Er wird zum Vater des ägyptischen Romans: Nagib Machfus. Heute vor hundert Jahren wird in der Kairoer Altstadt ein Junge geboren. Die Eltern haben schon sechs Kinder – und wenig Geld. Nagib studiert trotzdem, arbeitet als Beamter und schreibt. Erst Kurzgeschichten, dann Romane. 1988 bekommt er den Literaturnobelpreis. Damit geht der Preis zum ersten Mal an einen Autor, der Arabisch schreibt. In seiner Dankesrede in Stockholm sagt Machfus: „Diese Sprache ist der eigentliche Preisträger.“ 2006 stirbt er in Kairo.
Er verfasst drei Romane, bis er das erste Manuskript an einen Verlag schickt. Andrea de Carlo. Anfang der 80er Jahre arbeitet er als Regieassistent von Federico Fellini. Für viele wäre das der Traumjob. De Carlo aber schreibt lieber. Obwohl seine Helden kein besonders spannendes Leben führen, verkaufen sich die Bücher millionenfach. In Italien wird „Zwei von Zwei“ zum Kultbuch der 68er Generation. Es erzählt die Geschichte einer Männerfreundschaft. Heute wird Andrea de Carlo 59 Jahre alt. SeiteEINS gratuliert.
Er jagt Vögel über Berge und Bäume, dabei stürzt Jim Harrison von einer Klippe. Im Krankenhaus ist ihm langweilig. Ein Freund rät: Schreib doch ein Buch! Es ist sein erstes. Ein anderes Mal wird er in seiner Hütte in den Bergen von einem Schneesturm überrascht und steckt fest. Wieder muss er sich beschäftigen. Das Ergebnis: Die Novelle „Legenden der Leidenschaft“. Viele kennen den Film mit Brad Pitt. Hauptfigur, in dem was Jim Harrison schreibt, ist immer die Landschaft Amerikas. Heute feiert er seinen 74. Geburtstag. Radioeins gratuliert.
In Paris werden sie einander vorgestellt: Die Kunststudentin Gisèle LeStrange und der noch unbekannte Paul Celan. Nur wenige Wochen nach der ersten Begegnung schreibt sie in ihrem ersten Brief an ihn: „Es muss sehr schwierig sein, einen Dichter zu lieben.“ Das war heute vor 60 Jahren. Die beiden heiraten, sie leben und arbeiten zusammen. Und Gisèle behält Recht, es ist schwierig: Immer wieder taucht Paul Celans frühere Freundin Ingeborg Bachmann auf. Dazu kommen seine Wahnzustände: einmal geht er mit dem Messer auf Gisèle los. Die beiden trennen sich - und bleiben doch immer in Kontakt: Innerhalb von 20 Jahren schreiben sie sich 737 Briefe.