Mo17.02.
20:00 - 21:00

2 um acht

radioeins- und Freitag-Salon

mit Jakob Augstein

APO oder Altpapier - hat die Zeitung eine Zukunft? Jakob Augstein im Gespräch mit den Verlegern der Berliner Zeitung, Silke und Holger Friedrich.

Silke und Holger Friedrich

Als im September letzten Jahres die Berliner Unternehmer Silke und Holger Friedrich als neue Eigentümer der Berliner Zeitung vorgestellt wurden, stieß das auf Erstaunen und Skepsis, aber auch Neugier. Die Zeitung hatte eine lange und leidvolle Geschichte von Besitzerwechseln, Umstrukturierungen und Auflagenverlusten hinter sich. Sie teilt damit das Schicksal zahlreicher Blätter, die in Zeiten von Zeitungskrise und Pressekonzentration ins Wanken geraten sind.

Silke und Holger Friedrich legten mit ihrer „Berliner Botschaft“ ein Manifest vor, das Großes verhieß: „Wir hoffen, mit unserem Erwerb des Berliner Verlags einen Beitrag bürgerlichen Engagements leisten zu können, einen Beitrag zur außerparlamentarischen Opposition in neuem Format, auch im Sinne bürgerlicher Selbstermächtigung.“

Aber kann eine Zeitung heutzutage noch Ort demokratischer Willensbildung sein? Wie können Zeitungen die Digitalisierung überleben? Und sind die Friedrichs, als skeptisch beäugte Quereinsteiger mit einer eigenen Geschichte, die Falschen oder gerade deswegen die Richtigen für einen solchen Transformationsprozess?

Darüber diskutiert Jakob Augstein mit Silke und Holger Friedrich im radioeins- und Freitag-Salon.

Silke und Holger Friedrich
Berliner Verlag / Paulus Ponizak
Download (mp3, 60 MB)
Silke und Holger Friedrich zu Gast bei Jakob Augstein im radioeins- und Freitag-Salon
Silke und Holger Friedrich zu Gast bei Jakob Augstein im radioeins- und Freitag-Salon | © radioeins/Mertens

Daniel Bouhs, Medienjournalist, im Schönen Morgen über das Verlegerpaar der Berliner Zeitung:

"Nach außen wirken sie stabil - da ist viel Überheblichkeit oder nennen wir es Selbstbewusstsein im Spiel."


Jakob Augstein
Jakob Augstein | © dpa

Im radioeins- und Freitag-Salon setzt sich der Journalist und Verleger Jakob Augstein einmal im Monat mit einem Gast an den Tisch und redet – über das Politische in der Kultur, über die Gesellschaft und ihre Zwänge, über die Mechanismen von Öffentlichkeit und Lüge, und über das Verschwinden der Demokratie im Kapitalismus. radioeins sendet live. Hier verstummt die Erregungsmaschine des Internets. Der radioeins & Freitag Salon ist "unplugged", wie man früher gesagt hätte. Echte Menschen reden über echte Themen und üben sich in Fähigkeiten, die rar zu werden drohen: Zeit nehmen, zuhören, verstehen, lernen. Das – unerreichte – Vorbild dieses aktuellen politischen Diskussionsformats sind die legendären Gespräche des Journalisten Günter Gaus, die im Fernsehen gezeigt wurden, als dieses noch schwarz-weiß war.

Jakob Augstein ist seit 2008 Verleger und Geschäftsführer der Wochenzeitung „der Freitag“. 1967 in Hamburg geboren, studierte er von 1989 bis 1993 Politik an der Freien Universität Berlin und am Institut d'études politiques de Paris. Er war zehn Jahre lang für die Süddeutsche Zeitung als Reporter in Berlin und den neuen Bundesländern unterwegs. Von 2011 bis 2018 schrieb er die Kolumne „Im Zweifel links“ auf „Spiegel online“. Seit 2011 liefert er sich mit Nikolaus Blome, dem ehemaligen stellvertretenden Chefredakteur der Bildzeitung, in der Phoenix-Sendung „Augstein und Blome“ einen wöchentlichen Schlagabtausch zum politischen Thema der Woche.

Eintrittspreis: 
10 Euro, ermäßigt 8 Euro

Veranstaltungsort:
Grüner Salon
Volksbühne, Rosa-Luxemburg-Platz 2
10178 Berlin-Mitte

2 um acht

radioeins- und Freitag-Salon

Jakob Augstein im radioeins- und Freitag-Salon
dpa

Der radioeins- und Freitag-Salon ist ein politisches Diskussionsformat im Grünen Salon der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz - ein Zwiegespräch zwischen Freitag-Verleger Jakob Augstein und ... [mehr]