Mo10.06.
16:00 - 19:00

Pfingstmontag

radioeins Radioday for Future

mit Gesa Ufer

radioeins widmet den Pfingstmontag der Generation, die gerade im Zuge der Fridays for Future Demonstrationen für eine Wende in der Klimapolitik demonstriert. Unter dem Titel „Seid Ihr noch zu retten – eine Generation kämpft für ihre Zukunft“ sendet radioeins den Radioday „for future“.

Vertrocknetes Maisfeld in der Uckermark © imago images/Gerhard Leber

Ist die Dürre in Brandenburg eine Wetterlaune oder bereits die Klimakrise vor der Haustür? radioeins spricht mit der Kieler Physikerin Friederike Otto über Klimamodelle und die 1,5 Grad Celsius Marke. Brandenburger Aktivisten von Fridays For Future diskutieren mit Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach über den Kohlausstieg und mit dem Mobilitätsforscher Weert Canzler über die Möglichkeit einer Verkehrswende. Der Co-Autor des Biodiversitätsreports und Polarforscher Julian Gutt ist mit uns im Gespräch, außerdem zu Gast sind Vertreter der Bewegung „Extinction Rebellion“, die mit Mitteln des zivilen Ungehorsams gegen das Massenaussterben der Pflanzen- und Tierarten protestieren.

18:10

radioeins Radioday for Future

Aktivisten diskutieren mit Brandenburgs Wirtschaftsminister Steinbach über den Kohlausstieg

Ende Januar hat die Kohlekommission mit ihrem Abschlussbericht einen Fahrplan für den Kohleausstieg bis zum Jahr 2038 vorgelegt. Der muss nun gesetzgeberisch umgesetzt werden. Die Schülerinnen und Schüler von "Fridays for Future" verlangen schon bis 2030 alle Kohlekraftwerke abzuschalten.

Mächtige Wasserdampfschwaden steigen aus den Kühltürmen des Braunkohlekraftwerks in Jänschwalde auf © dpa/Patrick Pleul
dpa/Patrick Pleul

Am radioeins Radioday for Future haben wir uns den ganzen Tag mit den Protesten für besseren Klimaschutz beschäftigt. Jugendliche auf der ganzen Welt gehen plötzlich auf die Straße, nachdem es die schwedische Schüler Greta Thunberg im vergangenen August vor dem Regierungsgebäude in Stockholm vorgemacht hat.

So hat die "Fridays for Future"-Bewegung in Deutschland einen Katalog mit konkreten Zielen veröffentlicht. Die Schülerinnen und Schüler verlangen unter anderem einen schnelleren Kohleausstieg schon bis zum Jahr 2030. Die Kohlekommission hatte sich auf 2038 geeinigt. Außerdem fordern die Aktivisten eine sofortige CO2-Steuer auf Treibhausgas-Emissionen. Ab 2035 müsse der Strom vollständig aus erneuerbaren Energien erzeugt werden. 

In einer ersten Reaktion äußerte sich ein Sprecher des Umweltministeriums skeptisch. Mit dem Kohleausstieg im Jahr 2038 sei ein tragfähiger, gesellschaftlicher Konsens erreicht worden.

Über den Kohleausstieg diskutierten die beiden Brandenburger Fridays for Future-Aktivisten Moritz Mosch und Simon Jüngling, die Gesa Ufer im Studio begrüßte, mit Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach. [mehr]

Mächtige Wasserdampfschwaden steigen aus den Kühltürmen des Braunkohlekraftwerks in Jänschwalde auf © dpa/Patrick Pleul
dpa/Patrick Pleul
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17:10

radioeins Radioday for Future

Wie die Mobilitätswende aussehen könnte

Der Klimawandel schreitet in Sieben Meilen voran. Ihn zu stoppen, und dabei gleichzeitig dafür zu sorgen, dass unsere Mobilität nicht darunter leidet, das ist eine der großen Herausforderungen unserer Zeit.

Fridays for Future-Aktivist Vincent Bartolain, der Mobilitätsforscher Weert Canzler und Karsten Schulze, Vorstand für Technik im ADAC Berlin-Brandenburg, im Studio © radioeins
radioeins

Über den Klimawandel haben wir heute schon ausführlich gesprochen. Mit 163 Millionen Tonnen CO2-Ausstoß pro Jahr gehört der Verkehr zu den großen Klimasündern in Deutschland. Er sorgt maßgeblich dafür, dass Deutschland seine Vorgaben aus dem Klima-Abkommen von Paris dicke verfehlt. Die Lösung: Im Verkehr müssten die Emissionen bis 2030 um gut 40 Prozent gemindert werden.

Das Stichwort heißt Mobilitätswende und wie die aussehen soll, darüber hat Gesa Ufer mit drei Gästen diskutiert und auch ordentlich gestritten - mit Vincent Bartolain, Klimaaktivist von Fridays for Future, dem renommierten Mobilitätsforscher Weert Canzler sowie mit Karsten Schulze, Vorstand für Technik im ADAC Berlin-Brandenburg und Mitglied im Präsidium des ADAC.

16:38

radioeins Radioday for Future

Extincition Rebellion: Streik allein reicht nicht

Die Friday for Future Bewegung ist jung - diese Bewegung ist noch viel jünger und auf den ersten Blick auch noch weit radikaler.

Umweltschutzaktivisten protestieren mit einem Die-In unter dem Motto Volkswagen tötet gegen Klimazerstörung und Luftverschmutzung durch Autoabgase © imago images/Christian Mang
imago images/Christian Mang

Extinction Rebellion, nennt sich die Gruppe, die sich im letzten Herbst in London gegründet hat. Frei übersetzt: Rebellion gegen das Aussterben. In Lichtgeschwindigkeit haben sich an vielen anderen Orten Ableger gebildet - und zur Berliner Gruppe gehört Friederike Schmitz.

Gesa Ufer begrüßte sie im Studio und sprach mit ihr über die Bewegung.

Umweltschutzaktivisten protestieren mit einem Die-In unter dem Motto Volkswagen tötet gegen Klimazerstörung und Luftverschmutzung durch Autoabgase © imago images/Christian Mang
imago images/Christian Mang
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16:20

radioeins Radioday for Future

Bedrückender Weltbericht zum Zustand der Artenvielfalt

Wissenschaftler halten Umsteuern noch für möglich

Insektensterben, das Abholzen der Regenwälder, Plastikmüll in den Weltmeeren: Der Mensch hat die Ökosysteme der Erde nachhaltig verändert. Unser Planet erlebt ein Artensterben von erschreckendem Ausmaß. Doch noch ist Zeit zur Umkehr.

Demonstration gegen die Klimakrise © imago images/Michael Schick
imago images/Michael Schick

Nach dem bedrückenden Weltbericht zum Zustand der Artenvielfalt halten Autoren eine Kehrtwende noch immer für möglich. "Die Trends sind beunruhigend, aber Nachhaltigkeitsziele lassen sich mit Umsteuern erreichen", sagte Mitautor und Landschaftsökologe Ralf Seppelt vom Leipziger Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung, am Dienstag in Berlin. Dafür müsse allerdings ein generelles Umdenken von der Politik über Unternehmen bis hin zu jedem Einzelnen einsetzen.

Nach dem Weltbericht sind bis zu eine Million von geschätzt acht Millionen Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht. "Es geht um eine großflächige Umstrukturierung, auch von Werten", sagte Seppelt. Die Frage sei, was die Vision eines guten Lebens ist. "Positiv, nicht apokalyptisch", betonte der Wissenschaftler. Für ihn gehörten dazu zum Beispiel der Abbau von Subventionen bei nicht nachhaltigem Wirtschaften, mehr Zusammenarbeit der Bundesministerien bei Umweltthemen und ein Ende des Lagerdenkens. Naturschutz müsse auch in genutzten Landschaften stattfinden. Flächenverlust sei eines der großen Probleme - angefangen bei Insekten. Sie machen 5,5 Millionen der geschätzt 8 Millionen Arten aus.

Gesa Ufer sprach darüber mit dem Meeresökologen Prof. Dr. Julian Gutt vom Helmholz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung am Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven. Er ist Mitautor des Weltbiodiversitätsreports. [mehr]

Demonstration gegen die Klimakrise © imago images/Michael Schick
imago images/Michael Schick
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16:08

radioeins Radioday for Future

Wütendes Wetter: Auf der Suche nach den Schuldigen für Hitzewellen, Hochwasser und Stürme

..von Friederike Otto

Hitze, wie wir sie aus fernen Urlaubsregionen kannten, sintflutartiger Starkregen, verheerende Stürme: Ist das schon Klimawandel – oder immer noch „nur“ Wetter?

Wütendes Wetter von Friederike Otto © ullstein
ullstein

Die Physikerin Friederike Otto hat die Attribution Science mitentwickelt. Mittels dieser revolutionären Methode kann sie genau berechnen, wann der Klimawandel im Spiel ist. War eine Katastrophe wie Harvey menschengemacht? Ist eine Dürreperiode Folge der globalen Erwärmung oder nur ein heißer Sommer, wie es ihn schon immer gab?

Die Zahlen belegen: Eine Hitzewelle wie in Deutschland 2018 ist durch den Klimawandel mindestens doppelt so wahrscheinlich geworden wie früher. Man kann konkrete Verursacher für Wetterphänomene haftbar machen ‒ Unternehmen, ja ganze Länder können jetzt vor Gericht gebracht werden. Und es wird verhindert, dass der Klimawandel weiter als Argument missbraucht wird: Politiker können sich nicht mehr auf ihn berufen, um Missmanagement und eigenes Versagen zu vertuschen. Dieses Buch bringt Klarheit in eine erhitzte Debatte.

Über ihr Buch "Wütendes Wetter" sprach Gesa Ufer mit der Autorin Friederike Otto. [mehr]

Radioday

radioeins for Future

Radioday radioeins for Future © imago images/Christian Mang
imago images/Christian Mang

Unter dem Titel "Seid Ihr noch zu retten – eine Generation kämpft für ihre Zukunft" hat radioeins am Pfingstmontag von 9-21 Uhr den Radioday „for future“ gesendet. [mehr]