Fr16.02.
22:00 - 23:59

Berlinale Radio

Der Berlinale Nighttalk

mit Knut Elstermann

Der Berlinale Nighttalk live aus der radioeins xXLounge im CinemaxX am Potsdamer Platz.

Edin Hasanovic © imago/Lumma Foto

Knut Elstermann begrüßt ab dem 16. Februar im "Berlinale Nighttalk" von 22.00 Uhr bis Mitternacht prominente Gäste live in der "radioeinsxXLounge" in der 1. Etage des CinemaxX am Potsdamer Platz. Auch prominente Gastkritiker werden dort wieder erwartet, darunter Milan Peschel, Horst Evers, Balbina, Wanja Mues und Samuel Finzi. Der Eintritt ist frei, Filmfans sind herzlich willkommen.

radioeins überträgt die Sendung live im Radio. Die Abschluss-Sendung mit den BärengewinnerInnen am 24.02. wird von 21.00 Uhr bis 23.00 Uhr auch live per Videostream im Internet übertragen.

Edin Hasanovic © imago/Lumma Foto
imago/Lumma Foto
Download (mp3, 81 MB)

Die Sendung zum Nachhören

Unser Gastkritiker im Berlinale-Nighttalk ist am Freitag der Schauspieler Edin Hasanovic.
Weitere Gäste sind  u.a. der Regisseur Wolfgang Fischer und Schauspielerin Susanne Wolff zum Film Styx. Außerdem erwarten wir Gäste zu den Filmen: Waldheims Walzer (Forum), Die Tomorrow (Forum), L’Animale (Panorama), Classical Period (Forum) und Genezis (Panorama).

Edin Hasanovic im Kino © privat
Morgens um neun schon für uns im Kino: unser Gastkritiker, der großartige Schauspieler Edin Hasanovic | © privat
23:45

Berlinale

Genezis

Interview mit dem Regisseur Árpad Bogdan zu seinem Film "Genezis" (Panorama).

Regisseur Árpad Bogdan
snapshot/Seeliger

Betrunkene Rassisten überfallen nachts eine Roma-Siedlung, werfen Brandsätze, schießen auf fliehende Familien. Dabei wird die Mutter des neunjährigen Ricsi getötet. Weil sein Vater wegen einer Bagatelle für zwei Jahre im Gefängnis sitzt, kommt der völlig verstörte Junge zu den Großeltern. Die harmonische Welt seiner Kindheit ist zerstört und er sucht verzweifelt nach Halt in der neuen Situation. Die Gymnasiastin und leidenschaftliche Bogenschützin Virág ahnt, dass ihr Freund Misi in die Attacke auf das Roma-Dorf verwickelt sein könnte. Als ihre Ahnung zur Gewissheit wird, gerät sie in einen tiefen Gefühlskonflikt und trifft eine folgenreiche Entscheidung. Die erfolgsverwöhnte Anwältin Hanna wird als Misis Verteidigerin bestellt. Moralische Fragen und ihre eigene Vergangenheit zwingen sie, Weichen für die Zukunft zu stellen. Hintergrund der drei miteinander verbundenen, bildgewaltig erzählten Geschichten sind Angriffe ungarischer Neonazis auf Roma-Dörfer in den Jahren 2008 und 2009, bei denen sechs Menschen getötet wurden.
(Quelle: Berlinale)

Regisseur Árpad Bogdan
snapshot/Seeliger
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23:30

Berlinale

Classical Period

Interview zum Film "Classical Period"(Forum) mit dem Regisseur Ted Fendt.

Regisseur Ted Fendt
snapshot/Seeliger

Zeigen, was man weiß? Warum nicht. Aber Cal und seine Clique kennen kein Maß. Kaum eine Unterhaltung, die sich nicht um Architektur, Literatur, Theologie oder Geschichte dreht. Es geht vom Hundertsten ins Tausendste, eine Fußnote jagt die nächste, Theorien werden herangezogen, Cantos und Übersetzungen zitiert, zig Arten, um den Alltag möglichst auf Abstand zu halten. Derart unbeirrt teilen Cal, Evelyn, Chris und die anderen ihr aberwitziges Spezialwissen miteinander, dass sich ein Schmunzeln kaum unterdrücken lässt, trotz der Melancholie, die über allem schwebt. Cal sitzt oft allein in dämmrigen Zimmern und liest, während Evelyn nachts schlaflos durch die Straßen von Philadelphia streift. Auch wenn die Freunde zusammen sind, erscheinen sie oft getrennt voneinander im Bild, ohne in einer großen Einstellung zusammenzufinden. Der eine schwingt Reden, der andere hört zu – kann man das überhaupt ein Gespräch nennen? Evelyn würde sich gern unverstellter austauschen, aber vielleicht ist es ja genau das, was unsere, nicht die titelgebende, Epoche ausmacht: Man redet oder hört zu, dazwischen gibt es nichts.
(Quelle: Berlinale)

Regisseur Ted Fendt
snapshot/Seeliger
Download (mp3, 12 MB)
22:40

Berlinale

Styx

Interview mit Regisseur Wolfgang Fischer und Schauspielerin Susanne Wolff zum Film "Styx".

Regisseur Wolfgang Fischer und Schauspielerin Susanne Wolff © snapshot-photography/Seeliger
Seeliger

Rike, 40, ist eine erfolgreiche Ärztin, deren Dienst ihr alles abverlangt. In ihrem dringend benötigten Jahresurlaub will sie sich einen lang gehegten Traum erfüllen und allein auf einem Segelschiff von Gibraltar nach Ascension, eine kleine tropische Insel mitten im Atlantischen Ozean, reisen. Ihr Wunsch nach unbeschwerten Ferien scheint sich zu erfüllen, doch nach einem Sturm schlägt das schöne Abenteuer in eine nicht gekannte Herausforderung um: In der Nähe ihres Schiffes entdeckt sie ein schwer beschädigtes, hoffnungslos überladenes Flüchtlingsboot. Mehr als hundert Menschen sind vom Ertrinken bedroht. Rike versucht, Hilfe zu organisieren. Doch sie spürt immer mehr, dass Humanität zur reinen Utopie verkommen ist.

Wolfgang Fischers Film zeigt einen Überlebenskampf auf dem Wasser, in dem die grausame Fremdbestimmtheit in Not geratener Menschen spürbar wird. Das Meer wird zum existentiellen Schauplatz eines allegorischen Dramas.
(Quelle: Berlinale)

22:40

Berlinale

Waldheims Walzer

Interview zum Film Waldheims Walzer" (Forum) mit der Regisseurin Ruth Beckermann.

Regisseurin Ruth Beckermann
snapshot/Seeliger

Es ist lange her, dass die Affäre um die verleugnete NS-Vergangenheit des ehemaligen UN-Generalsekretärs Kurt Waldheim weltweit für Aufsehen sorgte. Sie kam im Jahr 1986 ins Rollen, während des Wahlkampfs für das Amt des österreichischen Bundespräsidenten, mit dem Waldheim seine Bilderbuchkarriere als Nachkriegspolitiker zu krönen beabsichtigte. Anhand von klug ausgewähltem, internationalem TV-Archivmaterial rekonstruiert dieser dokumentarische Essay den Verlauf der hitzigen Debatte bis zum zweiten Wahlgang im Juni 1986. Zu den Positionen der verschiedenen Akteure – Ausschnitte aus Pressekonferenzen des Jüdischen Weltkongresses, Debatten in der UN-Generalversammlung, Anhörungen im US-Kongress sowie Verlautbarungen der Österreichischen Volkspartei und ihres Kandidaten – gesellt sich der subjektiv-analytische Kommentar von Ruth Beckermann. Darüber hinaus ist sie auch mit selbst gedrehten Videoaufnahmen präsent, Dokumente der Gegenöffentlichkeit, die Anti-Waldheim-Aktionen und Streitgespräche mit antisemitisch auftretenden, ressentimentgeladenen Passanten zeigen. Hetze, Verleumdung, Medienschelte und das Leugnen von Tatsachen brechen sich hier Bahn. Lange her, aber noch nicht vorbei.
(Quelle: Berlinale)

22:20

Berlinale

L’Animale

Interview mit der Regisseurin Katharina Mueckstein zu ihrem Film "L’Animale" (Panorama).

Katharina Mueckstein © snapshot-photography/Seeliger
Seeliger

In Österreich heißt der höchste Schulabschluss „Matura“. Anders als in „Abitur“ (von „abire“ für „davongehen“) steckt darin vor allem der Gedanke der Reifeprüfung. Mati plant wie ihre Mutter Tierärztin zu werden und dazu ihren überschaubaren kleinstädtischen Kosmos Richtung Wien zu verlassen. Doch vorerst stellt sich die Frage, ob sie reif ist für diese Zukunft. Ihre langen Haare bindet sie zum strengen Knoten, der Nacken ist ausrasiert und im Maturakleid sieht Mati, wie sie selbst sagt, aus wie ein Clown. Sie hängt mit den Jungs ab und heizt mit ihnen auf ihrer Motocross-Maschine durch den Steinbruch. Als sich in der Disko eine Klassenkameradin gegen die sexuelle Belästigung durch einen von Matis Kumpels wehrt, spuckt Mati ihr ins Gesicht. Doch genau wie die Ehe ihrer Eltern bekommt Matis Crossfahrerclique Risse, als Fragen nach Freundschaft, Liebe und Sexualität deutlicher in den Vordergrund rücken.

In ihrem zweiten Spielfilm setzt Katharina Mueckstein klare Bilder, klare Worte und coole Synthesizer-Beats ein, um von einer nicht leicht erklärbaren jungen Frau vor ihrem „Davongehen“ zu erzählen. Dass Reife und Zukunftsfragen nichts mit Alter zu tun haben, zeigt das Schweigen der Erwachsenen. (Quelle: Berlinale)

22:05

Berlinale

Gastkritiker Edin Hasanovic

Unser Gastkritiker war der Schauspieler Edin Hasanovic. Er hat sich die Filme Las Herederas & Damsel angesehen.

Edin Hasanovic © snapshot-photography/Seeliger
Seeliger

68. Berlinale

radioeins - Das Berlinale-Radio

15. bis 25. Februar 2018

radioeins Kino

Auch in diesem Jahr waren wir wieder vor Ort und berichteten live von den Filmfestspielen. Ob Berichte vom Roten Teppich, aktuelle Filmkritiken oder spannende Interviews - radioeins war und ist ... [mehr]