radioeins Plattenkritiken

CD der Woche
01.03.2019

Soundcheck

When I Get Home von Solange

When I Get Home von Solange
Columbia
01.03.2019

Soundcheck

Welt ohne Zeit von Dagobert

Welt ohne Zeit von Dagobert
Staatsakt (Universal Music)

Der in Berlin lebende Schweizer Sänger leidet an der Liebe. So klagt „Ich wünsch mir so sehr, du wärst hinter mir her“,um gleich danach einen frenetischen Stadionpopschrei auszustoßen: „Ooohohoho!“ Sein drittes Album ist ein wenig monothematisch ausgefallen, aber die 80er-Retrosynthies pluckern, rattern und schäumen schön. [mehr]

01.03.2019

Soundcheck

Inferno von Robert Forster

Inferno von Robert Forster
Tapete

Robert Forster – neben Jarvis Cocker der größte Stilist unter den Indie-Singer-Songwritern – zog für die Aufnahmen seines neuen Albums nach Berlin. Als Australier kennt er sich mit Hitze aus, aber der Sommer 2018 raubte ihm die Luft: so heiß, so trocken, so infernalisch. Forster tat, was er am besten kann: Er schrieb lakonische Lieder. Über die Hitze, vor allem aber über ein Leben in dieser Welt, die zwar aus den Fugen zu geraten scheint, ihn selbst aber nicht mehr sonderlich zu erschüttern vermag. So bietet der Exzentriker auf „Inferno“ kantig-melodiöse Lieder, die auf superlässige ... [mehr]

01.03.2019

Soundcheck

GREY Area von Little Simz

GREY Area von Little Simz
Age 101 (Rough Trade)

Seit 2015 ihr Debütalbum erschien, ist Little Simz für den britischen Hip-Hop ungefähr das, was Noname für den amerikanischen ist: das große weibliche Talent eines sich langsam verändernden Genres, die toughe Conscious-Rapperin als eine neue Art von Superheldin, über die so viel geredet wird, dass man sich wundert, warum sich der große Erfolg noch nicht eingestellt hat. Zumal das hier noch mal ein großer Sprung nach vorne ist: dieselben scharfsinnigen streitlustigen Raps, diesmal allerdings auf eine knackige Live-Instrumentationen, auf Flöten und groovy Basslines und Streicher gebettet. ... [mehr]

22.02.2019

Soundcheck

Drift Code von Rustin Man

Drift Code von Rustin Man
Domino

Als Talk Talk verstummte, hatte die britische Band mit nur sechs Songs auf „Spirit of Eden“ alles gesagt. Weiter konnte man sich nicht von den Erwartungen an eine Popband entfernen. Man konnte aber auch die Geduld der Plattenfirma nicht weiter strapazieren, die Hits wie „Such A Shame“ verkaufen wollte und Musik bekam, für die es noch kein Vokabular gab. Paul Webb war Bassist der Band in ihrer wichtigsten Phase. Er schied aus, als die Plattenfirma die Reißleine zog, und machte ein Weilchen unter dem Projektnamen O.rang weiter. Dann wurde es auch um ihn still. Er begann, sich „rostiger ... [mehr]