Sa27.07.
14:00 - 18:00

Sondersendung zum CSD

radioeins im Queerformat

mit Frauke Oppenberg und Holger Wicht

50 Jahre ist es her, dass sich in der New Yorker Christopher Street Schwule, Lesben und Transsexuelle Menschen gegen Polizeigewalt zur Wehr setzten. Das war der Urknall der Lesben- und Schwulenbewegung, die Geburtsstunde ihrer Emanzipation.

Frauke Oppenberg und Holger Wicht im radioeins-Bus © Thomas Schmidt

Daran erinnern die Paraden und Feste zum Christopher Street Day CSD. In Berlin beginnt die Parade am 27. Juli 2019, 12 Uhr, am Ku'damm und bewegt sich von dort bis zum Brandenburger Tor. radioeins sendet wieder live von der Strecke. Frauke Oppenberg und Holger Wicht moderieren von 14 bis 18 Uhr „radioeins im Queerformat“.

Den Videolivestream des CSD-Umzugs gibt es ab 14 Uhr auf radioeins.de

17:44

Christopher Street Day 2019

Queere Menschen aus Chemnitz in Berlin

Berlin ist die queere Hauptstadt Deutschlands – heute sowieso, klar, aber auch sonst. Denn so viele Freiheiten wie bei uns gibt es wohl nirgendwo im Rest Deutschlands – auch wenn es natürlich auch hier immer noch viel zu viel Gewalt und Ausgrenzung gibt.

Der Wagen mit der Startnummer 8 aus Chemnitz auf dem CSD © radioeins/Klaas-Wilhelm Brandenburg
radioeins/Klaas-Wilhelm Brandenburg

Auf dem Land oder in kleineren Städten gibt es die aber oft noch viel mehr – zum Beispiel in Chemnitz, wo Neonazis nicht nur queeren Menschen das Leben schwer machen.

Heute sind queere Menschen aus Chemnitz in Berlin, mit einem eigenen Wagen, und unser Reporter Klaas-Wilhelm Brandenburg hat sie getroffen.

Der Wagen mit der Startnummer 8 aus Chemnitz auf dem CSD © radioeins/Klaas-Wilhelm Brandenburg
radioeins/Klaas-Wilhelm Brandenburg
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17:20

Christopher Street Day 2019

Tadzio Müller - Faggots for Future

Tadzio Müller macht bei den Klimaprotesten „Fridays for Future“ mit. Mit seinem Mann Frank Schumacher zeigt er sich dort als „Faggots for Future“.

Frauke Oppenberg und Holger Wicht zusammen mit Tadzio Müller (mi.) © radioeins
radioeins

Tadzio Müller ist Referent für Klimagerechtigkeit und Internationale Politik bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung, arbeitet also schon seit vielen Jahren zum Thema Klimakrise, tritt auf Konferenzen auf und engagiert sich in Klimabewegungen. Tadzio ist offen schwul, Slut und HIV-positiv.

Frauke Oppenberg und Holger Wicht sprachen mit ihm darüber.

17:10

Christopher Street Day 2019

AndersARTiG im Land Brandenburg

LesBiSchwule Tour durch Elbe-Elster

Der Landesverband AndersARTiG ist die größte LSBTIQ*-Dachorganisation im Land Brandenburg. AndersARTiG engagiert sich für die Belange von LSBTIQ*-Menschen in vielfältiger Weise - so auch mit der LesBI*Schwulen T*our.

Frauke Oppenberg und Holger Wicht zusammen mit Lars Bergmann © Thomas Schmidt
Thomas Schmidt

Frauke Oppenberg und Holger Wicht sprachen darüber mit Lars Bergmann, dem Leiter der Landeskoordinierungsstelle für LesBiSchwule & Trans* Belange des Landes Brandenburg. [mehr]

Frauke Oppenberg und Holger Wicht zusammen mit Lars Bergmann © Thomas Schmidt
Thomas Schmidt
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16:40

Christopher Street Day 2019

Homo- und Transfeindlichkeit - am Beispiel der Ukraine

Vitalina Koval engagiert sich für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans- und Intergeschlechtlichen. Bei einer friedlichen Demonstration ist sie von Rechtsextremen angegriffen und verletzt worden.

Jugendlich haben sich beim CSD in Regenbogenfahnen eingewickelt © imago images/Future Image
imago images/Future Image

Für den Internationalen Frauentag 2018 plante Vitalina Koval in Uschhorod eine Demonstration. Sie sprach im Vorfeld mit der Polizei, die ihr zusicherte, für den Schutz der Veranstaltung zu sorgen. Doch als die Demonstration stattfand, tauchte eine Gruppe Rechtsextremer auf, griff die Teilnehmenden gewaltsam an und bewarf sie mit roter Farbe. Vitalina Koval erlitt Verätzungen an den Augen und musste im Krankenhaus behandelt werden.

Die Polizei nahm die Angreiferinnen und Angreifer fest, ließ sie aber kurz darauf wieder frei. Danach erhielten Vitalina Koval und andere Personen, die an der Demonstration teilgenommen hatten, weitere Drohungen; zwei Aktivistinnen berichteten, dass sie auf der Straße verfolgt und geschlagen wurden.

Rechtsextreme Gruppen greifen in der Ukraine vermehrt Menschen an, die sich für Frauenrechte und für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans- und Intergeschlechtlichen einsetzen. Doch Vitalina Koval und andere Aktivistinnen lassen und Aktivisten sich nicht einschüchtern.

Frauke Oppenberg und Holger Wicht sprachen darüber mit der Aktivistin Vitalina Koval. [mehr]

Jugendlich haben sich beim CSD in Regenbogenfahnen eingewickelt © imago images/Future Image
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16:10

Christopher Street Day 2019

Marianne Rosenberg erhebt ihre Stimme für LSBTIQ*-Aktivist*innen beim CSD

Marianne Rosenberg wurde durch ihren Schlager-Hit "Er gehört zu mir" schon in den 1970er Jahren zu einer Ikone der Schwulenbewegung.

Frauke Oppenberg und Holger Wicht zusammen mit Marianne Rosenberg © radioeins
radioeins

"Ich war schon im letzten Jahr bei euch, um diesen wichtigen Tag für die Gleichberechtigung, Freiheit und Solidarität mit euch zu verbringen, stand hinter der Bühne, wollte gerade zu euch sprechen und für euch singen. Aber durch ein plötzlich aufziehendes Unwetter musste die Veranstaltung abgebrochen werden. Umso mehr freue ich mich, nun in diesem Jahr wieder auf dem Berliner CSD sein zu können. Denn es ist nach wie vor sehr wichtig, dass wir gemeinsam unsere Stimmen erheben! Wir kämpfen weiter gegen den Hass und für die Liebe" - sagt Marianne Rosenberg.

Frauke Oppenberg und Holger Wicht sprachen mit ihr darüber.

15:50

Christopher Street Day 2019

People of Color auf dem CSD

50 Jahre Stonewall feiert der CSD heute. Damals, vor 50 Jahren, waren viele nicht-weiße queere Menschen, also People of Color, mit auf der Straße und haben für ihre Rechte und die Rechte queerer Menschen gekämpft.

Stonewall 50 - Every riot starts with your voice © Thomas Schmidt
Thomas Schmidt

Aber der Kampf ist für sie noch lange nicht vorbei, denn auch in der queeren Szene in Berlin gibt es immer noch und immer wieder Rassismus.

radioeins-Reporter Klaas-Wilhelm Brandenburg hat People of Color auf dem CSD gefragt, wie groß das Problem ist und berichtet darüber.

Stonewall 50 - Every riot starts with your voice © Thomas Schmidt
Thomas Schmidt
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15:40

Christopher Street Day 2019

Lederer: Berliner CSD ist vor allem politische Demonstration

Kultursenator Klaus Lederer (Linke) sieht den Christopher Street Day (CSD) in Berlin weiterhin vor allem als politische Demonstration. Es soll für die Gleichberechtigung aller sexuellen Identitäten demonstriert werden.

Frauke Oppenber und Holger Wicht zusammen mit Kultursenator Klaus Lederer (Linke) © Thomas Schmidt
Thomas Schmidt

Kritiker beklagen, der CSD werde immer kommerzieller. Lederer sagte dazu am Freitagmorgen im rbb, das ändere nichts daran, dass die Menschen, die auf der Straße sind, queere Sichtbarkeit zeigen. Sie wiesen außerdem auf unerledigte Themen hin. So sei das Transexuellen-Gesetz noch immer entmündigend. Auch seien Therapien zur Umerziehung von Lesben und Schwulen noch immer nicht verboten. 

Angesichts von neuen homophoben Übergriffen, sagte Lederer, insgesamt steige die Verrohung; hier sei die Gesellschaft insgesamt gefragt.

Frauke Oppenberg und Holger Wicht sprachen darüber mit Berlins Kultursenator Klaus Lederer.

Frauke Oppenber und Holger Wicht zusammen mit Kultursenator Klaus Lederer (Linke) © Thomas Schmidt
Thomas Schmidt
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15:15

Christopher Street Day 2019

Vor 50 Jahren begann alles mit dem "Stonewall Inn" in der Christopher Street

Als die Polizei am 28. Juni 1969 wieder einmal eine Razzia in der Bar „"Stonewall Inn“" in New York durchführte, da war es das eine Mal zu viel. Der Widerstand begann.

Frauke Oppenberg und Holger Wicht zusammen mit Stacy und Kurt, den Betreibern des "Stonewall Inn" in New York © Thomast Schmidt
Thomast Schmidt

Stellen Sie sich mal vor: Die Polizei würde in Berlin für Razzien Kneipen stürmen, immer und immer wieder dieselben. Offiziell weil die Schanklizenz fehlt - aber eigentlich geht es um die Gäste, denn die sind lesbisch, schwul, bisexuell und trans - oder kurz: queer. Diese Schikane war in New York lange ziemlich normal - bis heute vor 50 Jahren.

Am 28. Juni 1969 wollte die Polizei in der Christopher Street die Bar Stonewall Inn stürmen, aber die Gäste wehrten sich, zum ersten Mal. Der Aufstand von Stonewall war die Geburtsstunde der modernen queeren Bewegung - und er feiert dieses Jahr runden Geburtstag.

Frauke Oppenberg und Holger Wicht sprachen darüber mit den aktuellen Betreibern des "Stonewall Inn" in New York.

Frauke Oppenberg und Holger Wicht zusammen mit Stacy und Kurt, den Betreibern des "Stonewall Inn" in New York © Thomast Schmidt
Thomast Schmidt
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14:40

Christopher Street Day 2019

Transgeschlechtliche Jugendliche

Immer mehr Kinder und Jugendliche sind Transgender. Sie identifizieren sich nicht mit dem Geschlecht, das ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde.

Frauke Oppenberg (re.) und Holger Wicht (li.) zusammen mit Milan und seiner Mutter Sabrina © Thomas Schmidt
Thomas Schmidt

Der Münchener Kinder- und Jugendpsychiater Dr. Alexander Korte spricht von einer Zahl, die fünf mal zu hoch sei, wie im Jahr 2013. Eine Studie aus den USA bestätigt diesen Anstieg.

Offizielle Zahlen aus Deutschland gibt es jedoch nicht. Das hat mit Sicherheit auch damit zu tun, dass sich der gesellschaftliche Umgang mit Geschlechtsidentitäten verändert hat - dass immer jüngere und immer mehr Menschen sich zu ihrem Transgender stellen. Von einer breiten Akzeptanz sind Transmenschen aber noch weit entfernt. Auch dafür wird heute beim CSD demonstriert.

Frauke Oppenberg und Holger Wicht sprachen darüber mit dem 17jährigen Milan und seiner Mutter, die zum ersten mal zusammen auf dem Christopher Street Day sind.

Frauke Oppenberg (re.) und Holger Wicht (li.) zusammen mit Milan und seiner Mutter Sabrina © Thomas Schmidt
Thomas Schmidt
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14:20

Christopher Street Day 2019

CSD-Eröffnung am Ku'damm

Rund 600.000 Besucher werden heute zum Christopher Street Day in Berlin unter dem Motto "Stonewall 50 - Every riot starts with your voice" erwartet. Am Mittag legte Berlins Justizsenator Dirk Behrendt am Denkmal für die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus einen Kranz nieder.

CSD-Parade startet am Kurfürstendamm © radioeins/Klaas-Wilhelm Brandenburg
radioeins/Klaas-Wilhelm Brandenburg

Gegen Mittag startete die Parade am Kurfürstendamm mit leichter Verzögerung und zieht seitdem von dort zum Brandenburger Tor, wo die Abschlusskundgebung geplant ist. 

Die Demonstranten fordern unter anderem ein Wohn- und Kulturzentrum für Lesben - und bessere Aufklärung im Umgang mit HIV-Positiven. 

Es ist die 41. Ausgabe des Berliner CSD. An der ersten Parade im Jahr 1979 haben 450 Menschen teilgenommen.

radioeins-Reporter Anton Stanislawski berichtet darüber. [mehr]

CSD-Parade startet am Kurfürstendamm © radioeins/Klaas-Wilhelm Brandenburg
radioeins/Klaas-Wilhelm Brandenburg
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