radioeins Plattenkritiken

CD der Woche
23.08.2019

Soundcheck

August von Shannon Lay

Shannon LAy
Cargo Records

Früher lärmte die Gitarristin in der Psych-Punk Band Feels. Dann entdeckte sie, dass sie mit den Mitteln des Folk mehr aussagen kann. Vor zwei Jahren schmiss Shannon Lay ihre Nebenjobs hin und widmete sich ganz der Musik. August, ihr zweites Solo-Album,  ist die Feier dieser Befreiung. Die fällt aber eher leise aus. Shannon Lay vermag einige schöne Songs zu schreiben, an die Intensität ihres großen Vorbildes Karen Dalton reicht sie allerdings - noch - nicht heran. Andreas Müller Soundcheckwertung: 2 x Hit & 2 x geht in Ordnung [mehr]

23.08.2019

Soundcheck

Fuck Dance, Let's Art von Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen

Die Liga der aussergewöhnlichen Gentlemen
Tapete Records

Auch im fünften Anlauf gelingt es der grundsympathischen Superpunk-Nachfolgeband leider nicht wirklich, die vulkanische Energie ihrer Liveauftritte im Studio adäquat zu reproduzieren. Natürlich kann man mit dem unbeirrt vorwärtsstürmenden Northern-Soul-meets-Ska-Nostalgiepop jede Menge Spaß haben, aber letztliche bleiben Stücke wie „Der kleine Matratzenmarkt“ oder „Wie ein Kronkorken auf dem weiten Meer“ eher eine niedliche Fußnote der hanseatischen Pophistorie. Jörg Wunder, Tagesspiegel Soundcheckwertung: 2 x geht in Ordnung & 2 x Niete   [mehr]

23.08.2019

Soundcheck

Aufstand der dünnen Hipsterärmchen von Heinz Strunk

Heinz Strunk
Audiolith

Ist das Musik? Oder doch nur Worte auf Tönen? Seltsame Worte auf billigen Tönen? Dada trifft Zeitgeist? Oder vielleicht doch nur den Zeitgeist einer früheren Zeit? Ja. Aber wie das manchmal so ist: am Ende des Tages ergibt es doch einen Sinn und macht sogar Spaß. Für einen kurzen Moment jedenfalls. Martin Böttcher Soundcheckwertung: 4 x geht in Ordnung [mehr]

23.08.2019

Soundcheck

Men Of The Moment von Man & The Echo

Man & The Echo
Still Nil Nil Records

Man & The Echo aus England liefern mit ihrem zweiten Album eine Art Post-Punk-Musical zur Lage der Nation. Das Personal in den Songtexten kokettiert mit Protestwahlen und Populismus, hadert mit Existenzkrisen, toxischer Männlichkeit und unterbezahlten Jobs.  Musikalisch bewegen sich Man & The Echo dabei irgendwo zwischen Orange Juice, Django Django und Franz Ferdinand. Eine echte Entdeckung für alle, die eine Affinität für zackige britische Gitarrenbands haben und wissen wollen wie man das Brexit-Chaos auch kreativ verarbeiten kann. Christine Franz Soundcheckwertung: 3 x ... [mehr]

21.08.2019

Back in Black

Run Home Slow von The Teskey Brothers

Das Vinyl der Woche

Run Home Slow von The Teskey Brothers © Vertigo Berlin
Vertigo Berlin

Bereits im Alter von 14 Jahren begannen Josh Teskey und Brendon Love als  Straßenmusiker. Dabei blieb es bis 2016. Mit Ausnahme von Brendon Love, der sich mehr schlecht als recht als Profimusiker durchzuschlagen versucht hatte, beendeten die Teskey Brüder erst spät ihre bürgerliche Berufskarriere. [mehr]