Di20.02.
22:00 - 23:59

Berlinale Radio

Der Berlinale Nighttalk

mit Knut Elstermann

Der Berlinale Nighttalk live aus der radioeins xXLounge im CinemaxX am Potsdamer Platz.

Horst Evers auf radioeins

Unser Gastkritiker am Dienstag ist Horst Evers. Er hat sich die Wettbewerbsfilme "In Zeiten des Teufels" und "Don’t worry, he won’t get far on foot" für uns angesehen und wird sie in seiner gewohnten Art für uns rezensieren. Außerdem begrüßt Knut Elstermann Regisseur Erik Poppe mit Schauspielerin Andrea Berntzen zum Film "Utøya 22. Juli" und viele andere Gäste.

23:50

Berlinale Generation 14plus

What Walaa Wants

Während ihre Mutter in einem israelischen Gefängnis inhaftiert war, wuchs Walaa in einem Flüchtlingslager auf. Sie hat keine Lust jung zu heiraten und Kinder zu bekommen, auch die Schule interessiert sie nicht besonders. Was sie möchte, ist Polizistin bei der Palästinensischen Autonomiebehörde zu werden, der quasistaatlichen Einrichtung, die die palästinensischen Gebiete verwaltet.

Regisseurin Christy Garland und Protagnoistin Walaa Tanji im Berlinale Nighttalk
snapshot/Seeliger

Der Film begleitet die aufmüpfige junge Frau von ihrem 15. bis zum 20. Lebensjahr. Stets auf Augenhöhe mit der jungen Protagonistin zeichnet Garland ein intimes Portrait des rebellischen Mädchens, die teils unkontrolliert, aber hartnäckig ihrem Traum folgt.
 
Regisseurin Christy Garland und Protagnoistin Walaa Tanji waren zu gast im Berlinale Nighttalk...

Regisseurin Christy Garland und Protagnoistin Walaa Tanji im Berlinale Nighttalk
snapshot/Seeliger
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23:20

Berlinale Wettbewerb

Schwein

Originaltitel: Khook

Hasan schäumt vor Wut. Er steht auf der schwarzen Liste und darf seit Jahren keine Filme mehr machen. Die Schauspielerin, die er zum Star gemacht hat und die er liebt, möchte nun mit einem anderen Regisseur drehen.

Regisseur Mani Haghighi (l) und Schauspieler Hasan Kasmai im Berlinale Nighttalk
snapshot/Seeliger

Seine Frau und er haben sich aus den Augen verloren, die Tochter ist dabei, sich abzunabeln. Und seine alte Mutter, die mit ihnen zusammenlebt, scheint langsam den Verstand zu verlieren. Am schlimmsten jedoch ist, dass in Teheran und Umgebung Filmschaffende ermordet werden, der Serienkiller aber ausgerechnet ihn ignoriert. Hasans Gefühle sind verletzt: Ist er nicht der beste Filmemacher der Stadt? Warum wird er nicht geköpft? Die Frustration spitzt sich zu, als er durch eine Reihe bizarrer Missverständnisse zum Hauptverdächtigen wird. Die sozialen Medien laufen auf Hochtouren, seine Popularität sinkt minütlich. Hasan braucht einen teuflischen Plan, um seinen Ruf wiederherzustellen.
 
In Khook toben sich Narzissmus und Eitelkeit in allen Form aus und die Quittung folgt unmittelbar. Das alles ohne Schadenfreude, vielmehr entwickelt sich die knallige Komödie zur abgründigen Psychostudie über eine zutiefst gekränkte Künstlerseele und das ewige Kind im Manne.
 
Regisseur Mani Haghighi und Schauspieler Hasan Kasmai waren zu Gast im Berlinale Nighttalk...

Regisseur Mani Haghighi (l) und Schauspieler Hasan Kasmai im Berlinale Nighttalk
snapshot/Seeliger
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23:00

Berlinale Wettbewerb

Utøya 22. juli

Am 22. Juli 2011 wurden fünfhundert Jugendliche in einem Sommercamp auf der Insel Utøya von einem schwer bewaffneten, rechtsextremistischen Attentäter überfallen. Die mörderische Attacke forderte 69 Todesopfer – ein Trauma, das Norwegen bis heute tief erschüttert.

Regisseur Erik Poppe im Berlinale Nighttalk
snapshot/Seeliger

Regisseur Erik Poppe wagt den Versuch, das Geschehen in einem Spielfilm zu fassen. Nach dokumentarischen Anfangsszenen aus Oslo, wo derselbe Attentäter kurz zuvor eine Autobombe gezündet und acht Menschen in den Tod gerissen hatte, führt der Film direkt auf die Insel. Die Kamera begleitet die 19-jährige Kaja, die hier mit ihrer jüngeren Schwester Emilie ein paar Ferientage verbringt. Es gibt Streit, Emilie hat keine Lust auf das Zeltlager und möchte auch nicht mit zum Barbecue, zu dem Kaja dann alleine geht. Plötzlich ist der erste Schuss zu hören.
 
Mit diesem Schuss beginnt eine 72 Minuten lange, in einer einzigen Einstellung gedrehte, aus der Perspektive der Opfer inszenierte, atemlose Rekonstruktion der Vorgänge. Kajas verzweifelte Suche nach Emilie. Die Angst in den Augen der Jugendlichen. Die Flucht in den Wald. Die Hoffnung auf Rettung. Und der unbekannte Schütze, der immer näher kommt.
 
Knut Elstermann hatte Regisseur Erik Poppe im Berlinale Nighttalk...

22:40

Berlinale Wettbewerb

The Real Estate

Originaltitel: Toppen av ingenting

Nach einem Leben im Luxus, finanziert durch den Vater, erbt die 68-jährige Nojet eines seiner Mietshäuser in der Innenstadt von Stockholm. Die Lebedame kehrt aus dem sonnigen Süden in die Heimat zurück. Doch statt geregelter Zustände findet sie totales Chaos vor.

Schauspielerin Léonore Ekstrand im Berlinale Nighttalk
snapshot/Seeliger

Ihr Halbbruder und dessen dem Alkohol und anderen Exzessen nicht abgeneigter Sohn haben ihre Hausmeisterfunktion tüchtig vernachlässigt. Das Gebäude befindet sich in einem desolaten Zustand, voller Mieter ohne legale Verträge. Nojet sucht Rat bei ihrem alten Freund Lex, dem Familienanwalt und Musikproduzenten, der gerade eine Gala für obdachlose Menschen organisiert. Er schlägt den Verkauf an einen Immobilienmakler vor. Dieser scheint zunächst auch interessiert, doch die vermeintlich zukunftssichernde Erbschaft entwickelt sich zunehmend zum Fluch.
 
Im Zentrum von Toppen av ingenting steht eine Frau, die immer noch in den wilden Zeiten von damals lebt und nicht will, dass die Party jemals endet. Die Wirklichkeit, in der sich Nojet wiederfindet, erscheint ihr wie ein surrealer Albtraum. Sie inszeniert sich als Geschäftsfrau und Femme fatale und wird im Finale zur Kriegerin in eigener Sache.
 
Regisseur Axel Petersén und Darstellerin Léonore Ekstrand waren zu Gast im Berlinale Nighttalk... [mehr]

22:25

Berlinale Panorama

Boys Cry

Originaltitel: La terra dell’abbastanza

Mirko und Manolo besuchen tagsüber die Oberschule und jobben am Abend als Pizzalieferanten. Eines Nachts geschieht ein Unglück: In der Nähe des Stadio Olimpico in Rom läuft ein Mann in ihr Auto, und die beiden Freunde begehen Fahrerflucht.

Damiano und Fabio D’Innocenzo im Berlinale Nighttalk
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Manolos Vater erfährt, dass die Polizei den Toten mit einer Fehde zwischen zwei verfeindeten lokalen Mafiagruppen in Verbindung bringt. Einige der Mafiosi sind alte Schulkameraden des Vaters, und es stellt sich heraus, dass der Mann auf ihrer Abschussliste stand. So kommt es, dass der Clan auf Manolo aufmerksam wird und ihn herbeizitiert. Um seine Bereitschaft zu testen, erhält er einen ersten Auftrag. Mirko besteht darauf, ihn zu begleiten. Und gerät bald mehr als Manolo in einen Sog aus Gewalt, Drogen und Prostitution. Schritt für Schritt entfremdet er sich von seiner Freundin, von seiner Mutter und auch von Manolo. Bis dieser einen letzten, verzweifelten Ausbruchsversuch unternimmt...
 
In ihrem ersten abendfüllenden Spielfilm entwerfen die Brüder Damiano und Fabio D’Innocenzo ein Universum aus kalten, unbehausten Räumen. Ein Randbezirk Roms wird zum Vorhof der Hölle, in dem ein falscher Schritt alles aufs Spiel setzt.
 
Die Regisseure waren zu Gast bei Knut Elstermann im Berlinale Nighttalk... [mehr]

22:10

Berlinale Gastkritiker

Horst Evers

Autor und Kabarettist Horst Evers hat sich für uns die Wettbewerbsfilme "In Zeiten des Teufels" und "Don't worry, he won't get far on foot" für uns angesehen...

Horst Evers als Gastkritiker im Berlinale Nighttalk
snapshot/Seeliger

68. Berlinale

radioeins - Das Berlinale-Radio

15. bis 25. Februar 2018

radioeins Kino

Auch in diesem Jahr waren wir wieder vor Ort und berichteten live von den Filmfestspielen. Ob Berichte vom Roten Teppich, aktuelle Filmkritiken oder spannende Interviews - radioeins war und ist ... [mehr]