Soundcheck Kritiker

Jörg Wunder

(Der Tagesspiegel)

Jörg Wunder
Jörg Wunder (© Thilo Rückeis) | © (© Thilo Rückeis)

Jörg Wunder wuchs in der südniedersächsischen Provinz auf. Seine älteren Brüder vernachlässigten seine musikalische Früherziehung, erst das Rowohlt-„Rock Lexikon“ erweiterte den von ELO und Boston vernebelten Horizont. Erweckungserlebnisse waren ein Konzert von King Sunny Adé & His African Beats 1983 in Essen und die in Echtzeit verfolgte Superstarwerdung von Prince. Seit 1986 begünstigte Wunders Tarnexistenz als Student der Kunstgeschichte in Berlin die wachsende Leidenschaft fürs Plattensammeln. Eine Dissertation über Kaufhausbauten der 50er Jahre wurde abgebrochen, als sich zur Jahrtausendwende die Gelegenheit ergab, das Hobby Popkultur zum Broterwerb zu machen. Seither ist er als Autor und Redakteur für den „Tagesspiegel“ tätig.