Sa 17.03. 20:30

Konzert | Festsaal Kreuzberg

Django Django

Nach ihrem Mercury-Prize-nominierten Debüt (2012) und dem Top-20-Nachfolger „Born Under Saturn“ (2015) melden sich die musikalischen Abenteurer Django Django zurück und kündigen ihr brandneues Album „Marble Skies“ an, das am 26. Januar 2018 bei Because Music veröffentlicht wird.

Django Django © Fiona Garden
Django Django | © Fiona Garden

Nach den brillanten, Rave-geprägten Grooves und ausgedehnten Arrangements seines Vorgängers ist „Marble Skies“ eine prägnantere und konzentriertere Angelegenheit, die mehr an die Genre-verwischende Musik ihres Debüts erinnert. Mit dem Album kehren Django Django zu absoluter Hochform zurück, zugleich stellt der gewählte Ansatz eine Rückkehr zum handgemachten Cut-und-Paste-Ansatz ihrer frühen Tage dar.

Nach dem Ende der „Born To Saturn“-Tour begab sich Dave für ein Produktionsprojekt nach L.A., während die übrigen Bandmitgliedern auf Einladung des British Council nach Indien reisten. Als sie zurückkehren, begann der Kreativprozess für das neue Album mit einem Back-to-basics-Ansatz, der an das DIY-Ethos aus der Anfangszeit der Band erinnerte: Gemeinsam mit Metronomy-Drummerin Anna Prior versammelten sie sich in den Urchin Studios in Tottenham, London, wo sie mit der Idee experimentierten, durch lockere Jamming-Sessions neue Tracks entstehen zu lassen. Nach zehn Tagen des Aufnehmens hatte man reichlich Material beisammen, um es zu Dave zu schicken (der inzwischen zurück im heimischem Dundee war), damit dieser es bearbeiten und verfeinern konnte.

Wie immer waren alle vier Mitglieder (komplettiert durch Tommy Grace an den Synthies und Bassist Jimmy Dixon) gemeinschaftlich an der Entstehung von Musik, Melodien und Lyrics beteiligt, während das Album langsam Form annahm. Auf Teilen ihres dritten Albums segeln Django Django in unbekannten Gewässern, nicht zuletzt im treibenden Titeltrack (angeführt von Anna Priors Schlagzeugspiel), in dem Krautrock und Suicide durchklingen. Der schemenhafte, Zombies-artige Summer-Pop von „Champagne“ erkundet derweil die Freuden und Leiden des Alkohols. Der Song wurde von einer Bootstour auf der Seine inspiriert, welche die Djangos auf Einladung ihres Labels unternahmen.

All jene, die sich mehr von der Dance-orientierten Seite Django Djangos angesprochen fühlen, werden den verwinkelten Electro-Pop in „Your Beat“ und das von jamaikanischem Dancehall beeinflusste „Surface To Air“ lieben, ein versonnener Popsong, dem Rebecca Taylor von Slow Club ihre Stimme leiht. Die Zusammenarbeit war das Ergebnis eines Zusammentreffens beider Bands beim South By Southwest in Austin, Texas, vor einigen Jahren, wo besonders Rebecca und Dave über gemeinsame musikalische Vorlieben zusammenfanden. Ein weiterer überraschender Gast auf „Marble Skies“ ist Jan Hammer, der in Tschechien geborene und heute in Amerika lebende Jazz-Fusion- und Electro-Künstler, der sich mit der Band die Writing Credits für das wunderschön dahinfließende „Sun Dials“ teilt.

Wenn es so etwas wie eine Grundstimmung auf „Marble Skies“ gibt, so ist es eine des Nachsinnens über Vergangenes und Gegenwärtiges, und dass man eine Art inneren Frieden mit seinem Platz in der großen weiten Welt schließt.

Eintrittspreis: 24,20 Euro
Veranstaltungsort:
Festsaal Kreuzberg
Am Flutgraben 2
12435 Berlin - Friedrichshain-Kreuzberg
Erreichbarkeit:

S-Bahnhof Treptower Park

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