Mo29.04.
20:00 - 21:00

2 um 8

Der radioeins- und Freitag-Salon

mit Jakob Augstein

Das Erbe der Gewalt: der IS, Syrien und die Kinder des Krieges. Jakob Augstein im Gespräch mit Talal Derki.

Talal Derki © imago/ZUMA Press

Wie wird ein Kind zum Jihadisten? Und wie viel Zeit ist genug, um Menschen und ihre Beweggründe wirklich kennenzulernen?

Wenn es nach dem syrischen Dokumentar-Regisseur Talal Derki geht, dann reichen Tage und Wochen nicht aus. Um zu verstehen, wie und warum sich Kinder in Syrien radikalisieren und dem IS anschließen, filmte Derki, 330 Tage, verteilt auf einen Zeitraum von über zweieinhalb Jahren die Familie von Abu Osama. Der Mitbegründer von „Al-Nusra“, dem syrischen Ableger von Al-Qaida träumt davon ein islamisches Kalifat zu errichten und erzieht seine beiden ältesten Söhne nach den Regeln der Scharia. „Die Perspektive der Kinder offenbart nicht nur den ganzen Wahnsinn des Krieges sondern auch ihre eigene kindliche Art, die Hoffnung nicht zu verlieren“, so Talal Derki.

Mit seinem Oskar-nominierten Dokumentarfilm „Of Fathers and Sons“ gibt er Einblicke in ein vom Krieg verwüstetes Land und seine gespaltene Gesellschaft auf der Suche nach einer besseren Zukunft.

Talal Derki © imago/ZUMA Press
imago/ZUMAPress
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Jakob Augstein diskutiert mit Talal Derki über Syrien, die Psychologie des Krieges und seine Arbeit.

Am Montag, den 29.04.2019 um 20 Uhr im Grünen Salon der Volksbühne, Rosa-Luxemburg-Platz 2, 10178 Berlin.
Der Eintritt kostet 10 Euro, ermäßigt 8 Euro.

Zu hören auch live auf radioeins (95,8 MHz) von 20.00 – 21.00 Uhr. Das Gespräch findet auf Deutsch und Englisch statt.

DEN FILM NOCH NICHT GESEHEN?
Am Abend des Salons wird das Babylon Kino - direkt gegenüber der Volksbühne - den Dokumentar-Film "Of Fathers and Sons" um 17.30 Uhr zeigen. (Dies ist eine separate Veranstaltung).

Jakob Augstein
Jakob Augstein | © dpa

Im radioeins und Freitag Salon setzt sich der Journalist und Verleger Jakob Augstein einmal im Monat mit einem Gast an den Tisch und redet – über das Politische in der Kultur, über die Gesellschaft und ihre Zwänge, über die Mechanismen von Öffentlichkeit und Lüge, und über das Verschwinden der Demokratie im Kapitalismus. radioeins sendet live. Hier verstummt die Erregungsmaschine des Internets. Der radioeins & Freitag Salon ist "unplugged", wie man früher gesagt hätte. Echte Menschen reden über echte Themen und üben sich in Fähigkeiten, die rar zu werden drohen: Zeit nehmen, zuhören, verstehen, lernen. Das – unerreichte – Vorbild dieses aktuellen politischen Diskussionsformats sind die legendären Gespräche des Journalisten Günter Gaus, die im Fernsehen gezeigt wurden, als dieses noch schwarz-weiß war.

Jakob Augstein ist seit 2008 Verleger und Chefredakteur der Wochenzeitung „der Freitag“. 1967 in Hamburg geboren, studierte er von 1989 bis 1993 Politik an der Freien Universität Berlin und am Institut d'études politiques de Paris. Er war zehn Jahre lang für die Süddeutsche Zeitung als Reporter in Berlin und den neuen Bundesländern unterwegs. Von 2011 bis 2018 schrieb er die Kolumne „Im Zweifel links“ auf „Spiegel online“ und liefert sich mit dem stellvertretenden Chefredakteur der Bildzeitung, Nikolaus Blome, in der Phoenix-Sendung „Augstein und Blome“ einen wöchentlichen Schlagabtausch zum politischen Thema der Woche.

Eintrittspreis: 10 Euro, ermäßigt 8 Euro

Veranstaltungsort:
Grüner Salon
Volksbühne, Rosa-Luxemburg-Platz 2
10178 Berlin-Mitte

2 um acht

radioeins- und Freitag-Salon

Jakob Augstein im radioeins- und Freitag-Salon
dpa

Der radioeins- und Freitag-Salon ist ein politisches Diskussionsformat im Maxim Gorki Theater Berlin - ein Zwiegespräch zwischen "Freitag"-Verleger Jakob Augstein und seinem Gast. ... [mehr]