge Götter und alte Helden – radioeins atmet Musik und Sie atmen mit. Täglich gibt es eine neue Story über das Album der Woche. Dienstags gibt es "Strom und Drang" und am Mittwoch sind wir "Back in Black" mit dem Vinyl der Woche. Und damit, dass hier alle wichtigen Musiker zu Wort kommen, die in, über oder nicht weit entfernt von Berlin und Brandenburg unterwegs sind, müssen wir ja wohl nicht großartig angeben, oder?

15:10
Rubrik telefonverlosung

Album der Woche

Dirty Computer von Janelle Monáe

Dirty Computer von Janelle Monae
Atlantic

Fünf Jahre brauchte Janelle Monáe für den Nachfolger zu "The Electric Lady". In der Zwischenzeit verstarb ihr Mentor Prince, was bei ihr tiefe Spuren hinterlassen hat. "Make Me feel", die erste Single des Albums entstand noch zu dessen Lebzeiten und hat diesen unwiderstehlichen, typischen Funkgroove, das Markenzeichen von Prince. Zu Beginn ihrer Karriere inszenierte sich Janelle Monáe als eine Figur aus Fritz Langs Klassiker "Metropolis" und sie schien wirklich aus einer anderen Welt zu kommen. Jetzt ist sie im Hier und Jetzt angekommen.
 
Janelle Monáe ist eine starke, selbstbewusste Künstlerin und behält immer die Kontrolle über ihre Karriere. Ob als Schauspielerin oder Sängerin, Janelle Monáe bezieht Stellung gegen das Patriarchat, gegen Rassismus und Ungerechtigkeit. Ihr neues Album ist musikalisch ein Spiegelbild der aktuellen Trends in der schwarzen Musik. Funk, Hip Hop, modern R&B, super produziert und mit Hitpotential. Klar dürfen hochkarätige Gäste nicht fehlen, mit im Boot sind Grimes, Pharrell Williams und die Beach Boys Legende Brian Wilson! 
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14:40

Back in Black

Their Satanic Majesties Request von The Rolling Stones

Das Vinyl der Woche

Die CD ist längst vom Aussterben bedroht und das MP3 viel zu virtuell. Darum feiert radioeins das schwarze Gold – zusammen mit den Berliner Plattendealern unseres Vertrauens. Jede Woche stellen sie uns ein Album vor, das nur auf Vinyl so klingt, wie es klingen soll. Die Schallplatte lebt - immer mittwochs um 13:40 live auf radioeins.

Their Satanic Majesties Request von The Rolling Stones
Decca

Es handelt sich hierbei um eine zum RSD 2018 in limitierter Auflage aufgelegte Nachpressung des Albums mit dem original „Wackelbild“-Cover und auf transparent-grünem „heavyweight“-Vinyl. Neben der Originalpressung werden auch alle bisher erschienenen „Wiederauflagen“ hoch gehandelt.
 
Das 3D-Cover mit einer Aufnahme des britischen Fotografen Michael Cooper, der bereits das „Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band“-Cover fotografiert hatte, wurde unter Verwendung eines Lentikulardrucks zur Erzeugung eines Linsenrasterbilds, das zwei Bilder enthält und dadurch eine Tiefenwirkung hervorruft, hergestellt.
Das Cover konnte nur in einem New Yorker Studio produziert werden, für die deutsche Erstveröffentlichung im Januar 1968 wurden das Vinyl in Deutschland gepresst, das 3D-Cover aber aus England importiert.
 
Später gab es das Cover nur mit einem einfachen Foto. Bereits in den 80ern wurde das Album als limitierte Edition mit dem Lentikular-Cover wiederveröffentlicht. Die Original-Master-Materialien wurden dann angeblich zerstört, so dass das Cover nie wieder hätte reproduziert werden können. Nun gibt es aber doch wieder eine Reproduktion.
 
Das sechste in Großbritannien und das achte in den USA veröffentlichte Studioalbum der Rolling Stones wurde am 8. Dezember 1967 in England und einen Tag später in den USA veröffentlicht. Die Aufnahmen für das Album wurden immer wieder unterbrochen - Gerichtsverhandlungen wegen unerlaubten Drogenbesitzes und sogar kurzzeitige Gefängnisaufenthalten waren an der Tagesordnung.
 
 Weil Produzent Andrew Loog Oldham während der Aufnahmen im Streit ging, ist es das erste von den Rolling Stones selbst produzierte Album. Es erreichte Platz 3 der englischen Charts, Platz 2 in den USA sowie Platz 4 in Deutschland. Es gilt als die Antwort auf das psychedelische Konzept-Album „Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band“ der Beatles. Ein vergleichbares, psychedelisches Werk haben die Stones nie mehr veröffentlicht.
 
 „Her Britannic Majesty’s Secretary of State Requests and requires…“ – diese Formel im britischen Pass war die Inspiration zum Titel der Platte.
 
Stephan Schulz

Their Satanic Majesties Request von The Rolling Stones
Decca
14:10

Strom und Drang

Music and Sovereignity

von Dennis Kastrup

Wir berichten heute den ganzen Tag von der re:publica, bei der sich nun schon alles um die digitale Gesellschaft dreht. Musik gehört natürlich auch dazu. Und da darf unser Spezialist in Sachen Zukunftsmusik nicht fehlen - Dennis Kastrup.

re:publica 2018
re:publica

„Music and Sovereignity“ lautet das Stichwort unter dem in den kommenden Tagen diskutiert wird.
 
Gespräch mit Dennis Kastrup. [mehr]

13:38

Zivilcourage

Chelsea Manning auf der re:publica

Die Whistleblowerin Chelsea Manning hat auf der re:ublica zum ersten Mal in Deutschland über Zivilcourage und ihre Erfahrungen gesprochen. Manning war 2009 als US-Soldat im Irak stationiert worden und hatte Wikileaks später fast 500.000 geheime Dokumente aus den Kriegen im Irak und Afghanistan zugespielt.

Chelsea Manning auf der re:publica 2018 in Berlin © dpa/AP Photo/Markus Schreiber
dpa

Unser Kollege Holger Klein war bei ihrer Rede dabei und berichtet von seinen Eindrücken.