Seiner Größe konnten auch 300 Jahre nichts anhaben. Im Gegenteil!! Am 24. Januar 2012 hat F II 300 Jahre auf dem Buckel. Knapp zwei Dutzend Neuerscheinungen werden dann die Friedrich-Literatur aufstocken. Eine "heutige" Sicht auf den großen Preußenkönig am Sonntag um 18 Uhr auf radioeins!
Jens Bisky:
Unser König: Friedrich der Große und seine Zeit - ein Lesebuch. Rowohlt. 19,95 €
Der Hintergrund knallpink, der Himmel lila, und mittendrin: hervorgehoben das Portrait von Friedrich II.. Auf der Brust blitzt Preußens höchster Orden - der schwarze Adler. Skeptisch schaut Friedrich den Betrachter an, mit stechendem Blick. Man ahnt die Widersprüche in der Persönlichkeit dieses umstrittenen Monarchen. Der so beschriebene Siebdruck von Andy Warhol prangt auf dem Cover des neuen Buches von Jens Bisky. "Unser König: Friedrich der Große und seine Zeit - ein Lesebuch" heißt es.
„Friedrich der 2.-… ist das nicht der mit der Querflöte?“ „Ja genau, der vom Reiterstandbild unter den Linden. Der Frauenhasser.“ „War das nicht sein Vater? Der andere Friedrich? Der mit den Soldaten?“ So oder so ähnlich wird heute oft über Preußen gesprochen. Rainer Ehrt bedauert das und hat sich mit seinem Buch „Preußischer Bilderbogen“ durch eine der widersprüchlichsten Epochen der deutschen Geschichte gezeichnet. Unsere Kollegin Fanny Tanck hat es gelesen.
Fanny Tanck über den Preußischen Bilderbogen von Rainer Ehrt
Jürgen Luh:
Der Große: Friedrich II. von Preußen. Siedler Verlag. 19,99 €
Er war eigenwillig, hartnäckig und süchtig nach Ruhm. Er gab nie Fehler zu und ging Risiken ein, ohne die Konsequenzen zu bedenken. Als Mann mit ausgeprägtem Sinn für "public relations" setzte er auf einen "kopflosen Nachfolger", nur um der Nachwelt ein strahlenderes Bild von sich selbst zu hinterlassen.
Ein Großer wollte er sein und er wurde es. "Der Große. Friedrich II. von Preußen" heißt ein Buch um den Charakter dieses Königs als aus heutiger Sicht. Geschrieben hat es Jürgen Luh und wir sprechen mit dem Historiker darüber.
Der Große: Friedrich II. von Preußen von Jürgen Luh