So18.02.
22:00 - 23:59

Berlinale Radio

Der Berlinale Nighttalk

mit Knut Elstermann

Live aus der radioeins xXLounge im CinemaxX am Potsdamer Platz. Gastkritikerin: die Schauspielerin Karoline Schuch.

Karoline Schuch am 15.02.2018 bei der Berlinale © imago/Gartner

Knut Elstermann begrüßt ab dem 16. Februar im "Berlinale Nighttalk" von 22.00 Uhr bis Mitternacht prominente Gäste live in der "radioeinsxXLounge" in der 1. Etage des CinemaxX am Potsdamer Platz. Auch prominente Gastkritiker werden dort wieder erwartet, darunter Milan Peschel, Horst Evers, Balbina, Wanja Mues und Samuel Finzi. Der Eintritt ist frei, Filmfans sind herzlich willkommen.

radioeins überträgt die Sendung live im Radio. Die Abschluss-Sendung mit den BärengewinnerInnen am 24.02. wird von 21.00 Uhr bis 23.00 Uhr auch live per Videostream im Internet übertragen.

Karoline Schuch am 15.02.2018 bei der Berlinale © imago/Gartner
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Unser Gastkritiker im Berlinale-Nighttalk ist am Sonntag die Schauspielerin Karoline Schuch. Weitere Gäste sind u.a. Regisseur Christian Petzold und die Schauspieler Paula Beer und Franz Rogoswski vom Wettbewerbsbeitrag Transit sowie Emily Atef und Marie Bäumer zu „3 Tage in Quiberon“.

23:50

Berlinale

Lost Ones

Interview mit Regisseur Felix Hassenfratz und Darstellerin Anna Bachmann.

Anna Bachmann © snapshot-photography/Seeliger
snapshot/Seeliger

Frei ist Maria nur, wenn sie Orgel spielt. Bach spürt man im Bauch. Zu Hause lastet viel Verantwortung auf ihr: für Hannah, ihre zwei Jahre jüngere Schwester, die rebellierend den Ausbruch aus dem Dorf plant, und für Johann, ihren Vater. Nach dem frühen Tod der Mutter leben die beiden ungleichen Schwestern allein mit ihm in der süddeutschen Provinz. Es ist ein fragiler Zusammenhalt, den Maria mit aller Kraft zu bewahren versucht, auch um den Preis ihrer eigenen Träume. Alles ändert sich, als ein junger Zimmermann auf der Walz im Betrieb des Vaters zu arbeiten beginnt. Maria verliebt sich in ihn. Zum ersten Mal und gegen alle Vernunft. Die stoische Maske, die sie als Beschützerin der Schwester trägt, droht zu fallen. Der junge Zimmermann Valentin erwidert Marias heimliche Zuneigung. Doch je näher er ihr kommt, umso mehr zieht sie sich zurück: Ein dunkles Familiengeheimnis soll auf keinen Fall ans Licht kommen. Als die jüngere Schwester von diesem Geheimnis erfährt, ist die Welt der beiden jungen Frauen längst aus dem Lot. Hannah beschließt, Maria zu befreien. Im Zweifel auch gegen deren Willen.
Quelle: Berlinale

Anna Bachmann © snapshot-photography/Seeliger
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23:40

Berlinale

Djamilia

Interview mit Regisseurin Aminatou Echard.

Djamilia (Forum): Regisseurin Aminatou Echard © snapshot-photography/Seeliger
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Gleich zu Beginn beschreibt eine Frauenstimme die selbstbewusste und willensstarke Dshamilja. Die Hauptfigur aus Tschingis Aitmatows gleichnamiger Erzählung aus dem Jahr 1958 ist eine junge Kirgisin im Zweiten Weltkrieg. Ihr Mann ist an der Front, ihre arrangierte Ehe ist unglücklich und schließlich entscheidet sie sich dafür, mit der Tradition zu brechen und mit ihrer großen Liebe wegzulaufen. Eine berühmte literarische Heldin, für Regisseurin Aminatou Echard ein ideales Thema, um mit Frauen in Kirgistan ins Gespräch zu kommen und Zutritt zu ihrer Welt zu erhalten. Ein unverfängliches Thema ist es keineswegs. Denn ganz gleich, ob die Frauen über Dshamilja oder auch über ihr eigenes Leben sprechen, zeigt sich, wie aktuell die Konflikte, Sehnsüchte und Wünsche nach Selbstbestimmung noch immer sind. Echard hat ihren Film auf stummem Super-8-Film gedreht, der Ton wurde separat aufgenommen. Die Materialität des Films hat dennoch keinen Retrolook, sondern verbindet Literatur, Realität und Gegenwart. So entstehen sorgfältig komponierte Porträts, in deren Schönheit sich die Aufrichtigkeit von Aitmatows Erzählung genauso spiegelt wie die Stärke der heutigen Dshamiljas.
Quelle: Berlinale

Djamilia (Forum): Regisseurin Aminatou Echard © snapshot-photography/Seeliger
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23:10

Berlinale

Gastkritikerin Karoline Schuch

Unsere Gastkritikerin war die Schauspielerin Karoline Schuch. sie hat sic hdie Filme "Figlia Mia" und "The Real Estate" angesehen.  

Karoline Schuch © snapshot-photography/Seeliger
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22:55

Berlinale

Hotel Jugoslavija

Interview mit Regisseur Nicolas Wagnières

Hotel Jugoslavija (Panorama): Regisseur Nicolas Wagnières © snapshot-photography/Seeliger
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Bis zum Ausbruch des Krieges 1991 waren Einheit und Brüderlichkeit in Jugoslawien vorherrschende Ideale. Der Titoismus hatte neben der Blockfreiheit eine weitreichende Selbstverwaltung der Arbeiter hervorgebracht. Im Jahr 2005, 25 Jahre nach dem Tod des Staatspräsidenten Tito, beginnt Nicolas Wagnières seine Suche nach dem, was von diesen Werten noch übrig ist. Der Schweizer mit jugoslawischer Mutter verknüpft Kindheitserinnerungen an Urlaube im ehemaligen Jugoslawien mit der Geschichte der Region.

Anhand der wechselvollen Geschichte des einst berühmten Hotels Jugoslavija in Belgrad, einer Ikone des Modernismus von 1969, zeigt er die massiven Veränderungen, die Land und Leute in den letzten 40 Jahren durchlebt haben. Den Verfall des Gebäudes, die großen Pläne für seine Zukunft und die ernüchternde Realität setzt Wagnières analog zum Verfall gesellschaftlicher Werte, den er im postjugoslawischen Serbien wahrnimmt. Die Architektur, gefilmt in kühlen Super-16-Bildern, als Zeugin des kollektiven Unbewussten: Über zehn Jahre hinweg gedreht, geht die Auseinandersetzung über bloße Nostalgie hinaus und greift auch heutige Ideale auf. Ein persönlicher und zugleich politischer Essay.
Quelle: Berlinale

Hotel Jugoslavija (Panorama): Regisseur Nicolas Wagnières © snapshot-photography/Seeliger
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22:20

Berlinale

Transit

Interview mit Regisseur Christian Petzold und den Darstellern Franz Rogowksi und Paula Beer.

Transit (Wettbewerb): Regisseur Christian Petzold und die Schauspieler Franz Rogowksi und Paula Beer © snapshot-photography/Seeliger
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Die deutschen Truppen stehen vor Paris. Georg entkommt im letzten Moment nach Marseille. Im Gepäck hat er die Hinterlassenschaft des Schriftstellers Weidel, der sich aus Angst vor seinen Verfolgern das Leben genommen hat: ein Manuskript, Briefe, die Zusicherung eines Visums durch die mexikanische Botschaft. In der Hafenstadt darf nur bleiben, wer beweisen kann, dass er gehen wird. Einreisegenehmigungen für die möglichen Aufnahmeländer werden gebraucht. Georg nimmt die Identität von Weidel an, versucht eine der wenigen Schiffspassagen zu ergattern. Flüchtlingsgespräche in den Korridoren des kleinen Hotels, in den Wartezimmern der Konsulate, in Cafés und Bars am Hafen. Georg freundet sich mit Driss an, dem Sohn seines auf der Flucht verstorbenen Genossen Heinz. Seine Pläne ändern sich, als er der geheimnisvollen Marie begegnet. Transit beruht auf Anna Seghers’ im Exil verfassten gleichnamigen Roman. Schauplatz des Films ist das heutige Marseille, in dem sich die Figuren aus der Vergangenheit bewegen. Geflüchtete von damals treffen auf Geflüchtete von heute, die Geschichte trifft auf die Gegenwart, und alle Erzählungen verbinden sich zu einem ewigen Transitraum.
Quelle: Berlinale

22:10

Berlinale

3 Tage in Quiberon

Interview mit Regisseurin Emily Atef und Schauspielerin Marie Bäumer.

3 Tage in Quiberon (Wettbewerb): Regisseurin Emily Atef und Schauspielerin Marie Bäumer © snapshot-photography/Seeliger
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Robert Lebecks Bilder von Romy Schneider gingen um die Welt. Sie fangen das widersprüchliche Wesen der Schauspielerin ein, ihre Ausgelassenheit, ihre Melancholie, ihren Schmerz. Lebeck machte auch die Fotos für das legendäre Interview, das Romy Schneider 1981 in Quiberon dem „Stern“-Reporter Michael Jürgs trotz schlechter Erfahrungen mit der deutschen Presse gab. In den bretonischen Kurort hatte sie sich zur Erholung zurückgezogen. Ihre langjährige Freundin Hilde leistete ihr Gesellschaft. Das Interview und die Schwarz-Weiß-Fotos sind die Grundlage für einen Spielfilm, der die besondere Atmosphäre jener Tage einfängt, in denen sich Romy Schneider bis zur Schmerzgrenze öffnet. Je mehr die Schauspielerin von sich zeigt, der Mensch hinter dem Star zum Vorschein kommt, desto mehr Bewegung kommt in das Quartett. Hilde möchte die Freundin vor sich selbst schützen, die mit entwaffnender Ehrlichkeit den zynischen Reporter aus der Reserve lockt. Lebeck entdeckt bei seinen Sessions die vielen Gesichter der Romy Schneider noch einmal neu. Es entsteht das vielschichtige Porträt einer mitreißenden Schauspielerin und Frau, die schonungslos alles gibt und sich dennoch nur selten gesehen und wahrgenommen fühlt.
Quelle: Berlinale

68. Berlinale

radioeins - Das Berlinale-Radio

15. bis 25. Februar 2018

radioeins Kino

Auch in diesem Jahr waren wir wieder vor Ort und berichteten live von den Filmfestspielen. Ob Berichte vom Roten Teppich, aktuelle Filmkritiken oder spannende Interviews - radioeins war und ist ... [mehr]