Mo27.01.
20:00 - 21:00

2 um acht

radioeins- und Freitag-Salon

mit Jakob Augstein

Kunst, Kolonialismus und antikoloniales Erbe. Jakob Augstein diskutiert mit dem Kunsthistoriker Horst Bredekamp über blinde Flecken unserer Gedächtnispolitik...

Horst Bredekamp © imago images / Gerhard Leber

Die Diskussion über den Umgang mit Kunst aus kolonialen Kontexten schwelt seit Jahrzehnten. In postkolonialen Diskursen und Debatten um das Ob und Wie der Restitution, der Rückgabe von Kunstobjekten in die ehemaligen Kolonialgebiete, vermisst der Kunsthistoriker Horst Bredekamp bei aller Notwendigkeit einer Aufarbeitung der kolonialen Vergangenheit eine genaue Betrachtung dezidiert antikolonialer, liberaler Ansätze im ethnologischen Zugang zu den Kulturen, wie sie im 19. Jahrhundert von Wissenschaftlern wie Aby Warbung oder Franz Boas praktiziert wurden.

Dabei geht es Bredekamp nicht nur um eine Anreicherung unseres kulturellen Gedächtnisses, sondern auch um den Beitrag, den dieser universalistische Anspruch für heutiges Sammeln und den Umgang mit bestehenden Sammlungen leisten kann - eine Debatte, die auch rund um eines der größten Museumsprojekte der letzten Jahre, das Berliner Humboldt Forum, geführt wird.

Über diese Fragen und die Konsequenzen für eine angemessene Erinnerungskultur spricht Jakob Augstein mit Horst Bredekamp im radioeins- und Freitag-Salon.

Horst Bredekamp © imago images / Gerhard Leber
imago images / Gerhard Leber
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Am Montag, den 27. Januar 2020, um 20 Uhr im Grünen Salon der Volksbühne, Rosa-Luxemburg-Platz 2, 10178 Berlin.

Zu hören auch live auf radioeins (95,8 MHz) von 20.00 bis 21.00 Uhr

Der Eintritt kostet 10 Euro, ermäßigt 8 Euro.

Jakob Augstein
Jakob Augstein | © dpa

Im radioeins- und Freitag-Salon setzt sich der Journalist und Verleger Jakob Augstein einmal im Monat mit einem Gast an den Tisch und redet – über das Politische in der Kultur, über die Gesellschaft und ihre Zwänge, über die Mechanismen von Öffentlichkeit und Lüge, und über das Verschwinden der Demokratie im Kapitalismus. radioeins sendet live. Hier verstummt die Erregungsmaschine des Internets. Der radioeins & Freitag Salon ist "unplugged", wie man früher gesagt hätte. Echte Menschen reden über echte Themen und üben sich in Fähigkeiten, die rar zu werden drohen: Zeit nehmen, zuhören, verstehen, lernen. Das – unerreichte – Vorbild dieses aktuellen politischen Diskussionsformats sind die legendären Gespräche des Journalisten Günter Gaus, die im Fernsehen gezeigt wurden, als dieses noch schwarz-weiß war.

Jakob Augstein ist seit 2008 Verleger und Geschäftsführer der Wochenzeitung „der Freitag“. 1967 in Hamburg geboren, studierte er von 1989 bis 1993 Politik an der Freien Universität Berlin und am Institut d'études politiques de Paris. Er war zehn Jahre lang für die Süddeutsche Zeitung als Reporter in Berlin und den neuen Bundesländern unterwegs. Von 2011 bis 2018 schrieb er die Kolumne „Im Zweifel links“ auf „Spiegel online“. Seit 2011 liefert er sich mit Nikolaus Blome, dem ehemaligen stellvertretenden Chefredakteur der Bildzeitung, in der Phoenix-Sendung „Augstein und Blome“ einen wöchentlichen Schlagabtausch zum politischen Thema der Woche.

Eintrittspreis: 
10 Euro, ermäßigt 8 Euro

Veranstaltungsort:
Grüner Salon
Volksbühne, Rosa-Luxemburg-Platz 2
10178 Berlin-Mitte

2 um acht

radioeins- und Freitag-Salon

Jakob Augstein im radioeins- und Freitag-Salon
dpa

Der radioeins- und Freitag-Salon ist ein politisches Diskussionsformat im Grünen Salon der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz - ein Zwiegespräch zwischen Freitag-Verleger Jakob Augstein und ... [mehr]