Die Musikanalyse

Ordinary Face von Zoot Woman

Musik verstehen mit Prof. Dr. Hartmut Fladt

Fladt ist Musikwissenschaftler und Komponist. In Gerichtsverfahren wird er ob seiner bestialischen Intelligenz oft als Gutachter herangezogen. Bei radioeins analysiert er jeden Montag einen Song und erklärt, warum er so funktioniert, wie er funktioniert.

Zoot Woman
Zoot Woman | © Promobild

Sind wir nicht alle ständig auf der Suche? Nach Liebe, Anerkennung oder einfach bloß Lösungen? Nach Erfüllung, Bestätigung oder was auch immer wir gerade vermissen? 

„Irgendetwas fehlt uns doch ständig“, sagt Johnny Blake, Sänger der britischen Elektropop-Band Zoot Woman. „Wir empfinden stets Sehnsucht und suchen oder streben nach dem, was wir nicht haben können. Auf unserem neuen Album zieht sich das wie ein roter Faden durch die meisten Songs. Sie handeln von der Abwesenheit verschiedenster Dinge.“ „Absence“ heißt die Platte – das nunmehr fünfte Album von Zoot Woman.

Am Mittwoch, den 18. Oktober 2017, stellen Zoot Woman „Absence“ im Berliner BiNuu - präsentiert von radioeins - vor und unser Musikprofessor Hartmut Fladt analysiert aus diesem Grund heute schon ihren Song "Ordinary Face".

 

Fladts Fazit:

Dieser Retro-Synthie-Pop ist sympathisch zurückhaltend gemacht und zeigt eine Sound-Fantasie, die immer gleichzeitig die Dramaturgie der Text-Aussage verdeutlicht. Kleine Individualitäten wie der Verzicht auf Intro und auf eine instrumentale Bridge, auch das spät eingeschobene Break und das offene Ende sind für mich ebensolche Qualitätsmerkmale wie die gestaltenreiche Gesamt-Dramaturgie.

Der Beitrag ist noch bis zum 16.10.2018 00:00:00 verfügbar.