Mi19.09.
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Der schöne Morgen

Die radioeins Morgenshow

Tom Böttcher © rbb, Jim Rakete

Die erste Frage des Tages: Steht die Welt noch? Die erste Tat des Tages: radioeins anschalten. Die erste Erkenntnis des Tages: Die Welt steht noch – und sie klingt spannend, lustig, traurig und überraschend. Der schöne Morgen kommt mit allem, was Sie verpasst haben, seit sie ins Bett gegangen sind. Das Neueste aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft und Sport. Fünf Stunden popgenialer Qualitätsjournalismus aus einer besseren Radio-Galaxie.

09:37

Neues Bestattungsgesetz

Opa wird (k)ein Diamant

Wenn Angehörige die Asche eines Verstorbenen gern mit nach Hause nehmen oder auch zum Diamanten pressen lassen möchten, dann wird es schwierig in Deutschland. Lange hatte es so ausgesehen, als würde Brandenburg beides als erstes Bundesland erlauben. Der Innenausschuss des Landtags hatte sich mehrheitlich dafür ausgesprochen.

Ein Grabstein auf einem Friedhof © radioeins/Amelie Ernst
radioeins/Amelie Ernst

Doch die Abgeordneten im Plenum stimmten im Juni überraschend dagegen. Und so werden sie heute nun nicht das liberalste Bestattungsgesetz Deutschlands final verabschieden, sondern eher ein restriktives.
 
Wir sprechen darüber mit unserer Landespolitik-Reporterin Amelie Ernst.

Ein Grabstein auf einem Friedhof © radioeins/Amelie Ernst
radioeins/Amelie Ernst
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09:10

Privates Rettungsschiff

Rettungseinsatz der "Aquarius" im Mittelmeer geht weiter

Das Rettungsschiff "Aquarius" ist wieder auf dem Weg zurück vor die libysche Küste, um dort Menschen aus Seenot zu retten. Die "Aquarius" ist das einzige private Rettungsschiff, das noch in das Gebiet im Mittelmeer zurückkehrt. Vergangene Rettungseinsätze wurden zu Irrfahrten, weil jeweils längere Zeit kein Hafen die aus Seenot geretteten Migranten aufnehmen wollte.

Das private Rettungsschiff "Aquarius" der Hilfsorganisation SOS Méditerranée © AP Photo/Alberto Saiz
AP Photo/Alberto Saiz

Das Rettungsschiff "Aquarius" von der Hilfsorganisation SOS  Méditerranée ist am vergangenen Sonntag zu einem neuen Einsatz im Mittelmeer gestartet. Das Team fährt zurück vor die Küste von Libyen, von wo aus sich viele Flüchtlinge auf die gefährliche Überfahrt nach Europa machen.

Mehr als 1600 Menschen sind während ihrer Flucht in überfüllten Schlauchbooten allein in diesem Jahr auf dem Mittelmeer zwischen Libyen und Italien ertrunken. Doch für private Seenotinitiativen wird es zunehmend schwieriger, Flüchtlinge zu retten: Immer wieder wurden Häfen für Schiffe mit geretteten Migranten geschlossen. In Italien dürfen Hilfsorganisationen nicht mehr anlegen.

Zuletzt war kein einziges ziviles Rettungsschiff vor der libyschen Küste im Einsatz. Doch die „Aquarius“ kehrt jetzt zurück - unter der Flagge von Panama, da die britische Kronkolonie Gibraltar dem Schiff zuvor die Flagge entzogen hatte.

Sollte das Schiff wieder Flüchtlinge aufnehmen, ist unklar, in welchen europäischen Hafen es einlaufen darf.

Tom Böttcher und Marco Seiffert sprechen darüber mit Verena Papke, der Geschäftsführerin der privaten Seenotrettungs-organisation SOS Méditerranée (Deutschland).

Das private Rettungsschiff "Aquarius" der Hilfsorganisation SOS Méditerranée © AP Photo/Alberto Saiz
AP Photo/Alberto Saiz
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08:37

Art aber fair - die Kunstkritik auf radioeins

Bestandsaufnahme Gurlitt

im Gropius Bau

"Ein milliardenschwerer Nazischatz!“ "Ein Jahrhundertfund!" So titelten die Zeitungen, als vor fünf Jahren bekannt wurde, dass in einer Münchner Wohnung mehr als 1.500 wertvolle Kunstwerke versteckt waren. Die Sammlung gehörte Cornelius Gurlitt, der sie von seinem Vater, dem Kunsthändler Hildebrand Gurlitt geerbt hatte...

Presseberichte über den ehemaligen Kunstsammler Cornelius Gurlitt sind während einer Vorbesichtigung in einer Ausstellung "Bestandsaufnahme Gurlitt" im Gropius Bau zu sehen
dpa

Während der NS-Zeit hatte er jede Menge Kunst für seine Privatsammlung gekauft und viele der Arbeiten standen im Verdacht, Raubkunst zu sein.
 
Die Internationale Taskforce "Schwabinger Kunstfund“ hat die Sammlung untersucht. Die Ergebnisse und viele der Kunstwerke sind jetzt in der Ausstellung „Bestandsaufnahme Gurlitt – Ein Kunsthändler" im Gropius Bau zu sehen. Marie Kaiser war schon da.

07:38

"Schmierentheater", "Mauschelei", "Scheinlösung"

Maaßen wird Staatssekretär im Innenministerium

Die Opposition kocht

Aufstieg statt Abstieg: Hans-Georg Maaßen wird künftig nicht mehr als Verfassungsschutzpräsident tätig sein, sondern als Staatssekretär im Innenministerium, wie die Spitzen von Union und SPD gestern entschieden haben. In der Opposition, aber auch bei der SPD, stößt die Entscheidung auf Kritik.

Hans-Georg Maaßen neben Bundesinnenminister Horst Seehofer © dpa/Kay Nietfeld
dpa/Kay Nietfeld

Der umstrittene bisherige Verfassungsschutzpräsident, Maaßen, muss zwar seinen Posten räumen, wie es die SPD gefordert hat, allerdings wird er nun zum Staatssekretär unter Bundesinnenminister Horst Seehofer befördert. Dass sei eine "Farce" heißt es von den Linken. Für die FDP gibt es "nur Verlierer auf allen Seiten". "Verheerend" sei es, eine "unfassbare Mauschelei" – reagierten die Grünen im Bundestag auf den Jobwechsel von Hans-Georg Maaßen.

Auch in der SPD stößt die Entscheidung auf Kritik. Nach Maaßens Beförderung hält die stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende Natascha Kohnen den "Bundesinnenminister nicht mehr für tragbar". Für Jusos-Chef Kevin Kühnert ist es ein "Schlag ins Gesicht".

Lars Castellucci, SPD-Bundestagsabgeordneter und Mitglied des Innenausschusses, unterstützt die Entscheidung, dass Maaßen "weiterverwendet" wird. Auf radioeins sagte er:
 
"Ich glaube, dass es auch keine gute Idee gewesen wäre, wenn er jetzt zehn Jahre Geld bekommen hätte wie vorher und keine Verwendung mehr gefunden hätte. [...] Wir haben uns vorgenommen, in einem Jahr Zwischenbilanz zu ziehen, wie es mit dieser Koalition weitergeht. Diese Fragen, die uns in den letzten Monaten beschäftigt haben: Der Streit um die Ausrichtung der Flüchtlingspolitik, was an den Grenzen stattfindet, Äußerungen wie "Die Migration sei die Mutter aller Probleme" oder jetzt das Theater um Herrn Maaßen, das sind alles Punkte, die auf die Liste kommen, die dagegen sprechen, dass diese Große Koalition eine Zukunft hat."
 
Das komplette Interview hören Sie hier:

Hans-Georg Maaßen neben Bundesinnenminister Horst Seehofer © dpa/Kay Nietfeld
dpa/Kay Nietfeld
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06:38

Versetzung ins Innenministerium

Verfassungsschutzchef Maaßen wird befördert

Die Vorsitzenden von CDU, CSU und SPD, Angela Merkel, Horst Seehofer und Andrea Nahles, habe sich nach einem Treffen im Kanzleramt gestern darauf verständigt, dass Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen sein Amt aufgeben muss. Der Geheimdienstchef wird nun als Staatssekretär ins Innenministerium versetzt.

Hans-Georg Maaßen, Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz © dpa/Michael Kappeler
dpa/Michael Kappeler

Der umstrittene Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen wird abgelöst. Der 55jährige werde befördert und künftig als Staatssekretär im Innenministerium tätig sein, teilten die Parteichefs von Union und SPD, Merkel, Seehofer und Nahles gestern nach einem Krisentreffen mit. 

In der Opposition, aber auch bei der SPD stieß die Entscheidung auf Kritik. Der bayerische SPD-Abgeordnete Post sprach von einem "Schmierentheater". Die Grünen-Fraktionschefin Göring-Eckardt sagte, dies sei eine "unfassbare Mauschelei". FDP-Chef Lindner bezeichnete Maaßens Beförderung als "formelhafte Scheinlösung".

Als Staatssekretär im Innenministerium verdient Maaßen mehr Geld als bislang als Chef des Bundesamtes für Verfassungsschutz.

Tom Böttcher und Marco Seiffert sprechen darüber mit Dagmar Pepping aus dem ARD-Hauptstadtstudio.

Hans-Georg Maaßen, Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz © dpa/Michael Kappeler
dpa/Michael Kappeler
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06:20

Wischmeyers Schwarzbuch

Baukasten für Trendsportarten

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Frank Wilde

Alles, womit wir uns gerade arrangiert haben, alles, woran wir glauben, alles, was wir beginnen, gern zu haben - er schlägt es mit Vorliebe zu Klump: Dietmar Wischmeyer. Immer unterwegs zwischen ... [mehr]

Dietmar Wischmeyer
Frank Wilde
05:37

Bermudadreieck

Berlin erwacht von Bob Telden

Versunkene Songs - gehoben von radioeins

Bermudadreieck

Es gibt Songs, die sind wie vom Erdboden verschwunden. Nur wenige können sich überhaupt an sie erinnern. Zu diesen wenigen gehören die Hörer von radioeins. Mit ihrer Hilfe retten wir jede Woche ... [mehr]

Bermudadreieck
05:20

Wissen

Stimmt's, dass die Rußpartikelfilter von Diesel-PKWs regelmäßig „freigebrannt“ werden müssen?

Stimmts?
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Gute Fragen verlangen gute Antworten. Die Antwort auf diese guten Fragen gibt es jeden Morgen von radioeins-Chefklugscheißer Christoph Drösser. Wenn auch Sie eine Frage haben, die Ihnen auf der ... [mehr]

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Der schöne Morgen

Podcast - Der schöne Morgen
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Der schöne Morgen mit allem, was sie verpasst haben, seit sie ins Bett gegangen sind - das neueste aus Politikerzimmern und Schloss-Sälen, aus Laboren und der schönste Tratsch. Fünf Stunden mit ... [mehr]

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Publizist Peter Zudeick in der Talk-Show Anne Will
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Peter Zudeick zieht Bilanz

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Alltagsfragen beantwortet...

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