Mo19.02.
19:00 - 20:00

Berlinale Radio

Der Berlinale Talk

mit Gesa Ufer

Der Berlinale Talk live aus dem radioeins Truck am Potsdamer Platz.

Gesa Ufer © radioeins/Klippel

Ab dem 15. Februar sendet radioeins den „Berlinale Talk“ aus dem radioeins Truck direkt vom Ort des Geschehens am Berlinale Palast, moderiert von Knut Elstermann (15.02.) und Gesa Ufer (16. bis 23.02.). Jeden Abend finden sich hier alle ein, die etwas mit Film und Berlinale zu tun haben. Schauspieler und Regisseure, Maskenbildner oder Fotografen. Der Talk mit dem Seitenblick auf das Film- und Festivalgeschehen.

19:50

Berlinale-Kolumne

"Fluch der Akribik"

Sarah Bosetti mit ihrer Berlinale-Kolumne...

Sarah Bosetti
radioeins/Schuster
Sarah Bosetti
radioeins/Schuster
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19:37

Berlinale Forum

In the Realm of Perfection

Szenen eines schwarzweißen Lehrfilms über Tennis. Der Kommentar erklärt, dass die Spieler fälschlicherweise davon ausgingen, dass ihre Trockendemonstrationen den Bewegungen im Match entsprächen. Diese Beobachtung und Jean-Luc Godards Zitat „Das Kino lügt, der Sport nicht“ aus einem Interview mit der Sportzeitung „L’Équipe“, sind Ausgangspunkt für eine Studie über Körper und Bewegung, Tennis und Kino im Spiegel der analogen Technik.

John McEnroe in L'empire de la perfection | In the Realm of Perfection
UFO Production

Es beginnt mit dem Besuch im nationalen Sportarchiv, in dem Zelluloidschätze begraben liegen. 16-mm-Filme über die Auftritte des Linkshänders John McEnroe im Stadion Roland Garros. In Zeitlupe und aus verschiedenen Perspektiven sieht man seinen sich nach hinten krümmenden Rücken, seine eigenwillige Fußstellung beim Aufschlag. Dann wird in Realzeit das kraftvolle Ergebnis dieser Bewegung demonstriert. Musik verwandelt wiederum einzelne Szenen in Rockopern oder auch in Italo-Western von epischer Länge. Geht es beim Tennis nicht darum, zum Regisseur des eigenen Spiels zu werden? John McEnroe spielte gegen seine legendären Wutausbrüche an und überspielte sie zugleich. In Großaufnahmen erlebt man eine einsame Spielerpersönlichkeit, die ganz bei sich ist.
 
Henning Harnisch, Ex-Baseketballer und Vizepräsident bei Alba Berlin, hat sich die Dokumentation über John McEnroe für uns angesehen...

John McEnroe in L'empire de la perfection | In the Realm of Perfection
UFO Production
Download (mp3, 9 MB)
19:20

Berlinale Wettbewerb

7 Tage in Entebbe

Am 27. Juni 1976 entführten vier Kidnapper ein Flugzeug der Gesellschaft Air France. Das Flugzeug befand sich auf dem Weg von Tel Aviv nach Paris, die Entführer waren zwei Mitglieder der PFLP (Volksfront zur Befreiung Palästinas) und zwei Deutsche, Mitglieder der linksextremistischen Revolutionären Zellen.

Rosamund Pike und Daniel Brühl in 7 Tage in Entebbe
Orange Studio Cinéma/UGC Distribution

Sie behielten mehr als 100 der Geiseln, vorwiegend israelischer Herkunft, eine Woche lang in ihrer Gewalt und verlangten unter anderem die Freilassung von 40 in Israel inhaftierten palästinensischen Terroristen und Militärs. Rekonstruiert wird das Geschehen, vor allem die Ereignisse nach der Landung des Flugzeugs auf dem Flughafen in Entebbe, wo die Entführer vom ugandischen Diktator Idi Amin unterstützt wurden.
 
Auf Basis neuer Recherchen bietet der Film eine eigenständige Version der Ereignisse, speziell bei der Freilassung der nichtjüdischen Geiseln. Parallel werden die Bemühungen der israelischen Regierung, deren Sicherheitskräfte die Aktion schließlich militärisch beendeten, minutiös nachgezeichnet. Wie bereits in früheren Werken nimmt Regisseur José Padilha wahre Begebenheiten zum Anlass, um die Themen Angst und Gewalt, Zerstörung und Selbstzerstörung zu reflektieren.
 
Wir sprechen mit Hauptdarsteller Daniel Brühl über den Film, der auf der Berlinale im Wettbewerb außer Konkurrenz läuft...

Rosamund Pike und Daniel Brühl in 7 Tage in Entebbe
Orange Studio Cinéma/UGC Distribution
Download (mp3, 3 MB)
19:10

Berlinale Wettbewerb

Utøya 22. juli

Am 22. Juli 2011 wurden fünfhundert Jugendliche in einem Sommercamp auf der Insel Utøya von einem schwer bewaffneten, rechtsextremistischen Attentäter überfallen. Die mörderische Attacke forderte 69 Todesopfer – ein Trauma, das Norwegen bis heute tief erschüttert.

Andrea Berntzen in Utøya 22. juli
Agnete Brun

Regisseur Erik Poppe wagt den Versuch, das Geschehen in einem Spielfilm zu fassen. Nach dokumentarischen Anfangsszenen aus Oslo, wo derselbe Attentäter kurz zuvor eine Autobombe gezündet und acht Menschen in den Tod gerissen hatte, führt der Film direkt auf die Insel. Die Kamera begleitet die 19-jährige Kaja, die hier mit ihrer jüngeren Schwester Emilie ein paar Ferientage verbringt. Es gibt Streit, Emilie hat keine Lust auf das Zeltlager und möchte auch nicht mit zum Barbecue, zu dem Kaja dann alleine geht. Plötzlich ist der erste Schuss zu hören.
 
Mit diesem Schuss beginnt eine 72 Minuten lange, in einer einzigen Einstellung gedrehte, aus der Perspektive der Opfer inszenierte, atemlose Rekonstruktion der Vorgänge. Kajas verzweifelte Suche nach Emilie. Die Angst in den Augen der Jugendlichen. Die Flucht in den Wald. Die Hoffnung auf Rettung. Und der unbekannte Schütze, der immer näher kommt.
 
Über die Reaktionen des Premieren-Publikums sprechen wir mit unserem Kollegen Nico Schmolke.

68. Berlinale

radioeins - Das Berlinale-Radio

15. bis 25. Februar 2018

radioeins Kino

Auch in diesem Jahr waren wir wieder vor Ort und berichteten live von den Filmfestspielen. Ob Berichte vom Roten Teppich, aktuelle Filmkritiken oder spannende Interviews - radioeins war und ist ... [mehr]