radioeins Plattenkritiken

CD der Woche
03.05.2019

Soundcheck

U.F.O.F. von Big Thief

U.F.O.F. von Big Thief
4ad/Beggars Group / Indigo

Sanft und subtil, intelligent und wunderschön – auch auf seiner neuen Platte zeigt das Quartett aus Brooklyn, was es kann. Vielleicht sogar noch ein bisschen mehr als bei den beiden Vorgängeralben. Big Thief vertrauen auf die Kraft ihrer Songs und verzichten bei ihrem Folk-trifft-Rock zum Glück auf jegliche Mumford-And-Sons-Momente a la „auf laut folgt leise folgt laut folgt leise“. Die, das haben die begeisterten Fanreaktionen der Vergangenheit gezeigt, sind ja auch nicht nötig. Natürlich hilft es auch, dass Sängerin Adrianne Lenker einzigartige Dinge mit ihrer Stimme anstellen kann. ... [mehr]

03.05.2019

Soundcheck

Father Of The Bride von Vampire Weekend

Father Of The Bride von Vampire Weekend
Sony Music

Sechs Jahre war Funkstille und jetzt ein Doppelalbum. Obwohl die 18 Songs auf „FOTB“ vieles haben, was man an der Musik der New Yorker Band immer schätzte (flirrende Gitarren, muntere Percussions, leichtfüßige Melodien), ist da mittlerweile mehr. Auch Ezra Koenigs clevere, schräge und witzige Texte haben einen nachdenklicheren Unterton bekommen. Elissa Hiersemann (radioeins) [mehr]

03.05.2019

Soundcheck

Lovestory von Fettes Brot

Lovestory von Fettes Brot
Fettes Brot Schallplatten (Groove Attack)

Es ist 2019 und sie sind immer noch da, wieder da, mit einem Koffer voller Liebe: Liebe im Alter, Liebe zu Robotern, Liebe gegen Rechts, Liebe unter Männern, Liebe zur Mutter, Liebe als Freundschaft, Selbstliebe, Bandliebe.... Lieben wir sie also noch diese junggebliebenen Alt-Hip-Hopper aus dem hohen Norden? Aus alter Verbundenheit ein klares: Jein. Anke Myrrhe, Der Tagesspiegel [mehr]

03.05.2019

Soundcheck

Stay Around von J.J. Cale

Stay Around von J.J. Cale
Caroline

2013 verließ JJ Cale diese Welt, auf der er lange lieber im Verborgenen gelebt hatten abseits vom Trubel des Rock-Geschäftes. Um an Songs zu basteln. An manchen jahrelang. Manche blieben ewig Fragment. Cales Witwe hat auf CD-Rs und USB-Sticks so viel fabelhaftes Material gefunden, dass es für eine Platte reichte, auf die der Meister stolz wäre und die sich gleichberechtigt neben seine besten Werke reiht. Neben Cales elegantem Songwriting verblüfft immer wieder das einzigartige Sound-Design, dieses flirrende Schweben, diese halluzinierende Stimme. Andreas Müller, Gastgeber [mehr]

26.04.2019

Soundcheck

Designer von Aldous Harding

Designer von Aldous Harding
4ad/Beggars Group

Es ist gut möglich, dass man in diesem Sommer keine andere Platte braucht. Denn die neuseeländische Sängerin Aldous Harding hat mit ihrem dritten Album „Designer“ eine derart nahrhafte Musikzusammenstellung geschrieben, dass man sie durchaus ein paarmal öfter auf den Grill legen muss, um auch das letzte versteckte Aroma darin zu entdecken. Neofolk oder so. Ausdruckspop. Viel drin, viel dran. Ganz zart und dabei unverschämt unverdaulich. So hat man länger was von dieser schönsten Stimme. Laura Ewert, Kulturjournalistin Soundcheckwertung: 4 x Hit. [mehr]