Sa17.02.
22:00 - 23:59

Berlinale Radio

Der Berlinale Nighttalk

mit Knut Elstermann

Live aus der radioeins xXLounge im CinemaxX am Potsdamer Platz. Gastkritkerin: die Sängerin Balbina.

Balbina (© radioeins/Schuster)

Knut Elstermann begrüßt ab dem 16. Februar im "Berlinale Nighttalk" von 22.00 Uhr bis Mitternacht prominente Gäste live in der "radioeinsxXLounge" in der 1. Etage des CinemaxX am Potsdamer Platz. Auch prominente Gastkritiker werden dort wieder erwartet, darunter Milan Peschel, Horst Evers, Balbina, Wanja Mues und Samuel Finzi. Der Eintritt ist frei, Filmfans sind herzlich willkommen.

radioeins überträgt die Sendung live im Radio. Die Abschluss-Sendung mit den BärengewinnerInnen am 24.02. wird von 21.00 Uhr bis 23.00 Uhr auch live per Videostream im Internet übertragen.

Balbina (© radioeins/Schuster)
radioeins/Schuster
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Die Sendung zum Nachhören

Unser Gastkritiker im Berlinale-Nighttalk ist am Samstag die Sängerin Balbina.
Weitere Gäste sind u.a. Philipp Jedicke und Darsteller Chilly Gonzaeles zum Film Shut Up and Play The Piano (Panorama).

23:50

Berlinale

Wieża. Jasny dzień / Tower. A Bright Day

Interview mit Regisseurin Jagoda Szelc.

Wieża. Jasny dzień/ Tower. A Bright Day (Forum): Regisseurin Jagoda Szelc © snapshot-photography/Seeliger
© snapshot/Seeliger

Frühsommer, die Natur leuchtet in sattem Grün. Mulas Tochter Nina wird ihre Erstkommunion feiern und die Verwandten reisen an. Unter ihnen auch Mulas Schwester Kaja, Ninas biologische Mutter, die sechs Jahre verschwunden war. Ihre Rückkehr löst bei Mula Verlustängste aus. Misstrauisch beäugt sie jede Annäherung der beiden. Die Kamera bewegt sich agil, wie ein weiteres Familienmitglied in einem Beziehungsdrama in schicker Landhauskulisse. Doch immer wieder laufen kleine Erschütterungen durch den Film, wie seismische Wellen, die von einem größeren Beben künden. Auf der Tonspur, durch jähe, blitzartige Schnitte und seltsame Vorkommnisse. Vielleicht sind die überraschende Genesung der Großmutter, der stammelnde Priester, der den Gebetstext vergisst, die Geräusche in der Wand Vorboten? Nur sind alle zu beschäftigt, um sie zu erkennen. Als Ereignisse aus der Zukunft beschreibt ein Zwischentitel den Film. Aus einer Zukunft, in der zunächst alles beim Alten ist, aber nicht bleibt. Sprengen die dezenten Genreelemente, die sich in der sommerlichen Idylle bemerkbar machen, einfach nur die Grenze zwischen Beziehungsdrama und Psychothriller, oder hat Kaja vielleicht eine ganz andere Mission?
Quelle: Berlinale

Wieża. Jasny dzień/ Tower. A Bright Day (Forum): Regisseurin Jagoda Szelc © snapshot-photography/Seeliger
© snapshot/Seeliger
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23:30

Berlinale Panorama

Shut Up and Play The Piano

Interview mit Regisseur Philipp Jedicke und Darsteller Chilly Gonzales...

Chilly Gonzales © snapshot-photography/Seeliger
snapshot/Seeliger

„One of these days I will shut up and play the piano“ heißt es im Refrain des Songs, der zum Titel des Porträts des eklektischen Musikers Chilly Gonzales wurde. Und tatsächlich erfand sich der Kanadier, bürgerlich Jason Charles Beck, mit ruhigen Klängen am Klavier neu, nachdem er als schnoddriger Elektro-Rapper Karriere gemacht hatte. 2003 erklärte sich der selbstgewählte Außenseiter lautstark zum Präsidenten des Berliner Undergrounds, um wenig später mit seinem leisen Album „Solo Piano“ auch die bürgerlichen Konzertsäle zu erobern. Ein langes Gespräch mit Schriftstellerin Sibylle Berg zieht sich als roter Faden durch den Film. Zwischen den beiden geht es ans Eingemachte, in ihren Fragen und Antworten stehen sie einander in nichts nach.

Philipp Jedicke verbindet in seinem Regiedebüt mit leichter Hand Archivmaterial mit spielerisch inszenierten Szenen und Interviews mit Weggefährt*innen wie Peaches, Leslie Feist und Jarvis Cocker. Kombiniert mit den energiegeladenen Auftritten von Gonzales gibt es einen hart arbeitenden Entertainer zu entdecken, der immer aufs Neue zu überraschen weiß.
Quelle: Berlinale

23:25

Berlinale

Teatro de guerra

Interview mit Regisseurin Lola Arias.

Teatro de guerra/ Theatre of War (Forum): Regisseurin Lola Arias © snapshot-photography/Seeliger
© snapshot/Seeliger

Der Krieg um die Falklandinseln dauerte von April bis Juni 1982 und kostete 655 argentinische und 255 britische Soldaten das Leben. Er endete mit der militärischen Niederlage Argentiniens und bis heute umstrittenen Gebietsansprüchen zwischen den beiden Staaten.

35 Jahre nach Kriegsende lädt die argentinische Künstlerin und Regisseurin Lola Arias Veteranen ein, sich zu erinnern – gemeinsam, zu zweit oder im Dialog mit der Kamera. Briten und Argentinier stehen sich als ehemalige Feinde gegenüber. Zugleich bilden sie ein Ensemble, wenn sie etwa in einem verlassenen Gebäude, einer Bühne gleich, eine Kampfszene nachstellen. Landkarten, verblichene Zeitschriften, Aufnahmen aus der unwirklichen Gegend der Gefechtsschauplätze liefern visuelle Ausgangspunkte und filmische Räume für ihre Geschichten über die Angst vorm Sterben und vorm Töten, über die Auswirkungen eines Krieges, der sie alle gezeichnet hat. Doch Teatro de guerra bleibt nicht in der Vergangenheit: In inszenierten Begegnungen mit jungen Schauspielern, die heute so alt sind wie Marcelo, Jim und die anderen es damals waren, stellt der Film auch die Frage, wie Erinnerungen vererbt werden und weiterleben.
Quelle: Berlinale

Teatro de guerra/ Theatre of War (Forum): Regisseurin Lola Arias © snapshot-photography/Seeliger
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23:00

Berlinale

Las Herederas

Inrterview mit Regisseur Marcello Martinessi und den Darstellerinnen Ana Brun und Margarita Irún.

Las Herederas (Wettbewerb): Regisseur Marcello Martinessi und die Darstellerinnen Ana Brun und Margarita Irún © snapshot-photography/Seeliger
© snapshot/Seeliger

Chela und Chiquita sind schon lange ein Paar. Mit den Jahren haben sie sich in einer festen Rollenverteilung eingerichtet. Die extrovertierte Chiquita regelt das gemeinsame Leben. Chela hingegen verlässt eher ungern das Haus, lieber verbringt sie den Tag hinter ihrer Staffelei. Finanzielle Schwierigkeiten zwingen sie dazu, Teile ihres geerbten und geliebten Mobiliars – allesamt Erinnerungsstücke – zu verkaufen. Als Chiquita wegen Überschuldung ins Gefängnis kommt, ist Chela plötzlich auf sich allein gestellt. Mit ihrem alten Daimler bietet sie einen Taxi-Service für wohlhabende ältere Damen aus der Nachbarschaft an. Beim Chauffieren lernt sie auch eine von deren Töchtern kennen, die junge, lebensfrohe Angy. Diese Begegnung lockt die eher passiv auftretende Chela aus der Reserve und lässt sie ihre eigenen Sehnsüchte neu entdecken.

So zurückhaltend und vorsichtig wie seine Heldin erkundet der Film die Außenwelt und richtet den Blick zunehmend auf eine Gesellschaftsschicht, die seltsam abgeschottet von der Wirklichkeit in den Tag hineinlebt. Wenn Chela ihre Freundin im Gefängnis besucht, entfaltet sich dagegen ein ganz anderes Bild von den Verhältnissen in Paraguay.
Quelle: Berlinale

Las Herederas (Wettbewerb): Regisseur Marcello Martinessi und die Darstellerinnen Ana Brun und Margarita Irún © snapshot-photography/Seeliger
© snapshot/Seeliger
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22:40

Berlinale

Figlia Mia

Interview mit der Regisseurin Laura Bispuri.

Figlia Mia (Wettbewerb): Regisseurin Laura Bispuri © snapshot-photography/Seeliger
© snapshot/Seeliger

Die zehnjährige Vittoria wächst in einem vom Tourismus unberührten sardischen Dorf auf. Eines Tages trifft sie bei einem Rodeo die ungestüme Angelica, die so ganz anders als ihre fürsorgliche Mutter Tina ist. Vittoria ahnt nicht, dass die beiden Frauen ein Geheimnis verbindet. Seit langer Zeit schon besucht Tina Angelica auf ihrem heruntergekommenen Hof, wo sie mit einigen alten Pferden und einem treuen Hund in den Tag hineinlebt. Tina ist nicht wohl dabei, dass Angelica und ihre Tochter Vittoria sich näher kennenlernen. Als die verschuldete Angelica aufs Festland ziehen möchte, bietet sie ihr erleichtert finanzielle Unterstützung an, sie kann jedoch weitere Begegnungen der beiden nicht verhindern. Das Mädchen ist fasziniert von dieser Frau, die vor nichts Angst hat, ihre eigenen Wege geht und mit der sie die Insel neu entdeckt.
Wie schon in ihrem Regiedebüt Vergine giurata begleitet Laura Bispuri eine Heldin, die sich mit verschiedenen Vorbildern konfrontiert sieht, diese imitiert und hinterfragt und sich dabei ihrer selbst bewusst wird. Das warme Licht des sardischen Sommers begleitet Vittoria bei ihrer aufwühlenden Expedition.
Quelle: Berlinale

Figlia Mia (Wettbewerb): Regisseurin Laura Bispuri © snapshot-photography/Seeliger
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22:15

Berlinale

La Omisíon

Interview mit dem Regisseur Sebastián Schjaer und der Darstellerin Sofía Brito.

La Omisíon (Panorama): Regisseur Sebastián Schjaer und Darstellerin Sofía Brito © snapshot-photography/Seeliger
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Die Schneedecke ist dicht. Gehen kann man auf ihr nicht, nur angestrengt stapfen. Die aus Buenos Aires stammende Paula ist Mitte 20 und als Gelegenheitsarbeiterin für die Wintersaison in den kalten Süden von Argentinien gekommen. Das Geld, das sie als Hotelangestellte oder Fremdenführerin für ein kleines Busunternehmen mühsam verdient, spart sie für Visa, in der Hoffnung, woanders eine bessere Zukunft zu finden. Nur reicht es noch lange nicht. Weder für das angemietete Zimmer noch für das Leben mit der dreijährigen Tochter Malena, auf die eine Tante in einem Nachbarort aufpasst. Dort wohnt auch der Kindsvater Diego. Als Paula an einem dunklen Morgen den Fotografen Manuel kennenlernt, beginnt sie, ihre Pläne zu überdenken. Sofern sie überhaupt welche hat.
In seinem ersten Langspielfilm erzählt Sebastián Schjaer in intimen Bildern von einer jungen Frau, die sich in dicke Winterkleidung hüllt – nicht nur zum Schutz vor der Kälte, sondern auch vor Erwartungen, denen sie sich nicht unterordnen will. Er packt das Innere seiner Protagonistin und aller anderen Figuren sehr behutsam aus. Ihre Verletzbarkeit sieht man erst, wenn man sich durch die Schutzschichten pellt. Dabei kommen auch ihre Stärken zutage.
Quelle: Berlinale

La Omisíon (Panorama): Regisseur Sebastián Schjaer und Darstellerin Sofía Brito © snapshot-photography/Seeliger
© snapshot/Seeliger
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22:10

Berlinale

Gastkritikerin Balbina

Unsere Gastkritikerin war diesmal die Sängerin Balbina.

Balbina © snapshot-photography/Seeliger
snapshot/Seeliger

68. Berlinale

radioeins - Das Berlinale-Radio

15. bis 25. Februar 2018

radioeins Kino

Auch in diesem Jahr waren wir wieder vor Ort und berichteten live von den Filmfestspielen. Ob Berichte vom Roten Teppich, aktuelle Filmkritiken oder spannende Interviews - radioeins war und ist ... [mehr]