Lassen Sie uns taffe Seiten des „schwachen Geschlechts“ aufschlagen. Am Sonntag, d. 15. Januar 2012 um 18 Uhr auf radioeins.
Katharina Greve:
Patchwork. Frau Doktor Waldbeck näht sich eine Familie
Sie ist Transplantationschirurgin und hat Erfolg. Nicht ganz so erfolgreich ist sie als Privatperson. Als sie irgendwann feststellt, dass sie langsam zu alt ist, um Kinder zu bekommen, baut sie sich im Labor einfach selbst welche. Dazu nimmt sie Humanabfälle aus der Restekiste. Die korrekte anatomische Anordnung hält sie nicht ein: ein Kopf bekommt Hände, zwei Beine erhalten Gesichter, ein Oberkörper läuft auf Vogelfüßen. Aufgeschrieben und gezeichnet von Katharina Greve in dem Comic „Patchwork. Frau Doktor Waldbeck näht sich eine Familie.“
Katharina Greve: „Patchwork. Frau Doktor Waldbeck näht sich eine Familie.“ Gütersloher Verlagshaus, 80 Seiten, 14,99 €
Katharina Greve: „Patchwork. Frau Doktor Waldbeck näht sich eine Familie“
Marie-Aude Murail:
Das ganz und gar unbedeutende Leben der Charity Tiddler
Ein kleines Mädchen im viktorianischen England. Von Kindermädchen und Gouvernante betreut lebt sie in eigenen Räumen: Sie ist 5 Jahre alt, das einzige Kind reicher Eltern und denkt gern nach, z.B. darüber: „Ich hätte zwischen meinen beiden Schwestern sitzen müssen. Aber Prudence, meine ältere Schwester, hatte 3 Stunden nach ihrer Geburt auf ein Weiterleben verzichtet, Mercy wiederum, die 2 Jahre später zur Welt gekommen war, hatte das Abenteuer nicht länger als eine Woche gewagt.“ - „Das ganz und gar unbedeutende Leben der Charity Tiddler“ heißt die erfundene Biografie von Marie-Aude Murail. Tobias Scheffel hat sie übersetzt .
Marie-Aude Murail: „Das ganz und gar unbedeutende Leben der Charity Tiddler“ Aus dem Französischen von Tobias Scheffel. Fischer, 576 Seiten, 16,95 €
Marie-Aude Murail: „Das ganz und gar unbedeutende Leben der Charity Tiddler“
Kamal Ben Hameda:
Sieben Frauen aus Tripolis
Eigentlich sollte er nur ihre Besorgungen erledigen, doch an diesem Morgen erwartet den kleinen Jungen ein schockierendes Bild im Hause seiner Tante: Nackt kniet sie auf dem Boden ihres Schlafzimmers, dahinter ihr Ehemann, der sie auspeitscht und schließlich vergewaltigt. In „Sieben Frauen aus Tripolis“ schildert Kamal Ben Hameda seine Kindheit inmitten von Frauen, die nach Süßigkeiten duften und viele „salzige“ Erfahrungen machen. Intime Erfahrungen, die sie einzig dem Kind anvertrauen. Fanny Tanck hat das Buch gelesen.
Kamal Ben Hameda: „Sieben Frauen aus Tripolis“ Aus dem Französischen von Helmut Moysich Graf Verlag, 144 Seiten, 14,99 €