Sa24.02.
21:00 - 23:00

Berlinale Radio

Der Berlinale Nighttalk

mit Knut Elstermann

Der Berlinale Nighttalk live aus der radioeins xXLounge im CinemaxX am Potsdamer Platz - Die Abschluss-Sendung mit vielen BärengewinnerInnen.

Goldener Bär für den Besten Film: Touch Me Not von Adina Pintilie

Knut Elstermann begrüßt ab dem 16. Februar im "Berlinale Nighttalk" von 22.00 Uhr bis Mitternacht prominente Gäste live in der "radioeinsxXLounge" in der 1. Etage des CinemaxX am Potsdamer Platz. Auch prominente Gastkritiker werden dort wieder erwartet, darunter Milan Peschel, Horst Evers, Balbina, Wanja Mues und Samuel Finzi. Der Eintritt ist frei, Filmfans sind herzlich willkommen.

radioeins überträgt die Sendung live im Radio. Die Abschluss-Sendung mit den BärengewinnerInnen am 24.02. wird von 21.00 Uhr bis 23.00 Uhr auch live per Videostream im Internet übertragen.

22:35

Berlinale

Goldener Bär für den Besten Film

Mit dem Goldenen Bären als besten Film ehrt die Jury "Touch me not" von Adina Pintilie. Der Film wurde auf der Berlinale kontrovers diskutiert. Der rumänische Experimentalfilm widmet sich dem Sexualleben verschiedender Paare.

Goldener Bär für den Besten Film: Touch Me Not von Adina Pintilie
snapshot-photography/T.Seeliger


„Sag mir, wie du mich geliebt hast, damit ich verstehe, wie ich lieben kann.“ Eine Filmemacherin und ihre Protagonist*innen lassen sich gemeinsam auf ein persönliches Forschungsprojekt zum Thema Intimität ein.

Touch Me Not
nimmt uns mit auf eine Entdeckungsreise durch die Gefühlswelten von Laura, Tómas und Christian, bei der die Grenzen zwischen Fiktion und Realität verschwimmen, und bietet zutiefst einfühlsame Einblicke in deren Leben. Weil sie sich nach Intimität sehnen, aber gleichzeitig große Angst davor haben, arbeiten sie daran, gewohnte Handlungsmuster, Abwehrmechanismen und Tabus zu überwinden, sich von ihnen zu lösen und endlich frei zu sein.

Touch Me Not untersucht, wie wir Intimität auf unvermutete Art und Weise erleben und uns gegenseitig lieben können, ohne uns selbst zu verlieren.

Knut Elstermann begrüßte die Regisseurin Adina Pintilie und Produzentin Bianca Oana im Berlinale Nighttalk. [mehr]

22:10

Berlinale

Silberner Bär für die Beste Darstellerin und Alfred-Bauer-Preis

Ana Brun wurde für ihre Rolle in "Las herederas" (The Heiresses) von Marcelo Martinessi mit dem Silbernen Bären für die Bestee Darstellerin ausgezeichnet. Der Film erhielt zudem den Silbernen Bären Alfred-Bauer-Preis.

Silberner Bär für die Beste Darstellerin: Ana Brun in Las herederas (The Heiresses) von Marcelo Martinessi sowie Silberner Bär Alfred-Bauer-Preis
snapshot-photography/T.Seeliger


Chela und Chiquita sind schon lange ein Paar. Mit den Jahren haben sie sich in einer festen Rollenverteilung eingerichtet. Die extrovertierte Chiquita regelt das gemeinsame Leben. Chela hingegen verlässt eher ungern das Haus, lieber verbringt sie den Tag hinter ihrer Staffelei. Finanzielle Schwierigkeiten zwingen sie dazu, Teile ihres geerbten und geliebten Mobiliars – allesamt Erinnerungsstücke – zu verkaufen. Als Chiquita wegen Überschuldung ins Gefängnis kommt, ist Chela plötzlich auf sich allein gestellt. Mit ihrem alten Daimler bietet sie einen Taxi-Service für wohlhabende ältere Damen aus der Nachbarschaft an. Beim Chauffieren lernt sie auch eine von deren Töchtern kennen, die junge, lebensfrohe Angy. Diese Begegnung lockt die eher passiv auftretende Chela aus der Reserve und lässt sie ihre eigenen Sehnsüchte neu entdecken.

So zurückhaltend und vorsichtig wie seine Heldin erkundet der Film die Außenwelt und richtet den Blick zunehmend auf eine Gesellschaftsschicht, die seltsam abgeschottet von der Wirklichkeit in den Tag hineinlebt. Wenn Chela ihre Freundin im Gefängnis besucht, entfaltet sich dagegen ein ganz anderes Bild von den Verhältnissen in Paraguay.

Knut Elstermann begrüßte die Preisträger im Berlinale Nighttalk - Schauspielerin Ana Brun sowie Regisseur Marcelo Martinessi. [mehr]

21:55

Berlinale

Silberner Bär für den Besten Darsteller

Anthony Bajon wurde für seine Rolle in "La prière" ("The Prayer") von Cédric Kahn mit dem Silbernen Bären für den Besten Darsteller ausgezeichnet.

Silberner Bär für den Besten Darsteller: Anthony Bajon in La prière (The Prayer) von Cédric Kahn
snapshot-photography/T.Seeliger


Der 22-jährige Thomas kommt von den Drogen nicht los. Seine letzte Chance ist eine Gemeinschaft von jungen Männern unterschiedlicher sozialer und nationaler Herkunft, die ebenfalls ihre Abhängigkeit überwinden wollen und in einem abgelegenen Haus in den französischen Bergen leben. Von einem katholischen Pfarrer geleitet, stehen dort das regelmäßige Gebet, Solidarität untereinander und harte körperliche Arbeit auf den Feldern im Mittelpunkt. Nicht alle schaffen es, sich in dieses mönchische Dasein zu fügen. Auch für Thomas ist es ein täglicher Kampf. Doch bedingungsloser Zusammenhalt und Freundschaft helfen, so wie auch die Bekanntschaft mit einem Mädchen aus der Nachbarschaft. Mit der Zeit lässt sich Thomas auf das neue Leben ein – ist es sein Weg in die Zukunft?

Aus nächster Nähe begleitet Cédric Kahn einen jungen, haltlosen Menschen, der durch Werte wie Glauben und Freundschaft wieder in den Alltag zurückfindet. Auch der Zuschauer wird herausgefordert, seine Positionen zu überdenken und Religion neu zu entdecken. Die schroffe Natur der abgeschiedenen Bergwelt wird zum Ort der Besinnung in einem Film, der selbst keine Stellung bezieht.

Knut Elstermann begrüßte den Preisträger Anthony Bajon im Berlinale Nighttalk. [mehr]

21:50

Berlinale

Silberner Bär für das Beste Drehbuch

Manuel Alcalá und Alonso Ruizpalacios wurden für "Museo" ("Museum") von Alonso Ruizpalacios mit dem Silbernen Bären für das Beste Drehbuch ausgezeichnet.

Silberner Bär für das Beste Drehbuch: Manuel Alcalá und Alonso Ruizpalacios für Museo (Museum) von Alonso Ruizpalacios
snapshot-photography/T.Seeliger


Die ewigen Studenten Juan und Wilson planen einen waghalsigen Coup. Sie wollen ins Nationalmuseum für Anthropologie in Mexiko-Stadt einsteigen und Heiligtümer der Maya, Mixteken und Zapoteken entwenden. Besonders interessiert sind sie an der Totenmaske König Pakals. Während ihre Familien Weihnachten feiern, machen sie sich, routiniert wie Meisterdiebe, an die Arbeit. Alles läuft glatt. Mit Sporttaschen voller Schätze kehren sie zurück und verfolgen die Nachrichten, die den Raub als Angriff auf die gesamte Nation werten. Nun erst wird ihnen die Dimension ihrer Tat bewusst, mit einem mulmigen Gefühl machen sie sich auf, ihre Beute zu versetzen, und es beginnt ein Roadmovie zwischen den eindrucksvollen Maya-Ruinen von Palenque und dem mondänen Badeort Acapulco. Auch wenn Juan und Wilson hinterm Steuer sitzen – ihre Unternehmung ist längst aus dem Ruder gelaufen. Die Geschichte basiert auf einer wahren Begebenheit im Jahr 1985. Man ging damals zunächst davon aus, dass Profis am Werk gewesen sein mussten.

So überraschend wie der ganze Fall ist auch der Film. Wie seine Helden geht er trickreich zur Sache, erfindet sich mit jeder Wendung neu und spielt mit den unterschiedlichsten Filmgenres.

Knut Elstermann begrüßte die Preisträger Manuel Alcalá und Alonso Ruizpalacios im Berlinale Nighttalk. [mehr]

21:40

Berlinale

Silberner Bär für eine Herausragende Künstlerische Leistung

Elena Okopnaya wurde für Kostüm und Production Design in "Dovlatov" von Alexey German Jr. mit dem Silbernen Bären für eine Herausragende Künstlerische Leistung ausgezeichnet.

Silberner Bär für eine Herausragende Künstlerische Leistung: Elena Okopnaya für Kostüm und Production Design in Dovlatov von Alexey German Jr.
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Leningrad, November 1971. Die Stadt liegt im Nebel. Wieder wird der Jahrestag der Revolution gefeiert, doch das Land tritt auf der Stelle: politisch, ökonomisch, kulturell. Sergei spürt es am eigenen Leib. Die Manuskripte des jungen Autors werden von den offiziellen Medien regelmäßig abgelehnt, seine Sicht auf Dinge und Menschen ist nicht gewollt. Anderen ergeht es ähnlich, auch seinem Freund Joseph Brodsky, den die Staatsmacht ins Exil zwingt. Sergei aber will bleiben, ein normales Leben führen, mit seiner Frau Lena und Tochter Katya. Und er will über die Entdeckung der Wirklichkeit schreiben, über die Arbeiter der Werft oder den Bau der Metro, wo eines Tages dreißig Kinderleichen aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden werden.

In großen Tableaus und langen Kamerafahrten porträtiert Alexey German Jr. den russisch-jüdischen Schriftsteller Sergei Dovlatov (1941–1990), dessen brillante ironische Texte in der Sowjetunion der Breschnew-Zeit nicht gedruckt werden durften. Aus einem tragikomischen Reigen aus Rebellion und Anpassung, Schmerz und Müdigkeit entsteht ein Zeitbild der Stagnation und ihrer zerstörerischen Wirkung.

Knut Elstermann begrüßte die Preisträgerin Elena Okopnaya im Berlinale Nighttalk. [mehr]

21:30

Berlinale

Glashütte Original – Dokumentarfilmpreis

"Waldheims Walzer" von Ruth Beckermann wurde mit dem Glashütte Original – Dokumentarfilmpreis ausgezeichnet.

Glashütte Original – Dokumentarfilmpreis: Waldheims Walzer von Ruth Beckermann
snapshot-photography/T.Seeliger


Es ist lange her, dass die Affäre um die verleugnete NS-Vergangenheit des ehemaligen UN-Generalsekretärs Kurt Waldheim weltweit für Aufsehen sorgte. Sie kam im Jahr 1986 ins Rollen, während des Wahlkampfs für das Amt des österreichischen Bundespräsidenten, mit dem Waldheim seine Bilderbuchkarriere als Nachkriegspolitiker zu krönen beabsichtigte.

Anhand von klug ausgewähltem, internationalem TV-Archivmaterial rekonstruiert dieser dokumentarische Essay den Verlauf der hitzigen Debatte bis zum zweiten Wahlgang im Juni 1986. Zu den Positionen der verschiedenen Akteure – Ausschnitte aus Pressekonferenzen des Jüdischen Weltkongresses, Debatten in der UN-Generalversammlung, Anhörungen im US-Kongress sowie Verlautbarungen der Österreichischen Volkspartei und ihres Kandidaten – gesellt sich der subjektiv-analytische Kommentar von Ruth Beckermann.

Darüber hinaus ist sie auch mit selbst gedrehten Videoaufnahmen präsent, Dokumente der Gegenöffentlichkeit, die Anti-Waldheim-Aktionen und Streitgespräche mit antisemitisch auftretenden, ressentimentgeladenen Passanten zeigen. Hetze, Verleumdung, Medienschelte und das Leugnen von Tatsachen brechen sich hier Bahn. Lange her, aber noch nicht vorbei.

Knut Elstermann begrüßte die Regisseurin Ruth Beckermann sowie Dieter Pichler (Montage) im Berlinale Nighttalk. [mehr]

21:20

Berlinale

Preise der Internationalen Kurzfilmjury

Den Goldenen Bären für den Besten Kurzfilm hat Ines Moldavsky für "The Men Behind the Wall" erhalten. Samuel Ishimwe wurde für "Imfura" mit dem Silbernen Bären Preis der Jury (Kurzfilm) ausgezeichnet. Réka Bucsis "Solar Walk" wurde mit dem Audi Short Film Award prämiert. Knut Elstermann empfing die drei Preisträger im Berlinale Nighttalk.

Audi Short Film Award: Solar Walk von Réka Bucsi; Goldener Bär für den Besten Kurzfilm: The Men Behind the Wall von Ines Moldavsky; Silberner Bär Preis der Jury (Kurzfilm): Imfura von Samuel Ishimwe (v.l.)
snapshot-photography/T.Seeliger

68. Berlinale

radioeins - Das Berlinale-Radio

15. bis 25. Februar 2018

radioeins Kino

Auch in diesem Jahr waren wir wieder vor Ort und berichteten live von den Filmfestspielen. Ob Berichte vom Roten Teppich, aktuelle Filmkritiken oder spannende Interviews - radioeins war und ist ... [mehr]