Di11.05.
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Der schöne Morgen

Die radioeins Morgenshow

Kerstin Hermes © Manuel Gutjahr

Die erste Frage des Tages: Steht die Welt noch? Die erste Tat des Tages: radioeins anschalten. Die erste Erkenntnis des Tages: Die Welt steht noch – und sie klingt spannend, lustig, traurig und überraschend. Der schöne Morgen kommt mit allem, was Sie verpasst haben, seit sie ins Bett gegangen sind. Das Neueste aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft und Sport. Fünf Stunden popgenialer Qualitätsjournalismus aus einer besseren Radio-Galaxie.

Rad'n'Roll

Tipps für Rennrad-Einsteiger*innen

die Fahrradexperten auf radioeins

Rennradfahren ist wie Fliegen, nur schöner. radioeins-Fahrradexperte Simon Brauer mit ein paar Tipps für Rennradneulinge. Noch mehr Sport gibt es am Donnerstag bei unserem Radioday "radioeins BEWEGT!".

Der Schatten eines Fahrradfahrers © imago images/Rolf Zöllner
Der Schatten eines Fahrradfahrers | © imago images/Rolf Zöllner

Am Donnerstag dreht sich bei radioeins alles um den Sport: "radioeins BEWEGT!" heißt unser Radioday an Himmelfahrt, an dem wir uns den ganzen Tag sportlich betätigen wollen - oder zumindest mit Menschen sprechen, die sich in ihrer Freizeit oder auch beruflich sportlich betätigen.

Heute schon erfahren wir von unserem Fahrradexperten Simon Brauer, wie das mit dem Radsport eigentlich so funktioniert. Und wie man selber einen guten Einstieg in den Radrennsport findet!

Der Schatten eines Fahrradfahrers © imago images/Rolf Zöllner
imago images/Rolf Zöllner
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Warum sollte ich mich auf ein Rennrad setzen?


Das habe ich mich auch jahrelang gefragt, bis ich dann zum ersten Mal auf einem Rennrad saß. Und alles, was ich bis dahin übers Radfahren wusste oder glaubte zu wissen, war nichts mehr wert.

Noch nie hat sich Radfahren so leicht angefühlt, so schnell, so schön, wie auf dem Rennrad. Es gibt kein anderes Fahrzeug, das nur mit Muskelkraft betrieben so schnell fahren kann - ohne große Anstrengung kann ich 30 Kilometer pro Stunde über mehrere Stunden fahren. Ich kann die Gegend entdecken, die Natur genießen, allein oder mit anderen - und ich werde auch noch wahnsinnig fit dabei.

Rennrad ist natürlich kein Rad für den Alltag, ich kann damit keinen Wocheneinkauf machen oder die Kinder zur Kita oder Schule bringen, aber auf dem Rennrad erlebe ich Radfahren in seiner reinsten Form.

Was brauche ich dann alles, wenn ich Radsportler*in werden will?


Erstmal die Entscheidung im Kopf: Ich will kein Hipster-Rennrad aus den 1980ern, um nur in den Park zu fahren, ich will ein Sportgerät. Wer sich da noch unsicher ist, sollte das erstmal ausprobieren: Im Freundeskreis fragen, ob jemand ein Rennrad zur Probefahrt verleiht, oder offiziell beim Rennrad-Fachgeschäft ein Rad ausleihen - für ein paar Stunden oder Tage. Vorteil im Fahrradladen: Da kriege ich auch beim Leihrad gleich eines, das von der Rahmenhöhe zu mir passt, und bei dem zumindest die Sattelposition die richtige für mich ist.

So eine längere Probefahrt geht wunderbar auf dem Tempelhofer Feld, allerdings nur unter der Woche und am besten vormittags, wenn alle anderen im Homeoffice sitzen. Am Wochenende ist es zu voll, Rennradfahren macht dann keinen Spaß und ist für alle unnötig gefährlich.

Besser: Raus nach Brandenburg; vorher mit einer App wie Strava oder Komoot eine Strecke aussuchen und losrollen. Wenn immer mal wieder ein Bahnhof an der Strecke liegt, ist das nicht verkehrt - dann kann man bei plötzlicher Erschöpfung nämlich einfach mit der Bahn zurück.

Was kostet der Spaß?


Ein gutes Rennrad gibts schon ab etwa 1200 Euro. Dazu kann man noch ein kleines Vermögen ausgeben für die Ausrüstung von speziellen Fahrrad-Klickschuhen über Energieriegel bis zu CO2-Kartuschen, mit denen ich einen platten Reifen aufpumpen kann - das ist aber erstmal gar nicht nötig.

Richtig wichtig sind nur Helm, Trinkflasche und Radhose, auch wenn man sich am Anfang albern vorkommt in dieser Pelle. Eine gut gepolsterte Radhose ist sehr viel wert - wenn man noch ein zweites Mal fahren möchte und nicht eine Woche warten will, bis sich die wundgescheuerte Haut an empfindlichen Körperstellen erholt hat.

Auf jeden Fall empfehle ich, zum Rennradkauf und auch für alles andere ins Fachgeschäft zu gehen - die finden das perfekte Rad und sorgen auch dafür, dass ich mich voll und ganz meiner neuen Sucht hingeben kann.

Fragen, Vorschläge, Radschläge bitte an rad@radioeins.de...