Mi16.05.
13:00 - 16:00

mo-do, 13:00 - 16:00

radioeins

mit Christiane Falk

Christiane Falk

Neue Songs und große Alben, junge Götter und alte Helden – radioeins atmet Musik und Sie atmen mit. Täglich gibt es eine neue Story über das Album der Woche. Dienstags gibt es "Strom und Drang" und am Mittwoch sind wir "Back in Black" mit dem Vinyl der Woche. Und damit, dass hier alle wichtigen Musiker zu Wort kommen, die in, über oder nicht weit entfernt von Berlin und Brandenburg unterwegs sind, müssen wir ja wohl nicht großartig angeben, oder?

15:10
Rubrik telefonverlosung

Album der Woche

Tranquility Base Hotel Casino von Arctic Monkeys

Tranquility Base Hotel + Casino von Arctic Monkeys
Domino

Fünf lange Jahre sind seit dem letzten Album vergangenen, einige der Bandmitglieder haben mittlerweile geheiratet und Kinder bekommen und Mastermind Alex Turner steckte seine Energie in die Last Shadow Puppets. Ob es überhaupt noch eine neues Arctic Monkeys Album geben würde, stand in den Sternen, aber dann setzte sich Alex Turner an sein neues Klavier und die Ideen begannen zu sprudeln. Er nahm die Demos zunächst im Alleingang auf, zog später den Gitarristen Jamie Cook hinzu und das Album nahm Gestalt an.
 
Es ist deutlich zu hören, dass Turners Arbeit bei den Last Shadow Puppets seine Spuren hinterlassen hat. Vom gitarrenlastigen Indierock der Vergangenheit ist nicht viel geblieben. Stattdessen gibt es viele 60er Jahre psychedelic Einflüsse, Dion (DiMucci), Serge Gainsbourg schauen um die Ecke und einige Arrangements erinnern an die Beach Boys in ihren besten Tagen. Die Arctic Monkeys schlagen eine neue Richtung ein, bleiben aber trotzdem sie selbst, auch dank der unverwechselbaren Stimme von Alex Turner. [mehr]

14:40

Planet Pop

Aussteiger auf den Kanaren

Oliver Neuroth hat Hippies auf La Palma besucht, die in Höhlen leben.

Wohnhöhle auf La Palma © imago/blickwinkel
imago/blickwinkel
Wohnhöhle auf La Palma © imago/blickwinkel
imago/blickwinkel
Download (mp3, 4 MB)
14:10

Performances

Best Of Unart 2018

Sieben Titel, sieben Gruppen, dreißig Jugendliche, acht Coaches: Drei Monate lang haben sie experimentiert, geforscht und probiert; sind gescheitert, haben Deadlines gesetzt und sich aus der Komfortzone bewegt. Beim UNART-Finale zeigen sie nun ihre mit Coaches professionell erarbeiteten Performances. Witzig, ernst, schräg und voller Farben.

UNART
UNART

Wir sprechen mit dem Koordinator Lukas Müller.

13:40

Back in Black

Mello Magic von Tommy Mandel

Das Vinyl der Woche

Die CD ist längst vom Aussterben bedroht und das MP3 viel zu virtuell. Darum feiert radioeins das schwarze Gold – zusammen mit den Berliner Plattendealern unseres Vertrauens. Jede Woche stellen sie uns ein Album vor, das nur auf Vinyl so klingt, wie es klingen soll. Die Schallplatte lebt - immer mittwochs um 13:40 live auf radioeins.

Mello Magic von Tommy Mandel
Invisible City Editions

Wenn du in der Suchmaschine nach dem Musiker Tommy Mandel suchst, dann stolperst du über die vom Algorithmus ausgespukte Berufsbezeichnung »Keytarist«. Tommy Mandel ist also Keytarist, eine Mischung aus Keyboarder und Gitarrist. Da kommen Bilder aus den 1980er Jahren hoch: Hitparade, Vokuhila, Schulterpolster.  Und das sollen sie auch. Denn »Mello Magic« ist eine Compilation von zwischen 1980 und 1987 entstandenen, simplen Popsongs. Überwiegend am Synthesizer komponiert. Eine Art Lo-Fi-Disco, eine Vorwegnahme des Dream Pop von Toro y Moi oder des Electro-Funk von Chromeo. Und natürlich eine Entdeckung.
 
Tommy Mandel, geboren 1949, machte sich vor allem als Sessionmusiker einen Namen. 1975 war er an der Filmmusik zu »Eiskalt«, einem B-Movie des Regisseurs Iván Nagy beteiligt, der durch sein Engagement in den Fernsehserien »Starsky & Hutch« und »CHiPs« Auskennern ein Begriff sein könnte. Danach ging es richtig los: Seine wichtigste Station war die als Keyboarder von Brian Adams. Tommy Mandel begleitete den Kanadier von 1981 bis 1998, war also von »Run To You« bis »Everything I Do« als Musiker maßgeblich an den großen Erfolgen des Sängers beteiligt. Er ist auch auf Alben von Dire Straits, Bon Jovi, The Clash oder Cyndi Lauper zu hören. Ebenso hatte er auf »Cosmic Thing« von The B-52’s seine Finger im Spiel.

Nebenbei hat Tommy Mandel immer auch an eigener Musik gearbeitet. Veröffentlicht wurde offiziell nur eine vier Stücke lange, selbstbetitelte EP im Jahre 1981. Davon hat es nur »Allow Me (To Destroy You)« auf dieses Release geschafft. Sind also größtenteils unveröffentlichte Stücke auf »Mello Magic« vertreten.

Mello Magic von Tommy Mandel
Invisible City Editions