So17.03.
09:00 - 12:00

Zwei auf Eins

mit Daniel Finger und Sven Oswald

Zwei Mann, ein Thema: Blatt.

Daniel Finger © radioeins, Jim Rakete

Blattmacherin des Jahres
 
die Berlinerin Ricarda Messner ist keine 30, hat aber schon einen Verlag gegründet und gibt zwei äußerst erfolgreiche Independent Magazine heraus - in Printform! Im Dezember 2018 wurde sie zur Blattmacherin des Jahres im Bereich Independent gekürt.
 
Blattfresser kommunizieren mit unterirdischen Schädlingen 
 
Insekten, die als Schädlinge an den Wurzeln von Pflanzen leben, können mit ihren oberirdischen, blattfressenden Kollegen kommunizieren: Sie nutzen die Pflanze selbst als „Telefonleitung“ um chemische Signale bis in die Blätter zu senden. Durch das „Besetzt“-Signal wird eine unnötige Konkurrenz zwischen den Schadinsekten vermieden.
 
Gebrüder Blattschuss
 
In den späten 1970er und frühen 1980er Jahren feierten sie vor allem mit ihren „Blödel-Hits“ (Kreuzberger Nächte!) große Erfolge. 2019 besteht die Gruppe noch als Duo, die beiden sind inzwischen fast 70 und immer noch für Live-Auftritte buchbar! 
 
Blattgold und Blattsilber made in Germany
 
Restauratoren, Kirchenmaler, Architekten und Steinmetze - sie alle brauchen Blattgold für ihre Arbeit. Und sie bekommen es seit mehr als 145 Jahren bei der Goldschlägerei Eytzinger. Denn seine Leidenschaft für Blattgold entdeckte der Käsefabrikant Johann Gottlieb Eytzinger im Jahre 1867 und bis heute wird das kleine Unternehmen als Familienbetrieb geführt. Heute ist sie Deutschlands älteste und zugleich modernste Blattgoldschlägerei, die weltweit Vergolder-Seminare hält und Schulungen gibt. Wir sprechen mit dem Urenkel von Eytzinger, wie Blattgold und Blattsilber hergestellt wird, was es kostet und wofür es verwendet werden kann.  
 
Zwischen Gerhard und mir passt kein Blatt Papier!
 
Lothar Vosseler war der Halbbruder von Altkanzler Gerhard Schröder und schrieb zwei Bücher: Eben "Zwischen Gerhard und mir passt kein Blatt Papier!" (2001) und "Der Kanzler, leider mein Bruder, und ich" (2004). Im Januar 2019 ist Vosseler gestorben. Wir sprechen mit einem Schröder-Biografen/Experten über das ungleiche Geschwisterpaar...
 
Teures Blatt: Klopapier-Marketing
 
Es gibt die Blätter in mehreren Lagen, gern auch mal mit Motiven und/oder mit Lebkuchen- und Frühlingsluft: beim Klopapier-Marketing scheint der Phantasie oder dem gutem Geschmack keine Grenze gesetzt. Der neueste Marketing-Coup gelang der Drogerie-Kette dm: sie hat ein Mops-Klopapier auf den Markt gebracht und damit einen neuen Hype ausgelöst. Innerhalb weniger Tage war das Papier deutschlandweit vergriffen, bei Ebay wurden die Mops-Blättchen zwischenzeitlich mit über 20 € pro Rolle (!) gehandelt. Mittlerweile hat die Drogerie-Kette nachgelegt und das Papier mit Mops wieder ins Sortiment genommen. Allerdings freuen sich nicht alle über den Trend: Die Tierrechte-Organisation Peta warnt auf ihrer Homepage vor einem neuen „Mops-Hype“, der auf den Trubel um Einhörner und Flamingos folgen könnte. Dass es „ein absolutes No-Go ist, Möpse zu Trend-Tieren zu machen“, sollte „jedem klar sein“, heißt es dort. Die Tiere litten ihr Leben lang unter angezüchteten Merkmalen wie der kurzen Schädelform oder verengten Nasenhöhlen. Dabei sagte doch schon Vicco von Bülow: „Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos“... Wir sprechen mit unserem Marketing-Experten über die neusten Entwicklungen und Trends im Klopapier-Marketing.